"Smarte" Ziele führen uns nicht zum Erfolg: Was wirklich zählt, sind ... (mit René Klein #267)
Shownotes
Viele Menschen setzen sich Ziele – und erreichen sie trotzdem nicht. In dieser Episode zeigt René Klein, warum sich Erfolg nicht am Ziel entscheidet. Sondern an dem, was täglich getan wird.
Im Fokus stehen Systeme, Routinen und kleine Schritte mit großer Wirkung.
Das erwartet dich • Warum Ziele allein keinen Erfolg garantieren • Weshalb Gewohnheiten das Bindeglied zwischen Plan und Ergebnis sind • Wie kleine tägliche Schritte langfristig große Effekte erzeugen • Warum Konsistenz wichtiger ist als Motivation • Wie Ablenkung Zeit und Fokus im Business zerstört • Welche einfachen Tools helfen, Gewohnheiten aufzubauen
Key-Takeaways • Ergebnisse sind ein Nachlauf der täglichen Gewohnheiten • Input bestimmt den Output, nicht umgekehrt • Ein Prozent Verbesserung pro Tag reicht aus • Konsistenz schlägt Intensität • Erfolg entsteht im Prozess, nicht beim Ziel
Über René Klein René ist Chefredakteur von Für-Gründer.de und Host des Podcasts „Besser gründen“. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit Gründung, Selbstständigkeit und Unternehmertum. Sein Fokus liegt auf praxisnahen Impulsen für Gründerinnen und Gründer. Besonders wichtig sind ihm Umsetzung, Klarheit und nachhaltiger Erfolg.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Um Ziele zu erreichen, brauchen wir Systeme.
00:00:02: Und ein System ist die Sammlung meiner Gewohnheiten, denen ich folge.
00:00:06: Gewohnheiten sind also ein super starkes Instrument.
00:00:08: Im positiven, wie im negativen Sinne.
00:00:10: Die Gewohnheit, dein Telefon aus der Tasche zu nehmen, dauert nur wenige Sekunden.
00:00:14: Doch die Zeit, die du danach unwiederbringlich verlierst, weil du E-Mails checkst, über Webseiten surfst oder in Social Media versingst, ist ungleich länger.
00:00:22: Die erste Frage ist, nicht zu fragen, was ich erreichen möchte, sondern
00:00:27: Besser gründen, der Podcast von FürGründer.de.
00:00:31: Und hier ist euer Host und Chefredakteur von FürGründer.de, René
00:00:35: Klein.
00:00:36: Hi, danke, dass du wieder beim Podcast von FürGründer.de reinhörst.
00:00:40: Wir wollen dir mit unserer Arbeit helfen, denn deine Gründung zählt.
00:00:43: In dieser Folge geht es um Ziele und die Frage, ob es für den Erfolg nur die richtigen Ziele braucht.
00:00:49: Ich wünsch dir viel Spaß und interessante Impulse.
00:00:53: Du musst dir Ziele setzen, um erfolgreich zu sein.
00:00:55: So steht es in ganz vielen Ratgebern.
00:00:58: Doch Ziele entscheiden nicht über Erfolg oder Misserfolg.
00:01:01: Warum?
00:01:02: Nehmen wir Sport als Beispiel.
00:01:04: Alle Athletinnen, die an einem Wettkampf teilnehmen, haben das Ziel, eine Goldmedaille zu gewinnen.
00:01:08: Doch nur einer gewinnt.
00:01:10: Das fehlende Ziel war also nicht das Problem.
00:01:12: Oder nehmen wir Neujahrsvorsätze.
00:01:15: Regelmäßig gibt es zu Jahresbeginn ein Boom bei Fitnesscentern.
00:01:18: Weil viele das Ziel haben, X Kilo zu verlieren oder fitter zu werden.
00:01:22: Alle haben also ein Ziel.
00:01:24: Doch Nach ein paar Wochen haben die meisten wieder aufgegeben.
00:01:27: Das Gleiche im Business.
00:01:28: Viele sagen mit großen Enthusiasmus, ich möchte gründen, endlich mein eigenes Ding machen oder mein Unternehmen vergrößern, wachsen lassen.
00:01:36: Dann wird losgelegt und trotzdem wird das Ziel nicht erreicht.
00:01:40: Oder wenn jemand uns morgens vor, mit einer wichtigen Aufgabe zu starten und lesen danach doch zuerst die E-Mails.
00:01:47: Woran liegt es, dass wir unsere Vorsätze und unsere Ziele regelmäßig verfehlen?
00:01:52: Ziele sollen uns doch antreiben.
00:01:54: Und Ziele sind auch gut.
00:01:55: Sie geben uns eine Richtung, was gerade in Teams auch besonders wichtig ist, damit alle wissen, in welche Richtung wir rudern wollen.
00:02:02: Also, wir sitzen im Boot und haben eine Insel als Ziel ausgemacht.
00:02:06: Doch, was setzt den Kurs?
00:02:08: Und vor allem, wie bleiben wir auf Kurs?
00:02:11: Um Ziele zu erreichen, brauchen wir Systeme.
00:02:14: Denn ein System ist ein Prozess, der uns zum Ziel bringt.
00:02:18: Und ein System ist die Sammlung meiner Gewohnheiten, denen ich folge.
00:02:22: Doch meist ist da eine Lücke zwischen dem Ziel, das ich erreichen möchte und den Gewohnheiten, die ich so habe.
00:02:29: Und das ist das Hauptproblem.
00:02:31: Wir alle wollen die Ergebnisse.
00:02:32: Wir wollen alle, dass sich etwas ändert oder dass wir die Insel erreichen.
00:02:37: Aber es geht nicht darum, dass sich die Ergebnisse ändern.
00:02:40: Wir müssen ganz einfach den Input verändern, damit sich der Output ändert.
00:02:44: Und was ist der Input?
00:02:46: Der Input sind unsere Gewohnheiten.
00:02:47: Ändern wir unsere Gewohnheiten?
00:02:49: Dann verändern sich die Ergebnisse und Resultate ganz von selbst.
00:02:53: Setzen wir den richtigen Kurs und halten wir den Kurs, landen wir bei der Insel.
00:02:58: Nur eine kleine Abweichung kann uns jedoch ganz woanders hinbringen.
00:03:01: In der Business machen wir einen ganz großen Fehler bzw.
00:03:04: vergessen einen ganz wichtigen Faktor.
00:03:07: Wir setzen uns ein Ziel.
00:03:09: Für dieses Ziel entwickeln wir eine Strategie.
00:03:11: Und zur Umsetzung der Strategie definieren wir Maßnahmen, so die klassische Theorie.
00:03:16: Bis zu diesem Punkt ist es aber nur ein Plan.
00:03:19: Eine Hülle.
00:03:20: Diese muss ich jetzt mit Leben füllen.
00:03:22: Und das sind meine tagtäglichen Handlungen.
00:03:25: Und diese Handlungen sind von meinen Gewohnheiten beeinflusst.
00:03:29: Also beeinflussen meine Gewohnheiten, ob ich meine Maßnahmen umsetze, die gewählte Strategie implementiere und am Ende das Ziel erreiche.
00:03:38: Gewohnheiten sind das Bindeglied.
00:03:40: Wenn diese nicht passen, dann komme ich nicht zum Ziel.
00:03:43: Und die entscheidende Frage ist, führt uns eine bestimmte Gewohnheit näher zum Ziel, oder nicht.
00:03:49: Das zeigt gleichzeitig, dass Ziele, also ein Output, einen bestimmten Lebensstil, also den Input, erfordern.
00:03:57: Nehmen wir nochmals das Beispiel, mit dem Fitter werden.
00:04:00: Sam & Sinek hat es in einem Vortrag auf den Punkt gebracht.
00:04:03: Wenn du regelmäßig ins Fitnessstudio gehst, das ist der Input, dann ist eins garantiert.
00:04:09: Du wirst Fitter, das ist der Output.
00:04:11: Das Problem ist, niemand kann dir sagen, wann genau du Fitter wirst.
00:04:15: Und die große Herausforderung ist das kleine Wörtchen, Regelmäßig.
00:04:19: Der Gang ins Fitnessstudio muss eine Gewohnheit werden.
00:04:22: Wie Zähne potzen.
00:04:23: Sonst klappt es nicht.
00:04:25: Genau in dieser Stelle setzt James Clear an.
00:04:27: Er hat das Buch Atomic Habits oder im Deutschen die Einprozentmethode geschrieben.
00:04:31: Der Untertitel lautet Minimale Veränderung, maximale Wirkung.
00:04:35: Das Buch wurde über twenty-fünf Millionen Mal verkauft und gehört damit zu den hundert meist verkauften Büchern aller Zeiten.
00:04:42: Warum ist die Einprozentmethode so wirksam?
00:04:45: Der Grundgedanke ist ganz simpel.
00:04:47: Und du kennst ihn bestimmt vom Zinseszins-Effekt.
00:04:50: Über die Zeit sparst du regelmäßig kleine Beträge und durch Zinsen ergibt sich nach einiger Zeit eine sehr steil ansteigende Kurve.
00:04:57: Vertragen auf unseren Alltag sagt Klier, dass wir versuchen sollen, jeden Tag ein Prozent besser zu werden.
00:05:04: Rechnerisch wärst du dann nach einem Jahr sieben und dreißig mal besser als am Anfang.
00:05:09: Doch es gibt zwei Probleme für uns Menschen.
00:05:12: Erstens, man sieht den Effekt erst nach längerer Zeit.
00:05:15: Wenn ich jetzt anfange, regelmäßig schwimmen zu gehen oder im Business jeden Tag ein Artikel zu schreiben, dann sehe ich morgen, übermorgen oder gar in Monaten noch keine richtigen Resultate.
00:05:25: Das zeigt auch diese Kurve.
00:05:27: Wir haben Erwartung, dass Effekte sofort sichtbar werden, wenn wir etwas tun.
00:05:32: Doch die Realität sieht so aus, dass es zunächst eine sehr flache Kurve gibt.
00:05:35: Und erst nach achtzig Prozent der Zeit steigt diese deutlich an und übertrifft dann die Erwartung im Ergebnis.
00:05:41: Und der zweite Punkt Gleichzeitig ist der Unterschied der negativen Gewohnheit zur positiven Gewohnheit nicht zu groß.
00:05:49: Statt also Schwimmen zu gehen oder den Artikel zu schreiben, sitze ich auf der Couch, checke E-Mails oder schau Netflix.
00:05:55: Das ändert im ersten Moment nicht viel.
00:05:57: Doch langfristig werde ich die Effekte sehen.
00:06:00: Denn ich werde dadurch eben nicht fitter und auch nicht erfolgreicher.
00:06:04: Doch dann ist die Zeit verbraucht und ich kann sie nicht zurückdrehen.
00:06:08: Deshalb ist es super wichtig zu verstehen, unsere Zeit ist begrenzt.
00:06:11: Und wie wir heute unsere Zeit verbringen, beeinflusst enorm unsere Zukunft.
00:06:16: Die Kosten und die Benefits unserer Gewohnheiten sehen wir oft erst nach Jahren oder Jahrzehnten.
00:06:21: Also geht es mehr um eine Einstellung.
00:06:24: Den Fahrt, den wir einschlagen.
00:06:26: Und nicht die konkrete Position, an der wir jetzt stehen, sondern wo wir stehen wollen.
00:06:30: Die Ergebnisse sind ein Nachlauf in der Indikator unserer Gewohnheiten.
00:06:34: Stell dir vor, wie es in deiner Wohnung aussehen wird, wenn du nicht regelmäßig aufräumst.
00:06:39: Oder auf deinem Geschäftskonto Wenn du nicht regelmäßig Rechnung schreibst und darauf achtest, dass deine Kunden pünktlich zahlen, dann wirst du nämlich Zahlungsprobleme bekommen, obwohl du genügend Kunden gewonnen hast.
00:06:50: Nehmen wir ein anderes Beispiel, um das zu verdeutlichen.
00:06:53: Viele wollen mehr lesen, um mehr Wissen aufzubauen.
00:06:56: Doch dann ist immer so wenig Zeit am Tag.
00:06:58: Wirklich?
00:06:59: Schauen wir uns das mit der Einprozentmethode von James Clian.
00:07:02: Starten wir mit fünf Seiten pro Tag.
00:07:05: Das ist doch auf jeden Fall machbar.
00:07:06: Sei es auf der Fahrt ins Büro, vor dem Schlafengehen, oder zur Not auf dem stillen Örtchen.
00:07:11: Aber fünf Seiten helfen doch nicht wirklich viel weiter.
00:07:14: Kannst du jetzt einwenden.
00:07:15: Fünf Seiten pro Tag sind ein tausend achthundert und zwanzig Seiten pro Jahr.
00:07:19: Das sind fünf bis sechs Sachbücher.
00:07:21: Also alle zwei Monate ein Buch.
00:07:23: Und zehn Seiten pro Tag werden dann schon ein Buch pro Monat, also zwölf Bücher pro Jahr.
00:07:29: Überleg mal, welchen Wissensvorsprung dir dies verschafft.
00:07:31: Und das, indem nur zehn bis fünfzehn Minuten deiner Zeit jeden Tag anders nutzt.
00:07:37: Und das gilt natürlich auch für Podcasts oder YouTube-Videos, wie diese hier von fürgründer.de.
00:07:41: Deshalb an dieser Stelle meine Bitte, abonniere den Kanal und entwickle deine Gewohnheit, dich zu allen wichtigen Themen rund um die Selbstständigkeit weiterzubilden.
00:07:50: Danke.
00:07:58: Fördermittel der KfW erleichtern Ihnen die Existenzgründung und Ihre ersten Jahre der Selbstständigkeit.
00:08:04: Finden Sie die passende Förderung und lassen Sie sich von anderen Vollblutunternehmerinnen und Unternehmern inspirieren.
00:08:11: Unter kfw.de-slash-gründen und kfw.de-slash-Nachfolge.
00:08:16: Alle wichtigen Infos dazu finden sich auch in den Shownotes dieser Folge.
00:08:21: Gewohnheiten sind also ein super starkes Instrument.
00:08:23: Im positiven wie im negativen Sinne.
00:08:26: Die Gewohnheit, dein Telefon aus der Tasche oder vom Schreibtisch zu nehmen, dauert nur wenige Sekunden.
00:08:30: Doch die Zeit, die du danach unwiederbringlich verlierst, weil du E-Mails checkst, über Website surfst oder in Social Media versingst, ist ungleich länger und verzinnst sich über die Zeit.
00:08:40: Bei dreißig Minuten Social Media pro Tag verlierst du mehr als einen ganzen Arbeitsmonat im Jahr.
00:08:46: Gewohnheiten entscheiden darüber, wie wir unsere Zeit verbringen, ob wir unsere Zeit für unsere Ziele nutzen oder verschwenden.
00:08:52: Deshalb brauchst du die richtigen Gewohnheiten.
00:08:54: um deine Ziele auch wirklich zu erreichen.
00:08:57: Wie gehst du dies an?
00:08:59: Dafür möchte ich dir die besten Tipps von James Clear mitgeben.
00:09:01: Die erste Frage, die Clear empfiehlt ist, nicht zu fragen, was ich erreichen möchte, sondern wer ich sein möchte.
00:09:08: Was war eine Person?
00:09:09: möchte ich werden?
00:09:11: Die Forschung zeigt, dass Personen, die von sich sagen, ich bin ein Nichtraucher, viel einfacher der alten Gewohnheit widerstehen können, als Personen, die sagen, ich versuche nicht zu rauchen.
00:09:22: Also sag wer du sein möchtest.
00:09:24: Versuche also zu visualisieren, was für eine Person du sein möchtest, egal beruflich oder privat.
00:09:28: Nehmen wir wieder das Fitnesthema.
00:09:30: Zeig nicht, ich will fitter werden, sondern ich bin jemand, der sich tagtäglich bewegt.
00:09:36: Und wenn du jetzt definiert hast, wer du sein möchtest, überlege, ob du deine Tage damit verbringen möchtest, was dafür notwendig ist.
00:09:43: Das ist eine gute Verbindung zu Simon Zinnig und seinem Credo Always Start With Why, also beginne immer mit dem Warum.
00:09:50: Also warum möchtest du das sein?
00:09:52: Wenn du das klar beantwortest, dann ist dies warum auch deine Motivation und hilft dir dann beim Durchhalten.
00:09:58: Denn du hast Spaß dabei.
00:09:59: Jetzt hast du also beantwortet wer oder was du sein möchtest, warum du es sein möchtest.
00:10:04: Jetzt kommen wir zum wie.
00:10:05: Also wie kommst du dahin?
00:10:07: Du beantwortest also die Frage, bring mich meine Handlung näher zu dieser Person oder nicht.
00:10:13: Dazu kannst du mit einer Bestandsanalyse anfangen.
00:10:16: Die James Clear, die Habit Scorecut nennt.
00:10:18: Dabei schreibst du jeden Tag deine Gewohnheiten bzw.
00:10:21: deine Verhaltensweisen auf.
00:10:23: Sehr kleinteilig dein Tagesablauf.
00:10:25: Und wenn du diese Verhaltensweisen aufgeschrieben hast, dann gibst du diesen eine Punktzahl.
00:10:29: Nach dem Motto ein Plus, wenn diese Gewohnheit dich deinem Lebensziel näher bringt, ein Minus, wenn nicht, oder neutral.
00:10:38: Und dabei geht es dann nicht darum, zu urteilen oder zu werden, sondern einen Überblick zu bekommen, wie du gerade deine Zeit verteilst.
00:10:47: Dann siehst du nämlich, ob du etwas ändern musst.
00:10:49: Welche Gewohnheiten brauchst du?
00:10:51: Welche musst du ausbauen und welche auch weglassen?
00:10:54: Das ist die sogenannte Not-to-Do-Liste.
00:10:57: Eine Frage, die dich bestimmt umtreibt ist, mit welcher Gewohnheit soll ich denn nun anfangen?
00:11:01: Such dir eine Gewohnheit raus, die andere Gewohnheiten positiv beeinflusst bzw.
00:11:06: verstärkt.
00:11:07: Zum Beispiel Sport.
00:11:08: Sport kann dir helfen, dass du dich danach besser konzentrieren kannst und dass du nachts besser schläfst.
00:11:13: Der bessere Schlaf hilft dir wiederum, dich besser zu konzentrieren und zu arbeiten.
00:11:17: Oder die Gewohnheit, am Ende des Tages den nächsten Tag zu planen.
00:11:21: Das hilft dir, entspannt in den Abend zu gehen und am nächsten Tag direkt loszulegen, statt E-Mess zu checken.
00:11:27: Überlege, welche Gewohnheit am wichtigsten für dein Ziel ist.
00:11:30: Willst du künstler werden?
00:11:31: Dann ist die Gewohnheit am wichtigsten zu malen oder nach Inspiration zu suchen.
00:11:36: Du möchtest ein Buch schreiben?
00:11:38: Dann ist es wichtig, Schreibgewohnheiten zu entwickeln.
00:11:41: Du möchtest fit werden.
00:11:41: Dann ist folgende Gewohnheit am wichtigsten und so weiter und so fort, also du siehst wie das Prinzip ist.
00:11:47: Doch der Haken mit Gewohnheiten ist, dass es lange dauert, die diese anzueignen, sodass sie sich bezahlt machen.
00:11:53: Deshalb musst du die Bedingungen für den Erfolg schaffen, sodass du eine Sache lange genug durchhalten kannst, bis du die Ergebnisse siehst.
00:12:00: Denn ein sollte uns bewusst sein.
00:12:02: Eine Gewohnheit aufzubauen dauert für immer.
00:12:05: Denn wenn du mit einer Gewohnheit aufhörst, ist es ja keine Gewohnheit mehr.
00:12:08: Der Besuch im Fitnessstudio gestern hilft dir nicht beim nächsten Mal.
00:12:12: Dreißig Tage gesund essen ist ohne Bedeutung, wenn ich dann wieder zu meinen schlechten Gewohnheiten zurückfalle.
00:12:18: Es geht nicht darum, irgendeine Zielinie zu überqueren, sondern diesen Lebensstil zu führen.
00:12:24: Und das beginnt damit, dass du schaffst, einfach anzufangen.
00:12:28: Glücklicherweise gibt es Tools und Strategien, den Anfang einfacher zu machen.
00:12:33: Das können ganz kleine Dinge sein.
00:12:34: Pack deine Sportsachen schon am Abend davor, damit du morgens direkt los kannst.
00:12:39: Entscheide am Abend, mit welcher Aufgabe du am nächsten Tag loslegen möchtest.
00:12:43: Gewohnheiten brauchen Zeit, um aufgebaut zu werden.
00:12:46: Wiederholung und Übung.
00:12:47: Deshalb starte auch nicht zu ambitioniert.
00:12:50: Nicht ein Buch pro Woche, sondern ein paar Seiten pro Tag.
00:12:54: Und das über einen langen Zeitraum.
00:12:56: Dann kannst du die Rate erhöhen.
00:12:58: Frage dich, was schaffst du auch an schlechten Tagen?
00:13:00: Das sollte zunächst dein Standard sein.
00:13:02: Warum ist das wichtig?
00:13:03: Weil es dich motivieren wird, zu sehen, wie du deine Gewohnheit beibehältst.
00:13:06: Du siehst den Fortschritt.
00:13:08: Demotiviert ist es allerdings, wenn du mit einer Gewohnheit brichst oder das Training auslässt.
00:13:14: Ein weiterer Tipp bleibt deine Gewohnheit treu.
00:13:17: Du hast dir vorgenommen, eine Stunde am Tag zu schreiben oder Sport zu machen?
00:13:21: Natürlich gibt es Tage, da bist du müde oder es kommt was dazwischen.
00:13:24: Dann schreibe halt nur zwanzig Minuten oder trainiere zwanzig Minuten.
00:13:28: Wichtig ist, die Gewohnheit beizubehalten.
00:13:30: Lass es nicht aus.
00:13:32: Denn wenn du die Gewohnheit bei behältst, brauchst du nur Zeit.
00:13:35: Wenn du mit der Gewohnheit brichst, dann kommst du nicht voran.
00:13:39: Oft sind es nur ein paar Minuten, die darüber entscheiden, ob wir bei der Gewohnheit bleiben oder nicht.
00:13:45: Gehen wir auch zum Sport, wenn draußen schlechtes Wetter ist.
00:13:47: An dieser Stelle trennt sich die Spreu vom Weizen.
00:13:51: Wobei dein Sport ja identisch ist.
00:13:53: Es ist nun nicht so bequem, wenn das Wetter schlecht ist oder wenn wir uns müde fühlen.
00:13:57: Viele wollen den Erfolg, sind aber nicht bereit, das zu tun, was dafür nötig ist.
00:14:02: Dabei sind es ja nur ein paar Momente, bis wir da wirklich loslegen.
00:14:06: In seinem Buch schreibt James Clare über ein Mann, der über Monate erst mal nur die Gewohnheit entwickelt hat, ins Fitnessstudio zu gehen, ohne dort dann lange zu bleiben und zu trainieren.
00:14:15: Aber er hat die Gewohnheit entwickelt.
00:14:17: Egal wie das Wetter, egal wie seine Stimme oder sonst was war, er ist ins Fitnessstudio gegangen.
00:14:23: Dann hat er natürlich später angefangen zu trainieren.
00:14:26: Nach Clare geht es um die Balance zwischen Intensität und Konsistenz.
00:14:29: Natürlich müssen wir auch irgendwann intensiver trainieren.
00:14:32: Aber erst Konsistenz wird Fortschritt zeigen.
00:14:35: Es wird uns helfen, dauerhaft besser zu werden.
00:14:37: Konsistenz hilft uns, flexibel zu bleiben, uns anzupassen und in Summe auch resilienter zu werden.
00:14:42: Noch ein Tipp von ihm, schaffe eine Umgebung, die deine erste Aktion einfacher macht oder eine bestimmte Gewohnheit unterstützt.
00:14:49: Du möchtest beispielsweise gesünder Frühstücken, lege dir am Abend Obst und Gemüse hin oder schneide sie schon vorher.
00:14:55: Dann wirst du am nächsten Morgen ganz einfach so loslegen können.
00:14:58: Und lege die Yogamatte nicht in den Schrank, sondern stelle sie gut sichtbar ins Zimmer, so dass du sie direkt siehst.
00:15:03: Nimmst du sie auch schneller und legst los, Yoga zu machen.
00:15:06: Oder schließe eine neue Gewohnheit an eine bereits bestehende Gewohnheit an.
00:15:10: Nach dem Kaffee am Morgen checkst du offene Zahlung und schreibst Erinnerung.
00:15:14: Oder du schreibst die Idee für ein Artikel auf, den du dann später schreibst.
00:15:18: Oder du machst eine Skizze für ein Bild.
00:15:20: Oder deine To-do-Liste, die du dann priorisierst und dann loslegst.
00:15:23: Wann am Tag ist es am besten, die Gewohnheiten zu implementieren?
00:15:28: Lieber, früher als später.
00:15:30: Du hast noch mehr Kontrolle über deinen Tag.
00:15:32: Und dein Energielevel ist auch in der Regel noch höher.
00:15:35: Aber auch deine Habit-Score-Kart kann dir helfen, die passenden Zeitpunkte für neue Gewohnheiten zu finden, wenn du durchgehst, wo am Tag der beste Zeitpunkt dann ist.
00:15:43: Und reduziere Ablenkung.
00:15:45: Kommen wir zurück zur Gewohnheit mit dem Telefon.
00:15:47: Lege das Telefon in ein ganz anderes Zimmer oder implementiere eine neue Gewohnheit, das Telefon erst um elf Uhr anmachen.
00:15:53: Bei der Etablierung neue Gewohnheiten hilft ein Habit-Tracker.
00:15:56: Denn wenn wir es schaffen, Gewohnheiten beizubehalten, dann motiviert uns dies, weil wir Fortschritt sehen.
00:16:02: Dies kann beispielsweise ein kleines Symbol im Kalender sein.
00:16:05: An jedem Tag, an dem du die Gewohnheit umgesetzt hast.
00:16:08: Oder nimmst dir pro Tag fünf Vertriebsaktivitäten vor und klebst dafür fünf Post-its auf die linke Seite deines Tisches.
00:16:14: Bis zum Abend müssen diese dann auf die rechte Seite gewandert sein.
00:16:18: Dann nächsten Tag wieder zurück und so weiter.
00:16:21: So bleibst du im Flow und du weißt, wenn du diese Vertriebsaktivitäten umsetzt, dann wird der Erfolg kommen.
00:16:27: Am häufigsten steht uns bei der Entwicklung von Gewohnheiten der Drang nach Perfektionismus im Weg.
00:16:31: Oder wir überlegen zu lange, was ist eigentlich jetzt die beste Entscheidung.
00:16:34: Doch dem perfekten Plan?
00:16:36: und die perfekte Entscheidung gibt es nicht.
00:16:38: Loslegen ist besser, als stehen bleiben.
00:16:40: Und wenn es nur im kleinen Schritt ist, eine wichtige Gewohnheit, die wir uns laut James Clear alle nehmen sollten, Zeit zum Nachdenken und zu reflektieren.
00:16:48: Häufig denken wir, dass wir nur hart genug arbeiten müssen, um ein Problem zu lösen oder ein Ziel zu erreichen.
00:16:55: Aber unsere Fähigkeit, hart oder noch härte zu arbeiten, ist begrenzt, zeitlich und körperlich.
00:17:01: Gleichzeitig bist du wie im Hamsterrad gefangen.
00:17:04: Verbringst du also deine Zeit in der bestmöglichen Art und Weise?
00:17:07: Frage dich also, ob du an der richtigen Sache arbeitest und nimm dir Zeit zu reflektieren, worauf du dich als nächstes fokussieren solltest.
00:17:15: Reflektieren hilft uns auch, unsere Gewohnheiten zu überdenken.
00:17:18: Denn auch Gewohnheiten müssen sich ändern, damit sich unser System an neue Ziele anpassen kann.
00:17:25: Doch das ist gar nicht so leicht, Gewohnheiten aufzugeben, die mal gut für uns waren.
00:17:30: Ich habe jetzt viel darüber gesprochen, wie ich neue Gewohnheiten implementiere und wie breche ich mit schlechten Gewohnheiten.
00:17:36: Dafür findest du auch viele Tipps im Buch von James Clear, dass ich dir in den Show Notes verlinke.
00:17:41: Und zum Schluss noch zwei Impulse.
00:17:44: Ziele machen dich nicht erfolgreich und auch nicht glücklich.
00:17:48: Oft wird Glück und Zufriedenheit mit dem Erreichen eines bestimmten Erfolgs verbunden.
00:17:52: Doch dabei kommt nach dem Meilenstein eigentlich der nächste und dann wieder der nächste.
00:17:56: Und damit wird auch zu Friedenheit und Glück auf das Erreichen des nächsten Meilensteins verschoben und stellt sich dann am Ende des Tages einfach nicht ein.
00:18:04: Dabei sind alle wichtigen Dinge im Leben nicht endenwollende Kämpfe, also Fitness, Gesundheit, Erfolg.
00:18:10: Es hört nicht auf, es geht immer weiter.
00:18:12: Ich kann zwar individuelle Ziele erreichen, also zum Beispiel, ich bin ein Marathon gelaufen, ich habe gefastet.
00:18:17: Dieses Jahr war das erfolgreichste.
00:18:19: Doch morgen geht es weiter.
00:18:21: Deshalb ist es wichtig, Glück und Zufriedenheit aus dem Prozess zu ziehen, den Prozess uns kontinuierlich zu verbessern, zu entwickeln.
00:18:30: Doch dabei ist auch eines ganz klar.
00:18:31: Im Leben laufen einige Dinge gut und einige Dinge schlecht.
00:18:35: Du entscheidest, welche Geschichte du erzählst.
00:18:38: Legst du den Fokus auf die Dinge, die nicht geklappt haben oder auf die Dinge, die geklappt haben?
00:18:44: Sich zu beschweren oder zu beklagen, macht schwierige Situationen noch schwieriger.
00:18:49: Also Blicke zum Jahreswechsel, oder seinem anderen beliebigen Punkt zurück und arbeitet die Dinge heraus, die gut waren.
00:18:56: Roger Federer, der vielleicht beste Tennis-Spieler der Welt, hat zwar achtzig Prozent seiner Spiele gewonnen, aber nur knapp über fünfzig Prozent aller Punkte, um die er gespielt hat.
00:19:06: Das heißt, dass er fast jeden zweiten Punkt verloren hat.
00:19:10: Deshalb verlieren gehört dazu.
00:19:12: Konzentration bei jedem Punkt, um den es geht.
00:19:15: Aber wenn der Punkt gewonnen oder verloren gegangen ist, blick nach vorn.
00:19:18: Es geht um den nächsten Punkt.
00:19:20: Und den kann ich nur gewinnen, wenn ich mich von dem Punktverlust nicht runterziehen oder verunsichern lasse.
00:19:27: Bei deinen Projekten wünschen wir dir vom Team bei fürgründer.de viel Erfolg.
00:19:31: Wir stehen dir zur Seite, weil deine Gründung zählt.
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00:19:48: besser gründen von fürgründer.de.
00:19:50: Den Link findest du in Schoenurz.
00:19:52: Schau doch einfach rein.
00:19:53: Vielen Dank, viel Erfolg und bis zum nächsten
00:20:16: Mal.
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