Vemeide diese 7 Fallstricke, die Gründer beim Wachstum stolpern lassen (mit Julia Derndinger #277)

Shownotes

Was unterscheidet gute von sehr guten Unternehmer:innen? Warum sterben viele Startups in Schönheit? Und wieso ist der Gründer oft selbst das größte Problem? Unternehmerin und Sparringspartnerin Julia Derndinger teilt in dieser Episode ihre Erfahrungen und benennt die häufigsten Fehler, die Startups beim Wachsen ausbremsen. ** Das erwartet dich**

  • Die 7 häufigsten Wachstumsbremsen im Überblick
  • Warum fehlende Vision und Werte gefährlich sind
  • Was ein belastbares Geschäftsmodell wirklich braucht
  • Wieso viele Startups am Vertrieb scheitern
  • Wie Gründer ihren Maschinenraum endlich verlassen
  • Weshalb Führung gelernt sein will
  • Was hinter „in Schönheit sterben“ steckt

Key Takeaways

  • Skalieren ohne Product-Market-Channel-Model-Fit führt ins Chaos
  • 50/50-Gründerkonstellationen behindern Entscheidungen
  • Gründer müssen sich aus dem Tagesgeschäft lösen
  • Verkauf ist Chefsache – auch wenn’s wehtut
  • Zu günstiges Personal kostet am Ende mehr
  • Führen heißt: Orientierung geben, Feedback geben, Verantwortung übernehmen
  • Reflektionsfähigkeit ist das entscheidende Merkmal herausragender Unternehmer

Über Julia Derndinger Julia Derndinger ist Seriengründerin, Unternehmerin und gefragte Sparringspartnerin für wachstumsstarke Startups. Sie hat selbst mehrere Unternehmen aufgebaut. Und unterstützt heute mit ihrem „Gründerprogramm“ Unternehmerinnen und Unternehmer dabei, Führungsstärke zu entwickeln, Strukturen aufzubauen und vom Selbständigen zum CEO zu werden. Ihr Ziel: bessere Unternehmer für eine bessere Wirtschaft.

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Ein besonderer Hörtipp: Du willst lieber aus den Fehlern anderer lernen, als sie selbst zu machen? Dann ist dieser Podcast genau das Richtige für dich: Im Podcast „Ungeschönt“ der KfW Bankengruppe sprechen Gründerinnen und Gründer Klartext – persönlich, ehrlich und ungeschminkt: Ungeschönt – der Gründungs-Podcast | KfW.

Transkript anzeigen

00:00:00: Was so die Fallstricke bei den meisten Gründungen, die ich gesehen habe, sind.

00:00:04: und das Erste ist, keine klare Vision, Mission und Werte zu haben.

00:00:08: Das Zweite ist, kein sauberes Geschäftsmodell zu haben, also Product Market Fit zu wenig Fokus auf Vertrieb.

00:00:14: Das passt eigentlich für jeden Gründer.

00:00:16: Zu Juniorich einstellen.

00:00:17: Viertens.

00:00:18: Fünftens.

00:00:18: Der Gründer kann nicht wirklich delegieren und bleibt operativ gefangen und steht meistens selber im Maschinenraum.

00:00:24: Sechstens zu früh skalieren, also bevor Product Market Fit da ist, schon die Strukturen aufzubauen.

00:00:30: und siebtens das Thema Führung, fehlende Führung und Auftragsklärung und auch fehlendes Feedback.

00:00:35: Das sind meine sieben Punkte.

00:00:37: Besser gründen, der Podcast von FürGründer.de.

00:00:41: Und hier ist euer Host und Chefredakteur von FürGründer.de, René Klein.

00:00:46: Vielen Dank fürs Reinhören beim Podcast von FürGründer.de.

00:00:49: Irgendwas läuft nicht so rund, wie wir uns dies wünschen.

00:00:52: Das kennen die meisten Gründer und Gründerinnen aus ihrem Alltag.

00:00:55: Und dann gehen wir auf Ursachenforschung.

00:00:57: Doch wenn wir nicht an den richtigen Stellen suchen, werden wir nur die Symptome behandeln, aber nicht die eigentlichen Ursachen.

00:01:03: Und deshalb ist Julia Derndinger dieser Folge zu Gast.

00:01:06: Sie hat selbst viele Unternehmen aufgebaut und steht seit über zehn Jahren als Sparringspartnerin, Gründern und Unternehmerin bei allen unternehmerischen Entscheidungen zur Seite.

00:01:15: Und so sprechen wir über Fehler, die Ursachen.

00:01:18: Und zum Schluss fällt uns Julia auch, wodurch sich die sehr guten von den guten Unternehmerinnen unterscheiden.

00:01:23: Hallo, Julia.

00:01:24: Hallo René, vielen Dank für die Einladung.

00:01:26: Gerne,

00:01:27: Julia, lass uns direkt rein starten.

00:01:29: Du begleitest ja viele erfolgreiche Unternehmer und Unternehmerinnen, die teilweise auch schon sehr große Unternehmen haben.

00:01:35: Und trotzdem gibt es bestimmt Sachen, die du selbst bei diesen Unternehmern und Unternehmerinnen immer wieder siehst.

00:01:41: In jedem Fall.

00:01:43: René, ich glaube, es fängt damit an, dass ja niemand ein Unternehmen gründet, weil er gerne viele Mitarbeiter haben will, Strukturen und Prozesse haben will, sondern der gemeine Unternehmer ist eigentlich von seiner Idee infiziert.

00:01:55: Und ich glaube so von Idee bis zur Umsetzung, bis er da die PS auf die Straße kriegt, ich sage mal so von der ersten Idee.

00:02:02: bis er dann live ist, vergeht ein Jahr und dann braucht er noch ein weiteres Jahr, um alles anzupassen, was er vom Markt gelernt hat.

00:02:08: Und das ist, glaube ich, ein natürlicher Konflikt, der da kommt.

00:02:11: Der Gründer möchte den ganzen Tag an seine Idee arbeiten und braucht dann andere Leute dazu.

00:02:17: Und da fangen eigentlich die Probleme an.

00:02:19: Wie finde ich die richtigen Leute?

00:02:20: Wie enable ich sie?

00:02:21: Weil eigentlich möchte ich mich am liebsten die ganze Zeit mit der Produktentwicklung beschäftigen oder meinen Problem lösen.

00:02:27: Und da kommen so die ersten, wenn Menschen aufeinander treffen, Missverständigen.

00:02:32: Falsche Entscheidungen, dann braucht er vielleicht auch noch Geld, muss Investoren überzeugen.

00:02:38: Also ich glaube, das sind so die typischen Fallstricker auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmer.

00:02:43: Leute finden, Geld finden.

00:02:45: Und auch zu verstehen, dass die anderen, die mitmachen, anders sind als ich.

00:02:49: Weil wenn alle gleich sind wie ich, dann ergänzen sie mich nicht gut.

00:02:52: Und das führt schnell zur Reibung.

00:02:55: Und das kann auch hier und da zur Überforderung führen.

00:02:58: Mhm.

00:02:58: Was ist denn vielleicht ein Beispiel?

00:03:00: Du warst ja auch schon häufiger Gründerin und hast Unternehmen mit aufgebaut.

00:03:05: Wo ist denn bei dir auf dieser Reise vielleicht mal was verrutscht in Anführungsstrichen?

00:03:10: Ja, also wenn ich ganz ehrlich zu mir selber bin, dann würde ich sagen, ging das Dilemma eigentlich schon immer mit der Auswahl meiner Co-Founder einher, weil ich vielleicht aus den falschen Gründen die falschen Menschen ausgesucht habe.

00:03:24: Ich muss aber auch sagen, ohne die Menschen hätte ich jeweils nicht gegründet.

00:03:27: Also erst jetzt, nach zwanzig Jahren Unternehmerin sein, habe ich das erste Mal eigentlich was gegründet, ganz alleine.

00:03:34: Ich habe mir Hilfe dazu geholt, die ich aber bezahle, die kein Co-Found auf Augenhöhe ist.

00:03:39: Und ich glaube, viele der Probleme, die ich in den zehn oder zwanzig Jahren davor hatte, kamen aus den Konstellationen, dass die Menschen, mit denen ich es gemacht hatte, andere Werte hatten, andere Dinge, die ihnen wichtig waren.

00:03:51: Und das hat doch viel Reibung hat, da immer in die richtige Richtung zu kommen.

00:03:56: Dann nutzt du aber jetzt dann die Gelegenheit, was würdest du denn rückblickend für die Auswahl der passenden Co-Founder aus deiner Erfahrung nach ableiten?

00:04:06: Ich glaube, ich würde noch mehr über Werte sprechen, auch wenn sich das immer so ein bisschen esoterisch anhört, aber die Konflikte sind tatsächlich dann aus unterschiedlichen Werten entstanden.

00:04:16: Ich war immer sehr Ihre Getrieben nennt man das, also wenn ich dir mein Wort gebe, dass ich ja heute um elf Uhr sitze, dann sitze ich ja um elf.

00:04:25: Und ich hatte mal Kufaune, die sagen, nee, Kunde kommt, droht mit Auftrag.

00:04:29: Das ist wichtiger als der Termin mit René, schiebt den noch mal.

00:04:32: Und das ist was, was ich in meinem Wertesystem nicht gut kann.

00:04:36: Ich bin da nicht so zweckorientiert.

00:04:38: Beides hat eine Existenzberechtigung.

00:04:40: Ich sag nicht, meine Werte sind besser, aber sie sind anders.

00:04:43: Darüber sind viele Konflikte entstanden.

00:04:45: Genauso ist für mich wichtig, eine Rechnung pünktlich zu zahlen, wertschätzend zu sein.

00:04:50: Das klappt nicht immer im Start-up.

00:04:52: Da kann man sich dann schon im Gründerteam in der Diskussion, wie wollen wir jetzt mit anderen Menschen umgehen?

00:04:59: Und ich glaube, was ich auch nicht noch mal machen würde, und das ist eine sehr unpopuläre Meinung dieses Fifty-Fifty.

00:05:05: Dieses ganz gleichberechtigt auf Augenhöhe, wir treffen alles gemeinsam, ist natürlich die perfekte Welt, hält aber auch ihre auf.

00:05:13: Und ich würde so weit gehen, dass, wenn ich mit jemandem Gründe, der in dem Thema mehr Erfahrung hat oder für das Thema mehr steht, dass ich ihm die entscheidende Stimme geben würde, nur um schneller und besser entscheiden zu können.

00:05:26: Ja, das ist ein spannendes Thema.

00:05:27: Wir hatten vor einiger Zeit den Thomas Yenisch, einer der Mitgründer von Mein Boschi im Podcast.

00:05:33: Der hat auch klar empfohlen keine Fünfzig-Fünfzig-Sachen unter den Gründern, weil einer muss ein Zweifel am Ende den Hut aufhaben und sonst kann das dann nämlich in einer Patsituation führen, die eben für das Unternehmen dann auch nicht hilfreich ist.

00:05:46: Also, wenn ich Gründer begleite, sage ich in der Regel, ihr müsst klären, wie im Zweifel Entscheidungen getroffen werden.

00:05:51: Das muss nicht einundfünfzig, neunvierzig sein.

00:05:53: Das kann auch sein, man entscheidet, es gibt einen Beirat oder irgendwas.

00:05:56: Wenn man das dann jede Woche braucht, hat man ein anderes Problem.

00:05:59: Aber das Unternehmen muss handlungsfähig sein.

00:06:01: Und tatsächlich hab ich identifiziert, dass für mich alleine Gründen total toll ist.

00:06:07: Aber dann muss ich halt das Geld irgendwo verdienen, um jemanden anders zu bezahlen und zu incentivieren.

00:06:12: Und dann kann ich mir aber in jeder Phase halt auch einen anderen Partner suchen.

00:06:17: Ein Satz, der mir aus unserem Vorgespräch noch hängen geblieben ist, aus seiner Beobachtung von Gründern und Gründeren ist.

00:06:24: die meisten sterben in Schönhakt.

00:06:26: Was beobachtest du denn da und wie sterben sie denn in Schönheit?

00:06:30: Das ist natürlich wieder was, was ich so mal eben rausgehauen habe und jetzt mit leben muss, aber grundsätzlich würde ich das auch unterschreiben.

00:06:36: Es ist natürlich so, Viele Gründer sind absolut produktbegeistert und wollen das schönste und beste Produkt machen.

00:06:44: Und wollen in gar keinen Fall mit einer hässlichen Webseite online gehen.

00:06:47: Und sterben dann in Schönheit, die Seite perfekt zu machen, alle Funktionalitäten.

00:06:52: Und es gibt diesen alten Spruch, wenn du dich ein bisschen schämst für das, was du online gestellt hast, dann ist es genau richtig.

00:06:57: Weil, was ich eben auch schon so gesagt hab, das erste Jahr, du entwickelst ein Produkt, du gehst damit online.

00:07:03: Und ich sag ganz vielen Kunden, die Website, mit der du jetzt online gehst, nicht mehr gut und dann brauchst du eine neue.

00:07:09: Weil du viel mehr gelernt hast und deswegen Mut zur Hässlichkeit und zu halbfertig.

00:07:15: Du musst ja auch nicht mit dem hässlichen Produkt gleich zu deinem Traumkunden gehen, sondern du kannst ja erst mal mit fünf B-Kunden anfangen und nach Feedback fragen, damit du es dann richtig gut hast, wenn du mit deinem Wunschkunden sprichst.

00:07:26: Und ja, vielleicht als Gegensatz, Mut zur Hässlichkeit, Mut zum Unfertigsein, einfach mal rausgehen und sich Feedback abholen.

00:07:37: Wer glaube ich das, was ich Gründen dann mitgeben wollen würde?

00:07:40: Ein Mut zur Lücke, dann eben auch, manchmal.

00:07:42: Dann lass uns auf die sieben häufigsten Themen kommen, die du mitgebracht hast, die quasi den Grundstein dafür legen, dass wir vielleicht in ein paar Monaten, ein paar Jahren eben genau dieses Thema haben.

00:07:56: Irgendwas läuft nicht so ganz rund im Unternehmen.

00:07:58: Das hat ja oft was damit zu tun, was wir vor ... einen gewissen Zeit getan haben und was wir da angelegt haben.

00:08:04: Also nichts kommt einfach so.

00:08:06: Bevor wir die Punkte einzeln durchgehen, gibt uns doch einen kurzen Überblick, was die sieben... Themen sind, die wir uns gleich anschauen werden.

00:08:12: Alles klar.

00:08:13: Ich habe mir im Vorfeld noch mal die sieben Punkte überlegt, was die Fallstricke bei den meisten Gründungen, die ich gesehen habe, sind.

00:08:19: Und ich würde das jetzt einmal vorab aufzählen.

00:08:22: Das Erste ist, keine klare Vision, Mission und Werte zu haben.

00:08:27: Das Zweite ist, kein sauberes Geschäftsmodell zu haben.

00:08:30: Also Product Market Fit, aber gehe ich auch noch ein bisschen tiefer drauf ein.

00:08:34: Zu wenig Fokus auf Vertrieb.

00:08:36: Das passt eigentlich für jeden Gründer.

00:08:38: zu juniorisch einstellen.

00:08:39: Viertens.

00:08:40: Fünftens.

00:08:41: Der Gründer kann nicht wirklich delegieren und bleibt operativ gefangen und steht meistens selber im Maschinenraum.

00:08:47: Sechstens zu früh skalieren.

00:08:50: Also bevor Product Market wird da, ist schon die Strukturen aufzubauen.

00:08:54: Und siebtens das Thema Führung, fehlende Führung und Auftragsklärung und auch fehlendes Feedback.

00:08:59: Das sind meine sieben Punkte.

00:09:01: Ja, womit geht es los?

00:09:02: Was wäre das erste Thema?

00:09:04: Gut.

00:09:05: Also, genau.

00:09:06: Ich hab nach unserem Vorgespräch mich noch mal hingesetzt und überlegt, was sind so die sieben Fallstricke, Fehler, Probleme, wo man hingucken darf.

00:09:13: Und wir besprechen das jetzt hier damit jemand in der Vorbereitung, dass vielleicht vermeiden kann oder jemand, der schon weiter ist.

00:09:19: Ich frag dann, ob ich diese Hausaufgaben eigentlich gemacht.

00:09:22: Und es ist wirklich so, wenn ich mal mit dem ersten Anfang keine klare Vision, Mission und Werte.

00:09:28: Und ich bin jetzt ja kein klassischer Coach, ich hab keine Coaching-Ausbildung.

00:09:32: Und ich bin bestimmt niemand, der Lust hat, siebzehn Workshops zu machen, zu all diesen ... Manchmal nenne ich das sogar esoterischen Dingen.

00:09:39: Aber dass ich das hier auf Platz einsetze, macht es deutlich, warum wir das brauchen.

00:09:44: Ich erlebe selbst Kunden, die zu mir in meinem Retainer kommen, die fünf Millionen Umsatz haben, aber das noch nicht beantwortet haben.

00:09:51: Und deswegen kurz erklärt, Vision heißt, wo will ich mit dem Unternehmen hin?

00:09:56: Und Mission ist, was erfülle ich eigentlich mit meinem Unternehmen für einen Zweck.

00:10:01: Und wenn das nicht klar ist, dann kann ich auch nicht erwarten, dass jemand für mich arbeitet.

00:10:07: Ich brauche diese Orientierung.

00:10:09: Und um das ganz einfach zu machen, ich hole dich nachher mit dem Auto ab.

00:10:12: Und wenn wir nicht klären, ob ich nach München oder Frankfurt will, dann weiß ich nicht, auf welcher Autobahn ich will.

00:10:18: Und die Vision ist, die soll so groß sein, dass sie dich motiviert, dahin zu gehen.

00:10:23: Also, meine Vision ist, in zehn Jahren arbeiten jährlich Zehntausend Unternehmer mit meinen Produkten um ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen.

00:10:33: Zehntausend kann ich alleine überhaupt nicht bespielen und kann ich wahrscheinlich auch mit meinem Gründerprogramm nicht bespielen.

00:10:39: Aber ich glaube, in jedem deutschen Bundesland sollte es Team Julia geben, damit du als Unternehmer besser wirst, damit du in deiner Rolle besser wirst.

00:10:47: Und ob ich jemals die Zehntausend erreiche, weiß ich nicht, aber es hilft jedem, der mit mir arbeitet.

00:10:53: Wenn die Frage ist, machen wir jetzt ein kleines, feines Programm und werden jedes Jahr Zehntausend Euro teurer?

00:10:59: oder wollen wir viele Leute erreichen, hilft das eine Entscheidung zu treffen.

00:11:03: Und die Werte, ich habe Gründer, die Eins, zwei, drei Jahre arbeiten, die einen Co-Found haben, die aber diese Werte nicht geklärt haben.

00:11:11: Und der eine sagt Menschlichkeit und der andere sagt Fairness.

00:11:14: Und das ist nicht das Gleiche.

00:11:16: Und wir müssen vorgeben, wie wir entscheiden.

00:11:18: Einer meiner Werte ist Transparenz.

00:11:21: Und manchmal denke ich auch, sollte ich das jetzt meiner Mitarbeiterin transparent machen, was der Freelancer hier verdient.

00:11:28: Aber wenn ich nicht transparent bin, dann fange ich an, nicht alle Informationen zu ihr zu geben.

00:11:33: Dann kann sie nicht entscheiden, ist der das Geld, Et cetera.

00:11:37: Und selbst wenn es weht, sage ich mir wieder, okay, Transparenz ist mein Wert, ich muss da jetzt durch und ich muss dir dann auch helfen, das einzuordnen, dass der vielleicht ein bisschen mehr kriegt als sie, aber dafür ja auch keinen Urlaub, keine Krankheit, kein irgendwas kriegt und auch keinen Kündigungsschutz.

00:11:51: Und deswegen ist das vielleicht, okay, siebzig, achtzig, neunzig Euro die Stunde zu zahlen, was mit dem normalen Gehalt sich nicht vergleichen lässt.

00:11:59: Und dem Moment, wo ich in meinen Werten klar bin und die auch transparent erkläre, kann auch eine andere Person so entscheiden, wie Julia entscheiden würde.

00:12:08: Und deswegen brauchen wir das als Orientierung und Leitplanken.

00:12:12: Und witzigerweise ja wirklich Leute mit Millionen Umsätze, die zu mir kommen und da sag ich, wo willst du denn hin?

00:12:17: Und dann sagen sie ja mit unserem neuen Produkt fünf Testkunden.

00:12:21: Da sag ich ja, aber das trägt dich ja nur sechs Monate, wo willst du denn hin?

00:12:25: Und dann ist Schweigen im Wald.

00:12:27: Und dann kann ich nicht die richtigen Leute rekrutieren, dann kann ich nicht begeistern, kann ich nicht Investoren überzeugen.

00:12:32: Und das Witzige ist manchmal gelingt sogar, Investoren zu überzeugen.

00:12:35: Und ich habe aber diese Marschrichtung nicht.

00:12:38: Und deswegen glaube ich, das ist Grundlagenarbeit, das beantworten zu können.

00:12:44: Eine kurze Rückfrage zu den Werten.

00:12:45: Weil da gibt es ja ganz viele, ein paar hast du exemplarisch schon genannt.

00:12:49: Gibt es aus deiner Sicht Werte, die jedes Unternehmen grundsätzlich haben sollte oder ist jeder Unternehmer, jede Unternehmerin frei darin, die Werte, die in jedem Unternehmen, in seinem Unternehmen gelten sollten, selber zu bestimmen.

00:13:07: Okay, also ich glaube, es gibt nicht den einen Wert, den jeden Unternehmer haben müsste.

00:13:12: Wenn man nachher dazu kommt, was die Guten von den herausragenden unterscheidet, dann gibt es vielleicht Eigenschaften.

00:13:17: Aber das Problem mit den Werten ist, du fängst an erst mal als Gründerteam, dir deine individuellen Werte zu überlegen und dann guckst du nach einer Schnittmenge.

00:13:26: Und das, was viele Start-ups machen, die er arbeiten, das im Führungskreis mit Mitarbeitenden und kleben was an die Wand und die werden aber nicht gelebt.

00:13:34: Und damit es authentisch ist, müssen es deine Werte sein.

00:13:37: Und wenn wir beide zusammen gründen und mein Wert ist Pünktlichkeit und Verbindlichkeit und du bist aber visionär und kommst immer zu spät, dann ist das nicht unser Vorm Wert.

00:13:45: Dann ist das mein Wert und dann ist das auch unser Konfliktpotenzial.

00:13:49: Aber ich kann als Wert nur identifizieren, was ich auch lebe.

00:13:53: Und deswegen, wenn du das nicht lebst, kann ich dir fünfmal sagen, das muss da rein.

00:13:56: Für mich ist, um ein Beispiel zu nennen, für mich ist unabdingbar Learning Grow.

00:14:01: Also, ich glaube, auch die meisten Gründer haben das intrinsisch, dass sie wachsen wollen, dass sie wissbegierig sind, etc.

00:14:08: Und für mich passt niemand in mein Unternehmen, den ich Learning Grow lebt.

00:14:11: Aber das kannst du auf unterschiedlicher Art und Weise leben.

00:14:13: Du machst das mit deinem Podcast, du darfst ständig Leuten ein Loch im Bauch fragen, andere lesen Bücher oder gehen auf Konferenzen.

00:14:20: Aber wissbegierter, muss der Antreiber sein meiner Meinung nach, wenn man in einem jungen Unternehmen arbeitet.

00:14:27: Gut,

00:14:28: dann lass uns zum zweiten Punkt kommen.

00:14:30: Ja, Nummer zwei ist kein sauberes Geschäftsmodell.

00:14:33: Und ich glaube, da sehen wir gerade hier in Berlin viel.

00:14:36: Es gelingt vielen auch noch erstes Geld einzusammeln, eine Idee zu validieren.

00:14:41: Und eine Idee alleine ist noch kein Geschäftsmodell.

00:14:44: Ich muss mich auch fragen, wie verdiene ich damit Geld?

00:14:47: Ich glaube, wenn ich ein ganz großes Problem löse, dann gibt es in der Regel auch eine Zahlungsbereitschaft.

00:14:52: Aber diese Frage nach dem Geschäftsmodell, die wird mir manchmal zu spät gestellt.

00:14:58: Also es reicht nicht, eine gute Sache zu machen und ein Problem zu lösen, sondern ich muss auch ein Geschäftsmodell finden.

00:15:05: Und da haben wir gerade in den letzten Jahren, also während Software ja früher auf eine ... Floppy-Disc oder eine CD gebrannt wurde und du kannst die in so einem Buch im Media Markt kaufen, so MS-Office, gibt's halt heute Subscription-Modelle.

00:15:17: Also viele Dinge, die man früher für einmalig ein-zwarhundert Euro kaufen konnte, kosten jetzt zehn, zwanzig, dreißig Euro im Monat.

00:15:25: Und also fragt dich nicht nur, welches Problem du löst, sondern wie kann auch Geld verdient werden.

00:15:30: Und glaube in der Gründerszene und Text, da wird immer von Product Market Fit gesprochen.

00:15:35: Ich glaube, wir brauchen noch mehr.

00:15:37: Das machen wir auch in meinem Gründer.

00:15:39: Wir brauchen Product, Market, Channel und Model Fits.

00:15:43: Das heißt, mit Channel meine ich, ich brauche einen Kanal, den ich systematisch bespielen kann.

00:15:49: Also, wenn ich das tollste Gründerprogramm auf Erden habe, ich aber nicht systematisch Kunden darein akquiriert kriege, werde ich auch nicht überleben.

00:15:56: Das kann ein tolles Produkt sein und die Zehen, die schon drin waren, sagen, super hat meine Welt verändert.

00:16:01: Wenn aber keine Nachkommen nächstes Jahr, dann habe ich ein Problem.

00:16:05: Also ich brauche ein Kanal, wo ich für einen plausiblen Preis Kunden akquirieren kann.

00:16:10: Und wenn Julia nur aus ihrem Adressbuch immer jedes Jahr fünf Leute fragt und das Adressbuch ist irgendwann leer, dann ist es kein Geschäftsmodell.

00:16:18: Und das vierte ist die Bezahlweise.

00:16:21: Ein Beispiel, was ich immer bringe, ich mache eine App, die macht dich schlank und schön und gesund.

00:16:26: Aber in Deutschland sind die Menschen nicht gewohnt, neun neunzig Euro von der App im Monat zu bezahlen.

00:16:30: Also App hört irgendwie so bei fünf oder zehn Euro auf und für Gesundheit will ich sowieso nicht bezahlen und irgendwas.

00:16:36: Schaffe ich das aber, dass die Krankenkasse das kostenlos zur Verfügung stellt und die neun neunzig Euro zahlt?

00:16:42: Dann habe ich ein Modell, was funktioniert.

00:16:44: Und insofern glaube ich, brauchen wir Product, Market, Channel und Modelfit.

00:16:48: Und wenn ich das habe ... dann kann ich auch unbegrenzt Geldaufsage aufnehmen für Wachstum.

00:16:53: Wenn ich einem Investor sagen kann, gib mir eine Million, damit akquiriere ich hunderttausend weitere Nutzer.

00:17:00: Gar kein Problem.

00:17:02: Ja, ich glaube, da vielleicht nochmal zwei Themen rausgegriffen.

00:17:05: Weil du hattest das ja vorhin auch gesagt, viele entwickeln ihr Produkt und sind da total verliebt drin und denken, das muss noch dazu dieses Feature und jenes vergessen, aber häufig sehr, sehr früh mit möglichen Kunden zu sprechen.

00:17:18: über dieses Produkt.

00:17:19: Ja.

00:17:20: Also, für mich gehört das Vorgründung noch, bevor ich eigentlich zum Notar gehe und die UG gründer, ich habe vor, was ist jetzt wahrscheinlich, auch schon zwanzig Jahre her, ich hab mit einem Pappkarton, wo Handyanhänger drauf waren, stand ich in Düsseldorf in der Fußgängerzone, war dann so ein kleiner SpongeBob, Winnie the Po, etc.

00:17:41: und hab Leute gefragt, guck mal, weißt du, was das ist?

00:17:45: Wie findest du das?

00:17:46: Würdest du das kaufen?

00:17:48: Was würdest du dafür bezahlen?

00:17:49: Und da kam raus, die wollen keine Blümchen, keine Kleblätter, Kleine Irlenweisse, die wollten alle Winnie the Pooh.

00:17:55: Und nicht, weil sie meinten, sie brauchen ein Handy-Anhänger oder einen J-Straps, weil die wussten gar nicht, was das ist.

00:18:00: Aber Winnie the Pooh kannten sie, fanden sie sympathisch.

00:18:03: Und daraus hab ich meine Strategie entwickelt, meine Marke J-Straps mit Karton-Lizenzen positiv aufzuladen.

00:18:09: Ich hatte kein Geld für irgendwelche großen Marketingkampagnen.

00:18:14: Sondern ich hab da so Lizenz-Steels gemacht, dass ich als einziger Anbieter Markenprodukte machen konnte.

00:18:20: Und das ist das, was mir den Wettbewerbsvorteil gebracht hat.

00:18:24: Nachhaltig.

00:18:25: Und das hat dafür gesorgt.

00:18:27: Natürlich wollten meine Distributeure lieber selber ihre eigenen Ware in den Medienmarkt hängen.

00:18:32: Aber sie mussten meine Produkte kaufen, wenn sie ein Markenprodukt wollten.

00:18:35: Und das hab ich nur dadurch rausbekommen, dass ich noch Vorgründung mit potenziellen Kunden gesprochen hab.

00:18:42: Und der zweite Punkt, den du da auch angeführt hast, was kostet mich quasi ein Kunde?

00:18:47: Das ist ja auch etwas, was noch nicht mal bis zum Markt starten, auch weiter rüber hinaus für viele im Prinzip so eine Blackbox ist.

00:18:55: Klar, im Businessplan wird irgendwas reingeschrieben, aber was kostet es, mich tatsächlich einen neuen Kunden zu akquirieren?

00:19:02: Das ist nämlich gar nicht so einfach zu kalkulieren.

00:19:04: Was kostet ein Kunde und kann ich die in beliebiger Menge akquirieren, wenn ich das Budget habe?

00:19:10: Und wenn ich den Kanal nicht gefunden habe, dann ist die Antwort nein.

00:19:14: Und das ist natürlich gerade in kleineren Geschäftsmodellen.

00:19:17: Also, wenn ich jetzt meinen Beratungs-Business angucke, ich kann mir angucken, wo kaum die Kunden her.

00:19:21: Aber da ist noch so viel Faktor Zufall.

00:19:23: Das ist ja noch überhaupt nicht im Scale.

00:19:26: Aber das ist vielleicht auch, wenn ich jetzt schon springen darf, zu meinem dritten Punkt, ist es das Thema Vertrieb.

00:19:31: Und ich glaube, Punkt drei ist das, Der gemeine Gründer sich zu wenig mit Vertrieb beschäftigt, weil Vertrieb ist ja unangenehm.

00:19:39: Also niemand möchte Vertrieb machen, also ein paar Ausnahmen.

00:19:41: Aber alle wollen lieber ein schönes Produkt bauen.

00:19:44: Und das sehe ich gerade bei den Gründern, mit denen ich in meinem Gründerprogramm arbeite, die sind so zwischen einer halben Million und einer Million.

00:19:52: Die wissen kaum, wo die Kunden herkommen.

00:19:54: Und sie wissen auch nicht, wie sie mehr davon kriegen können.

00:19:56: Und die meisten zwing ich eigentlich erst mal, sich die nächsten Wochen und Monate eine Stunde am Tag um vertrieb zu kümmern.

00:20:03: Das ist ja nix.

00:20:04: Aber als Gründer hast du auch noch viele andere Aufgaben bei eine Stunde.

00:20:06: Und das Erste ist, ich muss mal eine Liste machen.

00:20:09: Da muss man ein bisschen zwischen digitalen Geschäftsmodellen unterscheiden, wo man vielleicht Kampagnen macht oder so.

00:20:14: Aber wenn du eine Agentur hast oder Beratung machst oder selbst ich hab Kunden, die machen so Software, für Maschinen, das ist im Endeffekt SARS, aber die Tickets heißen in fünfzig, sechzigtausend Euro im Jahr.

00:20:27: Das funktioniert nicht über eine Performance-Marketing-Kampagne.

00:20:29: Da musst du deinen Hintern rausbewegen und vertrieb machen.

00:20:33: Und damit du das machen kannst, ist das erste und der heilige Graal, ich nenn's immer, eine Liste.

00:20:38: Bei mir ist es eine Excel-Liste.

00:20:39: Natürlich kann ich Hubsport oder Pipe Drive einführen.

00:20:42: Wenn ich aber nicht weiß, wer auf der Liste draufsteht, brauche ich kein CRM-System.

00:20:45: Die erste Aufgabe ist, wär's mein Zielkunde und mache eine Liste.

00:20:48: Und da müssen jeden Tag fünf neue Namen drauf.

00:20:51: Und wenn ich diese Liste nicht habe, kann ich sie nicht bearbeiten.

00:20:54: Und bei meinen Handy-Anhängern war das damals meine Liste.

00:20:57: Und dann habe ich mir einen Outlook.

00:20:58: jeden Morgen pockte auf.

00:21:00: O-Too-Anrufen, Ducktelecom-Anrufen, Vodafone-Anrufen.

00:21:04: Und ich habe es gehasst.

00:21:05: Aber wie hätte ich sonst Zehntausend Outlets geschafft?

00:21:08: Das immer wieder.

00:21:10: Und mein tollstes Erfolgserlebnis war, irgendwann auf der CBIT kam der Chef-Einkäufer für Zubehör von Otu und sagte Julia, du nachst mich jetzt seit zwei Jahren, wir bestellen jetzt was, das hier ist mein Distributor, der löst die Order auf, aber wir zusammen entscheiden, was wir da in Laden hängen.

00:21:26: Und das will keiner machen und das würde ich gern jedem Gründer sagen, bevor du da zum Notarenz und eine UG und das ist alles so sexy und wir sieten Karten und Büro, vergiss es, bewegt dein Arsch da raus und macht Verkauf.

00:21:39: Und wenn du das nicht bereit bist zu machen und als Gründer nicht kannst, dann wirst du auch in Schönheit sterben.

00:21:45: Also es gibt manchmal so Ausnahmen, wenn du ein forschendes Pharmaunternehmen bist und du bist jetzt der Wissenschaftler, der die Formel gegen Krebs erfunden hat, dann erwarte ich nicht von dir, dass du das auch noch verkaufen kannst.

00:21:55: Aber in allen anderen Use-Cases wirst du scheitern, wenn du nicht verkaufen kannst oder einen Co-Founder hast, der verkaufen kannst.

00:22:03: an Mitarbeiter verkaufen, an die Bank verkaufen, an die Presse verkaufen.

00:22:07: Wenn ich jetzt zu dir sagen würde, nee, podcast mag ich nicht und ich will mich nicht zeigen.

00:22:12: Aber vielleicht willst du mein Kunde werden.

00:22:14: Klappt nicht.

00:22:15: Wir müssen unser Gesicht daraus halten und wir müssen die Arbeit tun und wir müssen uns auch Nailens abholen.

00:22:20: Dann müssen wir bei den Nailens verstehen, ob der Kunde wirklich nicht passend ist oder nicht verstanden hat, dass ich eins seiner Probleme lösen kann.

00:22:28: Das ist mein dritter Punkt, ohne Vertrieb bist du tot.

00:22:32: Und natürlich bei Online-Geschäftsmodellen kannst du das mit Kampagnen testen und irgendwas.

00:22:37: Und kannst das mastern, aber in allen, was BtoB so ein bisschen größer ist, musst du auch mit Kunden reden können.

00:22:45: Ja,

00:22:46: auch selbst im normalen Einzelhandelsgeschäft.

00:22:50: Kannst natürlich dich hinter die Kasse stellen, die Leute kommen rein, du hoffst, dass sie das Richtige auswählen.

00:22:56: Oft gehen die meisten Leute aber einfach wieder raus, weil sie auch nicht angesprochen wurden.

00:23:00: Ich glaube, es ist überall ... Und

00:23:02: ich glaub, der Handel macht das da gerade fair.

00:23:04: Ich geh in so ein Laden rein, ich sag immer, guten Tag, und dann kommen die da immer angelungert und laufen hinter mir her.

00:23:09: Und wenn ich was angefasst hab, rücken sie es wieder gerade.

00:23:12: Das halt auch nicht, wie es geht.

00:23:14: Meine Schwester hat lange im Einzelhandel gearbeitet.

00:23:16: Wenn ich da anrufe, ich wusste nie, ob sie dran ist oder ihr Team, weil alle so gesäuselt haben.

00:23:21: Willkommen bei ... Was kann ich denn für sie tun?

00:23:24: Und sie hat von ... die höchsten Umsätze gehabt, because she cares.

00:23:28: Sie hatte Lust und Freude zu beraten.

00:23:31: Und wenn einer sich was angeguckt hat, hat sie gesagt, da gibt's auch noch eine Salatschüssel zu und ein Vorlagebesteck und irgendwas, darf ich's ihnen zurückstellen.

00:23:37: Es ist so einfach, aber wir müssen uns für Menschen interessieren.

00:23:41: Ich glaube auch nicht, dass wir Leuten Zeug verkaufen sollten, was sie nicht brauchen, was ihr Problem nicht löst.

00:23:46: Also ich habe immer wieder, und vielleicht das noch zum Vertrieb, das Allerwichtigste ist Disqualifizierung.

00:23:51: Die Leute zeigen mir dann, ich hab noch siebzehn Kunden in der Pipeline, das sag ich ja, die und die gleichen sind nach sechs Monaten immer noch drin, weil es ist hart, eine leere Pipeline anzugucken.

00:24:00: Aber ich versuche immer wieder, wenn ich für meinen Gründerprogramm Interview zu disqualifizieren, wenn jemand nicht groß genug ist, wenn der kein Team hat, wenn der den Umsatz nicht hat, dann kann er es nicht bezahlen, selbst wenn er möchte.

00:24:12: Und wenn er noch im Maschinenraum steht und alle Leistungsabbringungen selber macht, dann hat er keine Zeit, zweimal im Monat in meiner Session zu sitzen.

00:24:20: Und dann sage ich, danke, kommen sechs Monaten wieder.

00:24:22: Und häufig erlebe ich, dass sie sich dann irgendwann was anderes kaufen, vielleicht passt das auch, aber zu meinem Produkt passt es nicht und das finde ich wichtig, dass wir da auch ehrlich sind und dass wir denen die Potenzial haben, genau das verkaufen, was sie brauchen und da auch nicht schüchtern sind, aber da muss nicht passt auch sagen, danke, ich glaube das passt nicht.

00:24:40: Ja und einen Punkt noch bei deinem Thema Nein abholen, da, also selbst da kann man ja was lernen und im Prinzip immer nachfragen, okay warum hat es nicht gepasst, was es vielleicht dann dann das Feedback auch zu dem Produkt, was ich versucht habe, zu veräußern.

00:24:54: Also dann nicht ein Zweifel schnell aufzulegen und sagen, Obert, glücklicherweise hat er jetzt nein gesagt, dann kann ich ihn abhaken, sondern auch da einfach mal Feedback einzuholen.

00:25:02: Also auch da dann was dazu zu lernen, auch wenn es erstmal nein ist, das kann uns dann nämlich beim nächsten Jahr helfen.

00:25:07: Und

00:25:08: das auch zu tracken?

00:25:09: Also ich erlebe das natürlich selber, dass jemand sagt, er hat kein Geld.

00:25:13: Ich glaube, kein Geld ist eine Ausrede.

00:25:15: Also wenn du keinen Job hast und keine Kunden, dann glaube ich dir, du hast kein Geld.

00:25:19: Aber wenn ich dir was zu bieten habe, mein Gründerprogramm kostet tausend Euro.

00:25:22: Und wenn ich dir damit tausend zweihundert Euro bringe.

00:25:25: dann solltest du es machen.

00:25:26: Und wenn du dann sagst, ich habe kein Geld, dann ist das eine Ausrede.

00:25:30: Und ich muss ehrlich sagen, ich habe mich entschieden, dann jemand auch nicht vom Gegenteil zu überzeugen, weil ich nur mit Leuten arbeiten will, die intrinsisch motiviert sind und heißt, darauf sind besser zu werden.

00:25:40: Aber kein Geld ist eine Ausrede.

00:25:42: Schau dir die ganzen Teenager an, die haben iPhones für vierstellige Beträge.

00:25:47: Und jetzt nicht falsch, es gibt wirklich Menschen, die kein Geld haben.

00:25:49: Aber Leute treffen Kaufentscheidungen und wenn ihnen ein iPhone wichtiger ist als mein Produkt, dann bin ich nicht relevant genug.

00:25:56: Dann ist das, ich habe kein Geld einer Ausrede.

00:25:59: Wenn du sagst, du hast kein Geld für eine gesunde Ernährung oder für Schulbücher oder irgendwas, du hast aber ein iPhone, dann ist das eine Ausrede.

00:26:06: Und dann kann ich mir überlegen, ob ich ihn überzeugen will oder ob ich da loslassen will.

00:26:10: Da ich ein Coaching-Produkt anbiete, hab ich keinen Bock, jemanden zu überzeugen.

00:26:13: Das ist selbst bei meinem Retainer-Modell so.

00:26:16: Ich mache gerne mit dir ein Erstgespräch.

00:26:18: Und dann sag ich so, das ist das, was ich anbiete.

00:26:20: Wenn du so weit bist, meldest du dich.

00:26:22: Natürlich weiß ich, wie Vertrieb geht und dass ich da noch dreimal nachfassen könnte, hab ich keine Lust.

00:26:29: von der KfW-Bankengruppe.

00:26:31: Ob sie gründen oder in ein bestehendes Unternehmen einsteigen, Fördermittel der KfW erleichtern ihnen die Existenzgründung und ihre ersten Jahre der Selbstständigkeit.

00:26:40: Finden sie die passende Förderung und lassen sie sich von anderen Vollblutunternehmerinnen und Unternehmern inspirieren.

00:26:46: Unter kfw.de-slash-gründen und kfw.de-slash-Nachfolge.

00:26:51: Alle wichtigen Infos dazu finden sich auch in den Shownotes dieser Folge.

00:26:57: Ja, lass uns zum nächsten Punkt kommen.

00:26:59: Ja, Nummer vier.

00:27:01: Was ich immer wieder sehe, zu Juniorich einzustellen.

00:27:05: Seien wir mal ehrlich, du fängst an zu gründen.

00:27:07: Klassische Gründung, zwei Co-Founder, Fifty-Fifty am Küchentisch zu Hause, kein Geld für ein Büro und nichts.

00:27:13: Wir sind deine ersten Einstellungen.

00:27:15: Die Schwester, der Freundin vom Nachbarn, der Schulfreund, der Kumpel, der irgendwas.

00:27:19: Wir stellen die Leute ein, die bereit sind, für sehr wenig Geld für uns zu arbeiten und die Vision mitzutragen.

00:27:25: Die Bock haben, was Gutes zu machen, die mich gut finden, die das Produkt gut finden.

00:27:30: Und das kann ich auch nachvollziehen.

00:27:32: Und das ist auch schön und ein guter Start.

00:27:36: Aber wenn ich eine Sache dir mitgeben soll als Gründer ist, wer ist dein erster richtiger Heier?

00:27:42: der richtig Geld kostet und der muss etwas besser können als du.

00:27:47: Das ist das Problem.

00:27:48: Die meisten Gründer sind schlau und die können viel und die haben alles selber aufgebaut.

00:27:51: Das heißt, sie kennen jede Funktion und sie können alles besser.

00:27:55: Und da fängt das Problem an, dass sie sich juniorige Leute reinholen, wo sie Potenzial sehen.

00:28:00: Und wenn der nur da ist und ich dem bisschen begleite, dann kann der das auch.

00:28:04: Aber du willst ja ... eine Dienstleistung oder ein Produkt bauen, was immer besser wird.

00:28:09: Und dafür musst du die Expertise reinholen.

00:28:11: Das korreliert auch nicht immer, dass wenn du mehr Geld zahlst, du wirklich was Besseres kriegst.

00:28:15: Das ist das Schlimme.

00:28:17: Aber das wäre meine größte Empfehlung.

00:28:21: Vielleicht sogar am Anfang noch ein bisschen ... Also, ich habe alle meine Gründung berufsbegleitend gemacht.

00:28:28: Ich habe alle Gründungen Teilzeit gemacht.

00:28:30: Und ich habe Gründerberatung gemacht und habe damit die Entwickler für mein letztes Startup finanziert.

00:28:37: Und die waren jetzt zum Glück damals nicht so teuer.

00:28:40: Wir haben die auch später beteiligt.

00:28:41: Aber ich wäre rechts arbeiten gegangen, um links eine bessere Person zu bezahlen.

00:28:46: Ich kann zum Glück mit meiner Dienstleistung in einem Tag mehr Geld verdienen als die meisten Freelancer kosten.

00:28:52: Und lieber würde ich überlegen, wo kann ich das Geld verdienen?

00:28:55: oder mir einen Kredit reinholen oder ein Investor, um einen Profi zu bezahlen.

00:28:59: Weil der Vorteil, wenn ich einen Profi bezahle, ist, ich kann den auch daran messen.

00:29:04: Wenn du jetzt tausend Euro Tagessatz haben willst, dann muss ich mich auch fragen, ob das, was du kreierst, tausend Euro wert ist.

00:29:10: Und das Schlimmste, was wir machen, ist, wir holen drei Werkstudenten für fünfzehn Euro.

00:29:15: Wir tracken nicht, was sie machen.

00:29:16: Sie sind alle busy und wuseln darum.

00:29:18: Und der eine macht Social Media, der eine macht das, aber sie wissen's nicht.

00:29:22: Und wenn die nicht so gut und schlau sind wie der Gründer, dann wird das nicht besser als das, was der Gründer gemacht hat.

00:29:27: Also, da schlank sein und in dem Moment dann irgendwann richtig heiern und auch richtiges Geld für ausgeben.

00:29:33: Und mich dann auch jeden Monat fragen, ist der das Geld wert?

00:29:36: Hab ich ihn richtig gebrieft?

00:29:38: Weiß ich, was ich will?

00:29:39: Track ich das?

00:29:39: Mess ich das, etc.

00:29:41: Aber nicht so schlimm als viele.

00:29:43: unqualifizierte, günstige Leute und unqualifiziert nicht, weil sie doof sind, sondern weil sie einfach da noch nicht sind, dass sie das schon mal irgendwo gelernt haben.

00:29:53: Also dieses Thema bringt derjenige oder diejenige schon mehr Wert oder wuselt einfach.

00:29:59: So wie du es beschrieben hast, um einfach ein paar Aufgaben zu machen.

00:30:02: Ja,

00:30:02: und es gibt natürlich auch manchmal Groundwork, die zu tun ist, mache ich Retail, brauche ich jemanden, der die Pubkartons klein macht.

00:30:08: Also, ich brauche nicht, also für Pubkartons klein machen oder Fleißarbeit, brauche ich keinen Profi.

00:30:14: Aber auch da mich zu fragen, kann ich was automatisieren.

00:30:17: Schönes Beispiel, Simon Kronz-Eder, hat ein Supplement-Star-Dub, und als ich den kennenlernte, macht er schon ein paar Millionen Umsatz mit fünf Leuten, und sie hatten irgendwie auch noch einen Nebenjob so ungefähr.

00:30:27: Und er dachte, krass, und der hat halt ... immer geguckt, wo kann ich Prozesse aufsetzen, wo kann ich automatisieren, wo kann ich was smart lösen, anstatt erst mal mit Fleiß zu lösen.

00:30:37: Und da sind Gründer gut dran, solche Wege zu finden.

00:30:41: Und das wäre so meine Empfehlung da.

00:30:44: also so schnell wie möglich auf erfahrene Seniorität zu setzen.

00:30:48: Und dann kann man auch gerne ein paar Juniors haben und sich das leisten, Potenzial wachsen zu lassen.

00:30:54: Das bringt ja auch eine gute Energie.

00:30:56: Aber mein Appell ist immer, stell jemand ein, beam der Dundard.

00:31:00: Das wird auch nur für sechs Monate reichen, was er schon weiß.

00:31:03: Und dann muss man gucken, ob er das schafft, seinen Bereich weiterzuentwickeln oder nur, weil er es irgendwo mal gesehen hatte, sechs Monate gut genug war.

00:31:13: Mit dem Thema, das du ja gerade hattest, also zu juniorisch einstellen, Aufgaben übergeben, da hängen ja auch jetzt viele andere Themen dran, plus vor allen Dingen, wenn ich jetzt jemand einstelle, der schon senioriger ist, schon Dinge selber gemacht hat, was kommt dann, als vielleicht auch Punkt, wo dann die Gründe auch häufig eher einen Fehler machen?

00:31:33: Also ich glaube, dass es den meisten Gründern schwerfällt zu delegieren.

00:31:38: und die meisten Gründer selbst bei mehreren Millionen Umsatz noch volle Maschinenraum stehen.

00:31:44: Der gemeine Gründer, der schlau ist, viel weiß, viel gut macht, sich auch Leute eingestellt hat.

00:31:51: Aber komm, das ist wichtig, das mach ich eben noch selber.

00:31:55: Und das sehe ich selbst bei Kunden mit fünfzig, sechszig, siebzig Mitarbeitern.

00:31:59: Da verändert sich was.

00:32:01: Oder der Gründer ist noch voll im Vertrieb drin.

00:32:04: Und mein Experte im Gründerprogramm Felix Schlegel, der selber viele Millionen Umsatz aufgebaut hat, sagt, wenn du als Gründer für Vertrieb verantwortlich bist, dann entscheidest du dich für Teilzeitwachstum.

00:32:15: Weil du einfach nicht zehn Stunden am Tag über Vertrieb nachdenken kannst.

00:32:19: Du hast einfach noch sieben andere Aufgaben.

00:32:21: Punkt fünf ist bei mir, der Gründer kann nicht delegieren und bleibt operativ gefangen.

00:32:26: Und ich versuche immer meinen Gründern, mit denen ich arbeite, ihre Rolle zu erklären.

00:32:31: Und das ist, wenn wir uns, also deine Aufgabe als CEO, und jetzt muss man noch mal diskutieren, wenn man verschiedene Gründer hat und ob ein Gründer nicht auch irgendwo der Fachexperte sein kann, das kann sein, aber der CEO hat das Spielfeld zu definieren.

00:32:45: Der sagt, welche Sportart spielen wir?

00:32:47: Ist es Basketball, sind es, glaube ich, sechs Spieler?

00:32:49: Ist es Fußball, sind es elf auf dem Feld?

00:32:51: Und wie groß ist das Spielfeld und was spielen wir?

00:32:54: Das ist der erste Schritt.

00:32:55: Der nächste Schritt ist, die Spieler zu finden und den Torwart zu finden und den Trainer zu finden und den Physiothek und den Arzt und den Koch und den irgendwas.

00:33:03: Und ich bin hier oben der Klubbesitzer.

00:33:05: Ich hab den klaren Blick.

00:33:06: Und das, was die meisten Gründer machen, Torwart ist krank, ich geh ins Tor.

00:33:10: Und in dem Moment bin ich Teil des Spiels und mir fehlt die Weitsicht.

00:33:13: Und meine Rolle als Unternehmer ist es dafür zu sorgen, dass das Unternehmen überlebt.

00:33:18: Und dafür brauche ich die Vogelperspektive und nicht den Maschinenraum.

00:33:22: Und wenn du einen, irgendjemand von den anderen zehn Spieler nehmen kannst, der siebzig Prozent der Tore hält und du würdest fünf und neunzig halten, sind die siebzig Prozent besser als die fünf und neunzig.

00:33:33: Und das ist schwer, meinen Gründern klarzumachen, weil sie sehen, da kommt ein Tor, da kommt ein Auftrag.

00:33:38: Und zu wissen, ich verliere auch einen Auftrag, weil derjenige, der ihn bearbeitet, das nicht gut genug macht.

00:33:43: Das tut in der Seele weh.

00:33:44: Mhm.

00:33:46: Aber wenn wir da nicht loslassen und delegieren und Systeme bauen und Leute reinholen, ich muss dann jemanden finden, der die Kunden besser bedienen kann als ich.

00:33:54: Ich hatte bei meinem vorletzten Startup, da haben wir so Ärzte betreut, und ich war die einzige im Unternehmen, die keinen Zugang zum CRM-System hatte.

00:34:01: Und ich habe auch mit Kunden gesprochen, und ich hab den gutes Gefühl gegeben, heute gesagt, die Frau Sohn so macht den dann ein Angebot.

00:34:07: Und Frau Sohn so war viel besser in dem Produkt, in dem Angebot, in allem.

00:34:11: Und ich war nur gut fürs Gefühl, und wäre das nicht eine persönliche Intro gewesen.

00:34:15: Hätte ich auch nicht das Erstgespräch gemacht.

00:34:17: Aber so zu glauben, ich kann besseres Angebot erstellen, ist der Engpassfaktor.

00:34:23: Und das sehe ich tatsächlich selbst bei mehreren Millionen noch, der Gründer kann was am besten.

00:34:29: Und die Gründerrolle muss dann eine CEO-Rolle sein und eine andere.

00:34:33: Und ich muss mich auch fragen, kann ich das und will ich das?

00:34:36: Oder fühle ich mich wohl in einem fünfköpfigen Team, wo ich ganz wichtig in der Leistungserbringung bin?

00:34:41: Ja.

00:34:43: Aus eigener Erfahrung kann ich hier sagen, das ist ein ganz schönes Dilemma.

00:34:46: Es wird jetzt aber auch noch ein, was du gesagt hast, selbst bei großen Unternehmen.

00:34:50: Ich hatte, das war im letzten Jahr, ein Podcast mit dem Gründer von Airbnb gehört und da ging es dann eben um das Thema Micro-Management und er hat dort vermeintlich eine andere Auffassung als viele, sondern hat das im Prinzip nicht als etwas Schlechtes, sondern hat er aufgezeigt, na ja.

00:35:07: Es gibt Situationen und das haben die eben bei ihrem Wachstum erlebt, wo dann einfach der Service nicht entsprechend gut war, wo die Prozesse nicht so super waren, die Ergebnisse nicht so super waren, wie er sich das auch als CEO, als einer der Gründer wünscht oder auch wofür er stehen möchte.

00:35:27: Das hat dann bedeutet, er ist tief reingegangen und hat sichergestellt, dass gewisse Dinge, bestimmte Dinge, auch seiner Sicht wichtige Dinge, bestimmten Standard haben und nicht darunter zurückfallen.

00:35:38: Also wie kriegt man diese Balance im Zweifel hin?

00:35:42: Dass es vielleicht doch Situationen gibt, wo man eingreifen muss, ins Tor gehen muss oder soll man wirklich die ganze Zeit von draußen

00:35:52: zu gucken?

00:35:53: Also ich glaube, bei RBB haben ja das Mittelmanagement abgeschafft und glaube ich so eine ganz schlanke Struktur gemacht.

00:36:00: Es müsste man sich nochmal angucken und ich bin froh und dankbar, dass es immer wieder so Experimente gibt, weil wir daraus immer was lernen können.

00:36:06: Wenn ich den Fall jetzt so höre, ich glaube schon, dass es also dieses Customer First oder also dieses dass es bei Airbnb Principles gibt, was ihr Erfolgsrezept sind.

00:36:16: Und ich glaube, es ist genau sein Job, das zu entwickeln und zu prägen.

00:36:20: Die Frage ist, ob er mit den Leuten, die den Kundenservice machen, sitzen muss.

00:36:25: Oder ob es nicht irgendjemand auf der Welt gibt, der vielleicht woher bei Zappbos oder Amazon oder irgendwas war, der das noch besser übersetzen kann.

00:36:32: Weil er kann ja nicht überall zeitgleich sein.

00:36:34: Und wenn er im Tor steht, kann er sich nicht um die Finanzierungsrunde kümmern.

00:36:38: Und das niemand anders.

00:36:39: Customer-Success.

00:36:41: besser kann als er, das kann ich nicht glauben.

00:36:43: Vielleicht hat er dann nicht die richtigen Leute reingeholt, gerade die amerikanischen Unternehmen.

00:36:48: Die sind wirklich auch bekannt für Micromanagement.

00:36:51: Da würde ich auch noch mal überlegen, ohne jetzt vermessen zu sein, der Erfolg gibt ihm ja recht, aber wie man das bauen könnte, dass auch andere was zu beibringen.

00:37:00: Ich glaube, er darf die DNA prägen, er darf eine Meinung über dem Produkt haben.

00:37:05: Aber wenn er in allen Kerndingen die Lösung ist, Dann ist er der Engpassfaktor.

00:37:11: Und dann ist auch die Frage, wie weit das Unternehmen eine Seele hat und überlebt, wenn er mal rausgeht.

00:37:16: Ich weiß bei meinem Produkt, also ich weiß, was ich gut kann und ich weiß, was meine Mitarbeiterin Johanna besser kann.

00:37:24: Und von ihr kommen Impulse, lassen uns Templates mal eine Struktur machen.

00:37:27: Kommen wir geben denen das und das mit der Welt niemals draufgekommen.

00:37:31: Und das ist eigentlich geil, wenn die Menschen links und rechts von dir Ideen haben, die größer und besser sind.

00:37:36: Ich glaube, dass mein finanzielles Risiko ist, steht mir noch eine gewisse Mitsprache offen.

00:37:41: Aber im Endeffekt will ich doch Leute haben, die mein Produkt besser machen als ich.

00:37:46: Das ist das, wo ich hin muss.

00:37:48: Und ja, es gibt immer diese extremen US-Unternehmer, die alles anders machen.

00:37:53: Aber wollen wir jetzt, wie Steve Jobs, auch so ein Arsch sein, vor dem jeder Angst hat, ist nicht die Art von Firma, die ich bauen will.

00:38:01: Ich will eine Firma bauen, wo auch andere sich einbringen können.

00:38:04: Und besser sind als ich.

00:38:06: Und dann will ich mich jeden Tag bemühen, dass sie nicht merken, was ich alles nicht kann.

00:38:10: Eine spannende Perspektive auf die Sache.

00:38:14: Ja, wenn das ... geklappt hat und sagt, Mensch, ich bin hier vielleicht noch nicht mal der Trainer, sondern eben der Clubbesitzer und ich definiere das Spielfeld und wer da so mitspielt und auch wie wir spielen.

00:38:25: Was kann dann noch passieren aus deiner Erfahrung?

00:38:28: Also ich habe auf meiner Wäscheliste den Begriff zu frühes skalieren, weil ich das gerade bei wie Sie finanzierten Start-ups sehe.

00:38:37: Also In der Regel hat man ja nicht sofort eine VC-Finanzierung, sondern erst eine Business Angel-Runde oder eine kleine Seedrunde.

00:38:45: Und man hat Dinge getestet, das Produkt funktioniert irgendwie und man hat eine Idee, wie es weitergehen kann.

00:38:51: Und was ich dann häufig sehe, ich erzähle dem VC, wenn du mir jetzt Geld gibst, dann kriege ich so ein Hockey-Stick und so wach sich dann.

00:38:58: Dann werden Strukturen aufgebaut, dann werden Sales-Teams eingestellt, SDRs, Seller, etc.

00:39:05: Alles wird hochgebaut, eingestellt und dann kommt das Wachstum nicht.

00:39:10: Das ist das, was ich vorhin meinte.

00:39:11: Wenn ich wirklich weiß, auf welchem Kanal ich wie Kunden akquirieren kann, kann ich jede Sommer aufnehmen.

00:39:17: Aber was ich immer wieder sehe, die Runde kommt, ich war vorher zehn Leute, dann baue ich auf zwanzig auf, ich stelle HR ein, ich stelle dies ein, ich stelle das ein.

00:39:25: Das Produkt und der Umsatz kommt aber nicht hinterher.

00:39:28: und... dann ist entweder nach anderthalb Jahren das Geld weg und die Zahlen sind nicht mitgekommen.

00:39:33: Das heißt, ich kriege keine Folgerunde oder ich ziehe irgendwann die Notbremse, aber ich sehe das immer wieder, dass Strukturen aufgebaut werden.

00:39:42: Und gerade, wenn ich so ein Teil komponente händischen Vertrieb habe, nur weil ich einen Seller hatte, der funktionierte, heißt das nicht, ich kann fünf Seller finden, die funktionieren, die das genauso machen.

00:39:53: Also es ist nicht beliebig skalierbar und hochfahrbar und häufig wird halt dann Geld ausgegeben, auch weil das erwartet wird, weil man hat ja Geld aufgenommen.

00:40:02: Und das ist auch mit dem Grund, warum ich so ein Bootstrapping-Freund bin, weil ich da jeden Euro den ich ausgebe, auch weiß, ich muss ihn wieder zurückverdienen.

00:40:11: Aber dass sich dieses Hochfahren von Strukturen, zehn, fünfzehn, zwanzig Leute im Jahr einstellen, also ich würde das nicht schaffen, selbst wenn ich Vollzeit nichts anderes machen würde, weil die müssen dann ja auch noch geombordet werden, die müssen funktionieren, die müssen ihr Geld wert sein.

00:40:26: Und das ist was, was manchmal dieser VC-Weg so mit sich bringt, dass das Wachstum doch nicht so schnell kommt, wie ich dachte, weil die Parameter noch nicht stimmen.

00:40:36: Vielleicht muss ich das Produkt noch mal pivotieren, weil der Markt nicht da ist, hab aber eine Team-Size aufgebaut und hab eine Burn von zweihundert.

00:40:44: Und dem läuft man dann so ein bisschen hinterher.

00:40:46: Entweder kann man dann nach anderthalb Jahren noch eine Story erzählen und noch mal raisen.

00:40:50: Aber der Verpflichtung und dem Commitment laufe ich eigentlich hinterher.

00:40:55: Das nenne ich so Premature Scaling, also eigentlich skalieren, Strukturen aufbauen, bevor eigentlich der Product Market oder Product Market Channel Model Fit da ist.

00:41:07: Also da durchaus noch mehr ins Testen gehen bzw.

00:41:11: dahingehend, dass ich diese, meine Verkäufe, meinen Kanal dementsprechend stabil habe, vielleicht eben auch schon viel genauer weiß was kostet mich ein kunde und kann ich zu dem preis auch x mehr kunden einkaufen weil ich ja dann oftmals auch ganz andere marketing kanäle nutzen muss als der bei dem ich es jetzt bisher geschafft habe.

00:41:30: und ich kann auch nicht in jeden kanal einfach beliebig mehr geld rein pumpen weil die ja dann teilweise auch erschöpft sind beziehungsweise die preise dann auch steigen.

00:41:41: also insofern da noch mehr Basisarbeit machen.

00:41:45: Und da versteh ich auch manchmal die VCs und die Business Angels nicht.

00:41:48: Weil ich bin natürlich manchmal ein bisschen dichter dran, als die ich sehe, wie mühsam Gründer nach dem Head of Sales suchen.

00:41:55: oder sie machen ihren bisherigen Seller zum Head of Sales.

00:41:58: Der hat das aber noch nie gemacht.

00:41:59: Und das ist alles super schwer.

00:42:03: Und da rent ihr schnell das Geld aus den Fingern, wenn du dann ein Teamlied hast und drei Seller, aber die bringen noch nicht den Umsatz, den sie bräuchten, um sich zu tragen.

00:42:12: und der Kunde bringt nicht genug Geld.

00:42:15: oder die Liedzeiten sind zu lang.

00:42:17: Da ist schnell eine halbe Million ausgegeben, ohne dass das Unternehmen wirklich signifikant weiter ist.

00:42:23: Und da würde ich mir manchmal wünschen, dass da ja Business Angels und VCs, die die Erfahrungen gemacht haben, da ein bisschen dichter dran sind und vielleicht auch ein bisschen mehr Hilfe geben.

00:42:32: Und vielleicht kann man auch mal einen Vertrieb mit einem externen Partner testen, der natürlich viel Geld kostet, der aber vielleicht eine andere Erfahrung hat und den ich auch schneller wieder los werde, als ich stell jetzt jemand ein, der fängt in acht Wochen an, das Wochenende zu onboarden.

00:42:46: Und dann weiß ich eigentlich erst fünf Monate später, ob er der Richtige ist.

00:42:49: Und das entscheidet aber darüber, ob mein Geschäftsmodell funktioniert oder nicht.

00:42:53: Viele Founder machen ja deswegen am Anfang auch den Vertrieb selber.

00:42:56: Das finde ich auch richtig, Founder Let's Sales.

00:42:58: Also ich glaube, der Gründer kann sich da nicht rausziehen.

00:43:02: Er muss da mit dran sein, aber er muss dann jemand finden, der da in der Struktur und den Prozessen mehr Erfahrung hat als er, um es dann groß zu machen.

00:43:11: Mhm.

00:43:11: Gut.

00:43:12: Punkt Nummer sechs abgehakt, fehlt noch Punkt Nummer sieben.

00:43:15: Yes!

00:43:15: Sieben, meine Glückszahl.

00:43:17: Fehlende Führung.

00:43:18: Ich glaube, ich habe das Eingangs schon so ein bisschen erklärt.

00:43:20: Der gemeine Gründer, also niemand gründet einen Unternehmen, weil er gerne Mitarbeiter führt und davon träumt, Meetings zu machen und einem Büro zu sitzen.

00:43:28: Also die meisten Gründer, die ich kenne, sagen, oh, das war so geil, Gründer zu sein.

00:43:32: Und jetzt habe ich ein Team und verantworten, jetzt bin ich Unternehmer, jetzt bin ich Geschäftsführer und jetzt habe ich Haftung.

00:43:37: Und das ist eine Last.

00:43:39: Und ich glaube, die meisten Gründer haben nie Führen gelernt.

00:43:43: Und wir alle machen da auch viele Fehler.

00:43:45: Und das ist schlimm, weil auf der anderen Seite immer Menschen sitzen und jeder eigentlich das Recht hat, wertschätzen und respektvoll behandelt zu werden.

00:43:52: Aber der Gemeinde gründert keine Ahnung.

00:43:53: Der geht davon aus, jeder ist so motiviert und ausgebildet wie er, und es ist doch klar, was zu tun ist.

00:43:58: Und mein Lieblingsbegriff in diesem Zusammenhang ist Auftragsklärung.

00:44:04: weiss dein Mitarbeitender überhaupt, was du von ihm willst und woran wir messen, ob er einen guten Job gemacht hat.

00:44:11: Und das fängt mit der Stellenausschreibung an.

00:44:13: Das geht mit einer Rollenbeschreibung weiter und es geht mit einer Quantifizierung, was ich von dir erwarte.

00:44:19: Lieber René, wenn du bei mir anfängst, erwarte ich von dir, dass du hundert E-Mails in der Woche schreibst und jede Woche zwei Podcasts produzierst.

00:44:25: So, ganz klar messbar.

00:44:27: So, und wenn du das nicht machst und nicht tust, dann haben wir ... müssen wir ein Feedbackgespräch führen.

00:44:33: Und das ist so.

00:44:34: das zweite, dass viel zu spät ein Check-in gemacht wird.

00:44:37: Also, ich empfehle wirklich nach einer Woche schon mal einen ersten Check-in.

00:44:41: Auf einer menschlichen Ebene, hey René, bist du gut angekommen, fühlst du dich wohl, hast du alles, was du brauchst.

00:44:46: Erster Check-in.

00:44:47: Vier Wochen später, wo stehst du auf der Onboarding-Journey?

00:44:50: Was kannst du schon, was fehlt dir noch, was brauchst du, um hier richtig arbeiten zu können?

00:44:54: Oh, du hast keinen zweiten Monitor, das ist natürlich blöd, wie willst du dann schneiden?

00:44:57: Oder irgendwie sowas.

00:44:58: So, vier, acht, zwölf Wochen und nach zwölf Wochen muss ich klar sein, ob wenn du weiter hier so arbeitest, du diesen Job behältst und ob ich zufrieden bin und wenn nein, was du ändern musst.

00:45:08: Und das fällt immer hinten runter oder es wird dann versucht so groß zu machen mit Riesentabellen und irgendwas.

00:45:14: Also ich glaube überhaupt, sich die Zeit zu nehmen, hinzusetzen, bin ich mit dem René zufrieden.

00:45:18: Was müsste René noch anders machen?

00:45:21: Das wird häufig vergesst und fällt immer hinten runter, weil wir müssen ja gerade die Welt retten.

00:45:25: Und wenn ich dieses Spielfeld noch mal sage und vielleicht ist mein Begriff Trigger der den ein oder anderen, aber wir brauchen Erfüllungsgehilfen.

00:45:33: Entweder bin ich selbstständig, dann arbeite ich selbst und ständig und bin ich die Leistungsabbringung oder ich baue ein Unternehmen und dann brauche ich Erfüllungsgehilfen und die muss ich für mich gewinnen, die muss ich nett behandeln, den muss ich irgendwie Arbeitsausstattung geben, den muss ich die Richtung und die Orientierung geben und den muss ich Feedback geben, weil wenn sie alles alleine könnten, würden sie nicht für mich arbeiten, sondern wenn selber Unternehmer.

00:45:54: Das heißt, ich muss abgleichen.

00:45:56: Warum habe ich den René geholt?

00:45:57: Macht er das?

00:45:58: Macht er das gut?

00:45:59: Was kann er noch besser machen?

00:46:01: Was nicht mein Job ist, ist die Leute zu motivieren meiner Meinung nach.

00:46:03: Ich glaube, du bist für deine Motivation selber verantwortlich.

00:46:06: Aber ich sollte dich nicht demotivieren, sondern du musst dich fit und munter zur Arbeit mitbringen und motiviert sein.

00:46:13: Und dann kann ich dir helfen, permanent besser zu werden und deine Arbeit einen Sinn geben, das große Ganze.

00:46:18: Und wenn du hier mit machst, dann bist du halt nicht nur jemand, der zwei Podcasts machst, sondern du Hilfs der ganzen Unternehmerwelt besser zu werden und vielleicht macht das ja in meinem Kosmos mehr Sinn als alleine oder irgendwas.

00:46:29: Das ist die Orientierung und die Ausrichtung, die Motivation, die ich dir geben muss.

00:46:33: Außerdem gebe ich dir ein sicheres Gehalt.

00:46:35: Das ist auch meine Verantwortung.

00:46:37: Ich gebe dir Urlaubstage etc.

00:46:39: Das ist das, das ist Führung.

00:46:41: Und ich kenn keinen Gründer, der das intuitiv gut kann und richtig kann, weil das soweit weg ist von, ich bin ein visionärer Unternehmer, ein Menschenfreund, der darin aufgeht, eine gute Führungskraft zu sein, der gründet in der Regel kein Unternehmen.

00:46:54: Sondern wir alle lernen das auf die harte Art und Weise, und das fängt mit dem Frust an.

00:46:58: Keiner hier ist gut genug, keiner ist schlau genug, alle sind dumm.

00:47:02: Und wenn ein Gründer vor mir sitzt und genau das sagt, sag ich, Herzlichen Glückwunsch, das Problem sitzt vor mir.

00:47:07: Du hast genau das Team, was du verdienst, du hast es ausgesucht, Du hast es ausgebildet, du hast die Orientierung gegeben.

00:47:13: Und das, wie sie sich verhalten, spiegelt es dir, genau wie deine Kinder dir spiegeln.

00:47:17: Wenn du die im Supermarkt anschreist, musst du dich nicht wundern, dass das unglückliche Kinder sind, die rumschreien.

00:47:23: Du hast es ihnen vorgelebt.

00:47:25: Und ich lebe meinem Team vor, wo wir hinwollen, wie wir miteinander umgehen und welchen Anspruch wir an unsere Arbeit haben.

00:47:33: Gut, und das schließt eigentlich auch den Kreis zu deinem Punkt Nummer eins, wenn ich im Prinzip eine Vision aufzeige, Sollen wir sagen, verlockend oder sinngebend es sinnstiftend ist, dann führe ich sie ja auch zu einem Weg und dann wollen sie daran mitarbeiten und das steigert dann wiederum auch dieses Thema Motivation.

00:47:52: Aber diese Vision muss ich erstmal aufzeigen, weil ja oder sehen, dass sie eben eine sinnvolle Arbeit und nicht nur Arbeit gegen Geld getauscht wird, wenn ich dann eben noch etwas mit arbeite, was größer ist als als man selbst, dann kann das eben da auch positiv wirken.

00:48:08: Also ich glaube dem Zeug, das ich von mir gebe, ist ein roter Fahrt.

00:48:12: Und ich glaube, der Unternehmerjob ist einer der härtesten auf der Welt, weil er so vielschichtig ist.

00:48:19: und es keine Ausbildung dafür gibt.

00:48:20: Also, ja, du kannst irgendwie Entrepreneurship studieren, dann lernst du was über Geschäftsmodelle.

00:48:24: Aber die Realität ist was anderes und dafür gibt es keine Ausbildung.

00:48:29: Beziehungsweise, ich versuch das mit meinem Programm, die Leute besser auszubilden und ich versuch das einmal generisch in die Grundlagen mitzugeben und dann versuche ich es in situativ, die Situation zu begleiten, die Tafs, Entkündigungsgespräche, etc.

00:48:43: Das ist der härteste Job ever.

00:48:45: Und der ist auch zu hart, um es alleine zu schaffen.

00:48:48: Selbst wenn du einen Co-Founder hast.

00:48:49: Also ich glaube, jeder braucht irgendjemanden dabei begleitet.

00:48:53: Das ist ganz alleine im Stillen-Kämmerlein nicht zu schaffen.

00:48:56: Es ist aber auch der geilste Job, den es gibt.

00:48:58: Es gibt Freiheitsgrade, es gibt Gestaltungsspielraum, es gibt ein Abseit, es gibt Erfolg.

00:49:03: Also für mich gibt es überhaupt kein anderes Lebensmodell.

00:49:06: Aber ziemlich scheiße und ziemlich geil liegen da ziemlich dicht beieinander.

00:49:10: Das ist eine gute Überleitung.

00:49:11: Da hast du ja gesagt, man lernt es nicht.

00:49:14: Gerade im Hörsaal oder eben auch nur aus der Theorie.

00:49:19: Es ist eine Reise und es kommen immer neue Themen.

00:49:21: Und über ein paar neue Themen würde ich jetzt zum Abschluss auch nochmal kurz sprechen.

00:49:25: Bei so vielen Punkten, die du jetzt gerade genannt hast, kann immer wieder das Thema Mitarbeiterführung zusammenarbeiten.

00:49:30: Alleine geht es nicht.

00:49:32: Und gleichzeitig hat sich ja auch da super viel geändert.

00:49:35: Auch für viele Unternehmer, die schon jahrelangen Unternehmer sind, gab es jetzt ganz neue Entwicklungen.

00:49:40: Von daher lass uns auf die Entwicklung am Arbeitsplatz nochmal ein bisschen eingehen.

00:49:43: Und gerade auf die Frage, wer dort arbeitet.

00:49:47: Und da haben wir ja mit der, erst was, degeneration why, wenn ich jetzt in der Reihenfolge richtig bin und dann kam jetzt noch die GenZ dazu, die ja, also zumindest wenn man von draußen rauf schaut, das Bild des Arbeitsplatzes, das Bild der Mitarbeitenden komplett nochmal geändert hat.

00:50:03: Wie hast du das auch im Dialog vielleicht mit deinen Unternehmerinnen erfahren, wie das quasi auch das Thema Führung nochmal verändert durcheinander wirbelt.

00:50:12: ja also ich sag das vielleicht nicht gerne aber ich bin ja nun auch schon alt und habe viele jahre berufserfahrung untertreffen zwei welten aufeinander.

00:50:22: ich habe jetzt das privileg mit diesen ganzen jungen gründern und startups arbeiten zu können und ich glaube das hält mich irgendwo agil im kopf.

00:50:30: aber ich komme aus einer alten welt.

00:50:31: da gab es keine Work-Life-Balance und Mental-Load und irgendwas.

00:50:37: Da wurde gearbeitet.

00:50:38: Wenn man Schnupfen hatte, durfte man mal zu Hause bleiben.

00:50:41: Da haben wir ein Clash der Kulturen.

00:50:44: Ich glaube, irgendwo brauchen wir auch nachwachsendes Personal.

00:50:48: Ich glaube nicht, dass wir Alten alles alleine machen sollten.

00:50:51: In der Schnittmenge ist auch eine Bereicherung.

00:50:53: Aber da knallt viel aufeinander.

00:50:56: Die jüngeren nachwachsende Generationen hatten einen anderen Lebenspurpose.

00:51:02: Die leben nicht mehr um ... um zu arbeiten, sondern die arbeiten, um zu leben.

00:51:06: Und die wollen nicht, ich sage auch nicht, dass siebzig Stunden Woche gut ist, aber ich glaube, es war noch legitimer.

00:51:14: Und was ich vor allen Dingen sehe, ist bei den Ryan Sets, die ich begegne, dass da ganz häufig auch eine Überforderung da ist.

00:51:22: Die kommen aus der Schule, denen fehlt genau die Vision für ihr Leben.

00:51:26: Wo wollen sie hin?

00:51:27: Sie sind schon gut ausgestattet, sie haben schon iPhone, die Eltern haben viel ermöglicht.

00:51:31: Warum sollen sie sich denn jetzt Tod arbeiten?

00:51:33: Und ich will Tod arbeiten, nicht schön reden, aber es ist ein Clash der Kulturen.

00:51:39: Ich hab immer die letzten Jahre Spaßeshalber gesagt, wenn du, René, einen Online-Kurs entwickeln könntest, der die Generation Y-Z ins Arbeiten bringt, dann wärst du multimillionär.

00:51:49: Das ist natürlich ein bisschen böse und von oben herab von einer alten weißen Frau.

00:51:53: Aber im Endeffekt erlebe ich, die sind mit der Schule fertig, die sind im Bachelor fertig, die haben noch nicht gearbeitet.

00:52:00: Und die können sich den Tag nicht selber organisieren.

00:52:02: Wir haben das mehrfach versucht.

00:52:03: Es ist uns nicht gelungen, mit etlichen Stunden in der Woche diesen Personen oder die, mit denen wir zu tun hatten, eine Struktur zu geben, die sie produktiv gebracht hat.

00:52:12: Wir sind da gescheitert.

00:52:13: Und das ist ein Problem.

00:52:15: Das ist für uns ein Problem, das ist aber auch für die ein Problem.

00:52:18: Und ich sehe da eine ganz große Herausforderung, die ich noch nicht gelöst habe, wie wir den jungen Menschen helfen, Sinn und Zwecke in ihrem Leben zu finden und auch zu arbeiten und sich damit zu ernähren.

00:52:32: Ich glaube, das ist diese Generation.

00:52:35: Da ist ein Riesenthema.

00:52:36: Und wahrscheinlich hat meine Eltern Generation ähnliche Themen mit uns gehabt.

00:52:41: Ich glaube, das ist systembedingt.

00:52:43: Das andere, worauf du hinaus willst, ist dieses ... Newark, Remote, Arbeitszeit.

00:52:50: Also, ich glaube, wir brauchen in jedem Fall eine Flexibilisierung.

00:52:53: Ich bin ein ganz großer Office-Fan, aber es ist nicht mehr zeitgemäß, von Leuten zu verlangen, fünf Tage die Woche da zu sitzen.

00:52:59: Und es gibt Geschäftsmodelle wie im Retail oder beim Arzt, da muss einfach jemand da sein und die Tür aufmachen oder ich muss das anders lösen.

00:53:06: Da ist der Anspruch, ich möchte aber Gleitzeit, flexibler Arbeitszeit, der ist utopisch.

00:53:12: In unseren Startups und Office-Jobs ist mehr möglich.

00:53:15: Ich nehme aber wahr, dass die Freiheitsgrade, die da gefordert werden, zum Teil nicht verantwortungsvoll genutzt werden.

00:53:23: Ich bin vollkommen fein, wenn wir Leute anhand ihrer Leistung bezahlen.

00:53:26: Das muss aber dann messbar sein.

00:53:29: Und ich hatte gerade letzte Woche eine sehr unsachlich geführte Debatte auf LinkedIn, wo ich sagte, muss denn ein Start-up im Jahr eins vier Tage Woche testen.

00:53:38: Ich finde es das falsche Signal, weil ich vermute, ohne es zu wissen, Product Market Fit ist noch nicht da.

00:53:45: Ich weiß noch nicht, wie ich skaliere, wie ich wachse.

00:53:47: Und da testen wir schon mal vier Tage Woche bei voller Bezahlung.

00:53:50: Eine Woche im Monat.

00:53:52: Ich kann den Wunsch verstehen.

00:53:54: Für mich ist es die falsche Priorität.

00:53:55: Und mir wurde dann schnell vorgeworfen, ich wäre arbeitgeberfeindlich.

00:54:00: Und ich lebe in einem Elfenbeinturm.

00:54:01: Und meine Auffassung ist, Mitarbeiter haben Urlaub und Woche um ihr Privatleben zu organisieren und sich zu regenerieren.

00:54:11: Und ich erwarte, dass sie dann montag bis freitag da sitzen können und arbeiten können.

00:54:14: Und ich wünsche mir auch Arbeitgeber, die so flexibel sind, dass du auch während der Arbeitszeit mal zum Arzt gehen kannst und dass, wenn dein Kind krank ist, du dann auch im Homeoffice arbeiten kannst.

00:54:24: Das muss alles möglich sein.

00:54:26: Aber ich glaube, als Unternehmer haben wir auch als in allererster Linie dafür zu sorgen, dass das Unternehmen überlebt.

00:54:32: Und wenn ich ein kleines Unternehmen bin und jemand ist permanent krank oder muntersmüde oder muss in die Kita, dann kann das meine Existenz kosten.

00:54:40: Und so sehe ich für die Verantwortung auch für den Einzelnen bin, muss ich mir das leisten können.

00:54:45: Und da habe ich schon das Gefühl, dass in den letzten zehn Jahren so ein bisschen so die Anspruchsdenke ist.

00:54:50: Ich habe das recht, ich habe Urlaub, krank etc.

00:54:53: und alles.

00:54:54: Aber wenn der Arbeitsplatz dabei dann ist das eine Utopie.

00:54:58: Und ich finde schon, dass wir in Deutschland die Arbeitgeber sehr geißeln, auch mit dem Kündigungsschutz, etc.

00:55:05: Also eigentlich wirst du ja bestraft, wenn du mehr als zehn Mitarbeiter bist, du wirst einen Mitarbeiter nicht wieder los, egal, wie schlecht er arbeitet.

00:55:12: Und das finde ich ein Problem.

00:55:14: Und alles, was New Work uns gebracht hat, finde ich gute Experimente.

00:55:18: Ich glaube, viele haben so Experimente gemacht, die sich die eigentlich noch nicht leisten konnten.

00:55:23: Und wir haben daraus gelernt und wir sollten die guten Sachen daraus nehmen, aber wir sollten uns auch besinnen, dass wir als Allererstes als Unternehmer Geld verdienen müssen, auch damit wir unsere Mitarbeiter fair und dauerhaft bezahlen können.

00:55:36: Die Privilegien müssen finanziert werden und ich glaube, es ist heutzutage eine Festanstellung an Privileg.

00:55:41: Ist

00:55:42: vielleicht so dieses Thema, dass das Unternehmen soll ja ein Kreis der Sicherheit bieten?

00:55:47: für alle, die da sind.

00:55:49: Aber dieser Kreis der Sicherheit kann halt nicht von einer Seite ausschließlich aufrecht erhalten werden, sondern alle sind dafür verantwortlich, diesen Kreis aufrecht zu erhalten.

00:55:56: Und das ist dann eben so, wie du es beschreibst, auch der Mitarbeiter, die Mitarbeiterin, die dafür eben sorgt, dass sie selber fit zur Arbeit kommt, da ist, den Job machen kann, damit das Unternehmen weiterhin Bestand hat, genauso wie sich der Unternehmer eben darum kümmern muss.

00:56:11: dass es in die richtige Richtung geht, dass genug Geld reinkommt.

00:56:14: Wenn einer quasi nicht mitmacht, dann wird dieser Kreis der Sicherheit einfach schwächer.

00:56:19: Und es gibt natürlich auch bei Arbeitgebern schwarze Schafe.

00:56:22: Also ich musste mir dann in der Diskussion auf LinkedIn da halt auch Weltfremdheit vorwerfen.

00:56:27: Natürlich gibt es Arbeitgeber, die Leute krank zur Arbeit bestellen, etc.

00:56:31: Also das sind Dinge, die für mich selbstverständlich sind, dass jemand nicht krank arbeitet, dass jemand nicht jede Woche Überstunden macht, die nicht bezahlt werden, etc.

00:56:39: Und in meinem Job ist eine absolute Flexibilität überhaupt kein Problem.

00:56:43: Aber es gibt halt auch Kundentermine, da musst du dann da sein.

00:56:46: Und das muss möglich sein.

00:56:47: Und ich bin da eigentlich ein Freund davon von individueller Freiheit.

00:56:52: Ich habe immer Leute gehabt, die nur vier Tage die Woche gearbeitet.

00:56:54: Weil meinetwegen kannst du auch nur zehn Stunden arbeiten, wenn wir das individuell verhandeln.

00:56:59: Ich glaube, einfach ist es für ein junges Unternehmen, das falsche Signal zu früh da so ein Ponyhof zu bauen, bevor eigentlich die Pflicht und die Notwendigkeit erfüllt ist.

00:57:11: Und wenn du alleine bist, kannst du dir den Ponyhof bauen, wie du willst, weil du verdienst dann auch das, was der Ponyhof dir bringt.

00:57:18: Aber ja, das muss man dann halt auch sehen, dass ich inzwischen ... auch wenn ich das selber nicht wahrhaben will, eine andere ältere Generation will mit anderen Werten und die anders aufgewachsen ist als die Gründer, die jetzt fünfundzwanzig sind.

00:57:31: Ja, aber spannend, wie sich das dann entweder einruckelt.

00:57:35: So ein Pendel schlägt ja immer in die einen und in die andere Richtung aus und alles hat halt seinen Preis.

00:57:40: Und wahrscheinlich bei vielen Dingen wissen wir einfach noch nicht, was es wirklich kostet, was eben auch Remote Work macht mit Organisationen, macht mit Menschen, wie gut baut man wirklich Vertrauen auf, wenn man sich viel weniger sieht, wenn man weiter voneinander weg ist, muss man mal schauen, wohin das führt.

00:58:01: Julia, jetzt zum Abschluss auch nochmal zu der Frage oder zu dem Thema, was ich ganz am Anfang als Cliffhanger angeteasert habe.

00:58:08: Was unterscheidet aus deiner Sicht die sehr guten von den guten Unternehmerinnen.

00:58:13: Ja, also ich habe jetzt wirklich in den letzten zehn Jahren mit über drei Hundert Unternehmern arbeiten dürfen und auch mit wirklich schlauen Menschen, die viele Millionen Umsatz geschafft haben, Profitabilität geschafft haben, bis hin zu hundert Millionen.

00:58:27: Ich glaube, der große Unterschied ist Reflektionsvermögen.

00:58:30: Die Fähigkeit, immer wieder das eigene Verhalten des Produktes, den Markt in Frage zu stellen, drüber nachzudenken, Was mache ich gut?

00:58:40: Was mache ich nicht gut?

00:58:41: Wo muss ich besser werden?

00:58:42: Dieses Reflektionsvermögen.

00:58:45: Was war heute gut?

00:58:46: Was könntest du besser machen?

00:58:47: Was hast du mitgenommen?

00:58:48: Es hört sich super nah an, aber diese Fähigkeit, also jetzt in unserer Arbeit, wir haben Podcast gemacht, was lief gut, was lief nicht so gut?

00:58:56: Was mache ich nächstes Mal anders?

00:58:57: Und wenn wir da gleich nochmal zwei Minuten drüber sprechen, dann kann ich vielleicht beim nächsten Mal dran denken und diese Fähigkeit zu reflektieren, dieser Muskel muss trainiert werden.

00:59:07: Und das ist natürlich auch was jemand, der mit mir arbeitet und jede Woche reflektiert.

00:59:11: Das ist natürlich auch klar, dass ich da einen einseitigen Blick habe, weil wer zu mir kommt, macht das jede Woche.

00:59:16: Aber ich glaube, das ist der Unterschied, dass die sehr, sehr gut und schon mit einer Liste kommen und sagen, das letzte Woche passiert, darüber möchte ich sprechen, das möchte ich heute entscheiden.

00:59:26: Da möchte ich hin.

00:59:26: und die fragen sich auch jeden Monat wieder, macht das Sinn, Julia viel Geld dafür zu zahlen, um diesen Reflektionsraum zu haben.

00:59:32: Ich will ja nicht jemanden haben, der das macht, weil er einmal unterschrieben hat und jetzt drin hängt in der Abo-Falle, sondern, weil das genau sein Kryptonit ist, immer wieder.

00:59:41: Und das heißt nicht Zerdenken, sondern es geht schon darum, auch gut und schnelle Entscheidungen zu treffen, aber sich auch immer wieder zu.

00:59:49: War das eine gute Entscheidung?

00:59:50: Was habe ich daraus gelernt?

00:59:52: Reflexionsvermögen.

00:59:54: Und daraus abgeleitet kommt dann ein Fokus und Prioritäten.

00:59:59: Also Fokus, Prioritäten, Klarheit, so Einsatz, Reflexionsvermögen für zu Fokus, für zu Klarheit und Accountability.

01:00:09: Das sind eigentlich so die vier Buzzwords, die ich mir an die Wand schreiben könnte, die ich immer wieder in die Gründer rein.

01:00:15: Ich trage, weil man das natürlich im täglichen Doing auch hier und da vergisst.

01:00:20: Und dann ist es gut, einen Accountability-Partner zu haben.

01:00:24: Und das kann entweder ein anderer Unternehmer auf Gegenseitigkeit sein oder das kann Profi sein.

01:00:30: der nichts anderes macht, als vielleicht auch in seinen freien Minuten drüber nachzudenken, was könnte denn der René jetzt noch besser machen?

01:00:36: Mensch, wie würde der denn auf top eins in den Charts kommen, wenn er das eine noch macht, dann muss das eigentlich viral gehen.

01:00:44: Also einfach noch jemand zu haben, der auch deine Themen mitdenkt, ist sicher auch eine Geheimwaffe.

01:00:50: Ich kann dir aber auch sagen, aus eigener Erfahrung, manchmal wacht man dann auch nachts auf und denkt über diese Themen weiter nach.

01:00:56: Wenn es immer nach diesem Motto, es geht immer besser, das kann manchmal auch eine ganz schöne Last sein.

01:01:02: Ich habe nicht gesagt, dass das immer angenehm ist, weil das ist natürlich auch mit Selbstzweifeln und das kann auch destruktiv sein.

01:01:10: Aber ich glaube, die, die ein bisschen heilere Welt leben und nicht drüber nachdenken, werden nicht super erfolgreich.

01:01:17: Julia.

01:01:17: Vielen Dank.

01:01:18: Vielleicht dann noch ein Punkt, Falle, die dir jetzt zugehört haben.

01:01:22: Und du hast ja auch teilweise eingestreut, du hast verschiedene Programme.

01:01:26: Wenn sich jetzt jemand ein Gespräch oder für ein Gespräch mit dir interessiert, was wäre der Weg?

01:01:31: Ach, es gibt viele Wege nach oben.

01:01:33: Aber am einfachsten ist vielleicht mir eine LinkedIn-Nachricht zu schicken, mich dort auch gerne zuzufügen, sich auch gerne meine Post mal ein bisschen anzugucken.

01:01:40: Ich glaube, ich bin schon jemand, der polarisiert.

01:01:42: Das muss man sich gut überlegen, ob man das ertragen kann und ob man wirklich besser werden will.

01:01:47: und ob man auch die Schmerzen ertragen kann, die da mitkommen.

01:01:49: Und dann schlage ich vor, reden wir mal.

01:01:51: Es gibt dann einmal das Gründerprogramm, wo ich so eine einjährige Ausbildung zum Unternehmertum quasi anbiete in einer Peer Group.

01:01:58: Da sollte man schon Product Market Fit haben.

01:02:00: Und dann gibt es mein Retainer-Modell, wo man eigentlich unbegrenzt Julia kriegt, sieben Tage die Woche auch wirklich unbegrenzt.

01:02:07: Aber dazu sollte man schon fünf oder zehn Millionen Umsatz haben und auch ein Team haben, was bei der Umsetzung hilft, weil sonst habe ich keine Chance, mein Geld zu sein und dann macht mich das auch nicht glücklich.

01:02:18: Das sind so die zwei Modelle, die ich habe.

01:02:20: Ich bin aber auch so immer gerne bereit, jemand in die richtige Richtung zu schubsen.

01:02:24: Ich habe einige kostenlose Formate, wo man mal kostenlos ein bisschen Sparing mit Julia kriegen kann oder Unternehmer Talks, wo man reinkommen kann.

01:02:31: Also lohnt sich einfach mal, mir Hallo zu sagen und so unverblümt wie ich bin, sage ich dir dann schon, ob das passt oder nicht.

01:02:38: Vielen Dank.

01:02:38: Total gerne, hat Spaß gemacht.

01:02:40: Ihr

01:02:40: habt es gehört.

01:02:41: Schaut gerne auf LinkedIn vorbei.

01:02:43: Wir packen den Link zu Julius' Profil natürlich in die Shownotes.

01:02:47: Und dann Julius gesagt hat, Reflexion, ich bin gespannt, was ihr vor euch mitgenommen habt aus dieser Folge.

01:02:54: Es waren viele Punkte, wie ich fand dabei, viele Punkte, die an vielleicht unterschiedlichen Stationen, an denen ihr euch jetzt befindet, mehr oder weniger relevant sind, aber einfach mal darüber nachzudenken und euch einen Punkt rauszusuchen, mit dem ihr morgen dann anfängt.

01:03:07: Julia, vielen Dank

01:03:08: nochmal.

01:03:08: Danke dir, René.

01:03:09: Vielen Dank auch an dich fürs Zuhören.

01:03:12: Wenn du Fragen hast zum Podcast oder Themenvorschläge hast, schreib gerne an podcast.at für-gründer.de und abonniere doch gerne den Kanal, damit du keine Folge verpasst und außerdem damit unsere Arbeit unterstützt.

01:03:23: Vielen Dank und bis zum nächsten Mal.

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