Ist deine Idee wirklich eine Geschäftsidee? 7 Tests vor der Gründung
Shownotes
Eine gute Idee oder ein fertiges Produkt machen noch kein erfolgreiches Unternehmen aus, solange dafür keine echte Zahlungsbereitschaft am Markt existiert. In dieser Solofolge stellt René Klein den ultimativen Geschäftsideen-Check anhand von sieben pragmatischen Praxistests vor, mit denen Gründerinnen und Gründer kritische Annahmen frühzeitig entlarven. René zeigt, wie aus vagen Vermutungen stichfeste Kundensignale werden und worauf es bei der ersten Zielgruppe sowie der Wirtschaftlichkeit wirklich ankommt.
📌 DAS NIMMST DU AUS DIESER FOLGE MIT: • Das Jobs-to-be-Done-Prinzip und echte Kundensignale: Warum das Lösen eines konkreten Schmerzpunkts entscheidend ist und wie der Unterschied zwischen Lob und echter Kaufbereitschaft anhand einer Signalleiter gemessen wird. • Erste Zielgruppe und manuelle Kundenakquise: Weshalb ein spitzer Beachhead-Market zum Start notwendig ist, wie die ersten zehn Kunden gezielt gewonnen werden und wie die einfache Wirtschaftlichkeitsrechnung funktioniert. • Dein konkretes To-Do fürs Wochenende: Nutze den Ampel-Test für alle sieben Schritte, identifiziere dein risikoreichstes rotes Feld und plane einen konkreten Test für die nächsten 14 Tage.
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00:00:00: Was weiß ich bereits?
00:00:01: Was glaube ich bislang nur und was muss ich als nächstes testen.
00:00:06: Verliebe dich nicht in deine Lösung, verliebe Dich in das Problem!
00:00:29: Du hast ein Idee – vielleicht sogar eine richtig gute.
00:00:32: Du hast Freunden davon erzählt und die finden sie spannend.
00:00:35: Vielleicht hast du schon einen Namen einer Domain und vielleicht sitzt du sogar schon an der Website.
00:00:39: Aber all das beantwortet die entscheidende Frage noch nicht Hast du eine gute Idee oder hast du wirklich eine Geschäftsidee?
00:00:48: Denn eine Idee allein ist noch kein Geschäft.
00:00:50: Und selbst ein fertiges Produkt ist noch keinen Business!
00:00:53: Ein Geschäft entsteht erst dann, wenn Du ein relevantes Problem löst – die richtigen Kunden erreichst einen klaren Nutzen lieferst, Menschen dafür bezahlen und sich das Ganze am Ende auch wirtschaftlich trägt.
00:01:06: Genau das testen wir heute.
00:01:08: Warum ist es so wichtig?
00:01:13: Das hat eine Studie eines Harvard Professors herausgefunden.
00:01:16: Und auch hier im Podcast berichten Unternehmer und Unternehmerinnen sehr häufig davon, wie sie mit ihrem Produkt am Anfang bei den Kunden keinen Erfolg hatten – und das Produkt dann stark verändern mussten!
00:01:27: Hi, schön dass du wieder reinhörst beim Podcast.
00:01:29: besser gründen.
00:01:30: Mein Name ist René und das ist meine Solo-Folge.
00:01:33: Maximal fünfzehn Minuten?
00:01:34: Okay manchmal noch ein bisschen mehr.
00:01:36: Persönliche Einblicke, Tipps und vor allem konkrete Methoden damit du erfolgreich ergründest.
00:01:42: machen wir den Geschäftsideen-Check.
00:01:44: Dafür habe ich sieben Tests mitgebracht und wichtig am Ende soll zu nicht sagen, super meine Idee hat siebenundachtzig Punkte sondern du sollst wissen was weiß ich bereits?
00:01:53: Was glaube ich bislang nur?
00:01:55: Und was muss sich als nächstes testen?
00:01:58: Los geht's!
00:01:59: Test Nummer eins gibt es wirklich ein Problem?
00:02:03: der erste Fehler passiert häufig ganz am Anfang.
00:02:06: Wir verlieben uns in unsere Lösung.
00:02:08: Wir sagen, wir möchten eine App bauen.
00:02:10: Ein Online-Shop eröffnen.
00:02:12: Ein Café starten.
00:02:13: Eine Beratung anbieten – aber eigentlich müssen wir noch einen Schritt zurückgehen!
00:02:18: Die erste Frage lautet nämlich nicht was möchte ich verkaufen sondern was möchten meine Kunden erreichen und was steht ihnen dabei im Weg?
00:02:28: Dafür gibt es ein Konzept.
00:02:29: das nennt sich Jobs to be done.
00:02:31: Die Idee ist simpel Denn Menschen kaufen Produkte nicht, weil sie etwas besitzen wollen.
00:02:35: Sie wollen mit diesen Produkten oder diesen Dienstleistungen etwas erreichen.
00:02:39: Nehmen wir eine Buchhaltungssoftware!
00:02:41: Kein Selbständiger steht morgens auf und denkt heute hätte ich richtig Lust auf Buchhaltungssoftware.
00:02:47: Der eigentliche Job ist hingegen – Ich möchte meine Buchhaltungen schnell erledigen.
00:02:51: Ich möchte keine Fehler machen Und ich möchte abends noch zwei Stunden Belege sortieren.
00:02:56: Die Software ist nur das Mittel zum Zweck.
00:02:59: Deshalb stell dir vier Fragen Was möchte mein Kunde gerade erreichen?
00:03:04: Was steht ihm dabei im Weg, wie dringend muss dieses Problem gelöst werden?
00:03:09: und als vierte Frage was passiert wenn er gar nichts tut.
00:03:14: Denn nicht jedes Problem ist automatisch auch eine Geschäftschance!
00:03:18: Wir haben ja alle jeden Tag dutzende kleine Probleme aber nur für wenige davon machen wir wirklich den Geldbeutel auf.
00:03:25: Spannend wird es wenn das Problem Zeit kostet oder Geld kostet Stress verursacht, ein Risiko erzeugt oder ein wichtiges Ziel verhindert.
00:03:35: Deshalb ist ein Problem nicht per se interessant nur weil es existiert – es wird interessant wenn der Kunde einen Grund hat es jetzt zu lösen!
00:03:46: Und hier ist noch ein Punkt.
00:03:47: Versuch nicht sofort fünf Probleme gleichzeitig zu löschen.
00:03:50: Zuerst zunächst ein wirklich relevantes Problem und löse dieses Problem richtig gut.
00:03:56: Das Fazit?
00:03:57: Verlieb dich nicht in deine Lösung verliebe dich in das Problem, denn am Ende entwickelst du vielleicht eine ganz andere Lösung für dieses Problem als du am Anfang jetzt denkst.
00:04:08: So kommen wir zum zweiten Test.
00:04:11: Weißt du das oder glaubst du es nur?
00:04:14: Denn wir Gründer und Gründeren sagen oft ich glaube dass meine Kunden... Ich glaube sie haben dieses Problem!
00:04:20: Ich glaube Sie brauchen diese Funktion!
00:04:23: Ich Glaube sie würden dafür bezahlen.
00:04:25: Das Problem Glauben ist noch kein Kundensignal.
00:04:29: deshalb musst Du raus.
00:04:30: Du musst mit potenziellen Kunden sprechen, aber führe dabei kein Verkaufsgespräch.
00:04:34: Und frag auch nicht findest du meine Idee gut oder würdest du meine App benutzen?
00:04:39: Warum bei Menschen nett sind und weil Aussagen darüber was wir irgendwann vielleicht tun würden ziemlich wenig wert sind.
00:04:47: Frag lieber wann hattest du dieses Problem zuletzt?
00:04:50: Was ist genau passiert?
00:04:52: wie hast du es gelöst?
00:04:54: das hat dich daran gestört.
00:04:56: Wie viel Zeit oder Geld hatte ich diese Lösung gekostet?
00:04:59: Und die Bonusfrage, hast du schon versucht eine bessere Lösung zu finden?
00:05:05: Denn jetzt wird's ganz interessant.
00:05:07: Vielleicht hat dein Kunde bereits ne andere Software und anderes Produkt, ne andere Dienstleistung ausprobiert!
00:05:13: Vielleicht hat er seine eigene Excel gebaut – vielleicht hat ein Mitarbeiter beauftragt, jetzt irgendwie zehn Stunden zu investieren um irgendeine Lösung zu basteln.
00:05:21: Das alles wären sehr starke Signale.
00:05:24: Denn damit sagt ihr jemand nicht nur das Problem nervt mich, sondern das Problem ist mir wichtig genug dass ich bereits Ressourcen investiert habe um das zu lösen.
00:05:33: Du kannst dir die Kundensignale deshalb wie eine Leiter vorstellen.
00:05:36: ganz unten war es ne cool Idee darüber.
00:05:39: Das Problem kenne ich.
00:05:41: dann gehen wir höher und ich suche bereits nach einer Lösung.
00:05:44: noch stärker ist Ich hab schon versucht das Problem selbst zu löse.
00:05:48: Dann kommt, ich messt Tiere heute bereits Zeit oder Geld und ziemlich weit oben steht dann O wann kann nicht deine Lösung testen?
00:05:55: Oder noch besser.
00:05:56: Wo kann ich deine Lösung
00:05:57: kaufen?".
00:05:59: Und genau das ist der Unterschied zwischen finde ich gut und will ich haben.
00:06:03: Testnummer drei Wer hat dieses Problem am stärksten?
00:06:08: Ich höre bei Geschäftsidien häufig meine Zielgruppe sind Selbstständige oder Unternehmen oder Eltern.
00:06:16: Auch ganz häufig, eigentlich kann das ja jeder gebrauchen.
00:06:19: Doch wenn du alle ansprichst, fühlt sich häufig niemand wirklich angesprochen.
00:06:24: Deshalb brauchst Du eine erste kleine Zielgruppe!
00:06:26: Man spricht hier auch von einem Beachhead-Market – also von einem Marktsegment mit dem Du zuerst startest.
00:06:32: aus allgemein selbstständiger kann dabei werden Illustratoren im ersten Geschäftsjahr die ihre Buchhaltung selbst machen.
00:06:40: Plötzlich kannst Du nämlich ganz konkrete Fragen beantworten.
00:06:42: wo finde ich denn diese?
00:06:43: Menschen, die Illustratoren.
00:06:45: Was beschäftigt sie?
00:06:47: Wie lösen Sie das Problem heute und welche Worte benutzen Sie dafür?
00:06:51: Und kann ich in den nächsten zwei Wochen zehn dieser möglichen Kunden direkt ansprechen?
00:06:58: Das wäre nämlich ein guter Test!
00:06:59: Wenn du zehn potenzielle Kunden noch nicht einmal finden kannst wird es nämlich schwierig später hundert oder tausend zu gewinnen.
00:07:05: Deshalb musst am Anfang nicht wissen wer irgendwann bei dir kauft.
00:07:10: Du musst wissen wer zuerst kauft Und genauso musst du nicht alle Probleme dieser Zielgruppe lösen.
00:07:16: Ein Kundentyp, ein relevantes Problem – ein klarer Startpunkt!
00:07:22: Kommen wir zu Testnummer vier.
00:07:24: Warum sollte der Kunde seine heutige Lösung aufgeben?
00:07:28: Jetzt kommen wir zum Nutzenversprechen und dafür hilft uns das Value Proposition Canvas.
00:07:33: Auch das müssen wir jetzt aber nicht komplizierter machen als nötig.
00:07:36: Ganz grob erklärt.
00:07:37: Auf der einen Seite steht dein Kunde.
00:07:38: Er hat ein Job, er hat Probleme sogenannte Paints.
00:07:42: Und er hat das gewünschte Ergebnis, also Gains.
00:07:45: Fragt dich also was möchte er erreichen?
00:07:47: Was steht ihm im Weg und was wäre deutlich besser als heute?
00:07:51: Auf der anderen Seite von diesem Kern, was stehst du mit deiner Lösung?
00:07:55: jetzt wird spannend denn bevor du fragst welche Features muss mein Produkt meine Dienstleistung haben frag lieber welches Versprechen muss ich meinem Kunden erfüllen?
00:08:06: erst kommt das Problem dann das Versprechen und erst danach das Produkt.
00:08:11: Also nicht unsere Software hat KI, fünf Schnittstellen und ein neues Dashboard sondern mit unserer Lösung erledigst du diese Aufgabe in zehn Minuten statt in einer Stunde.
00:08:23: Das ist ein Versprechen was natürlich auch halten musst!
00:08:28: Werbung Dieser Podcast wird präsentiert von der KfW-Bankengruppe.
00:08:34: ob sie gründen oder in ein bestehendes Unternehmen einsteigen Fördermittel der KfW erleichtern Ihnen die Existenzgründung und Ihre ersten Jahre der Selbstständigkeit.
00:08:43: Finden Sie die passende Förderung, und lassen sie sich von anderen Vollblutunternehmerinnen und Unternehmern inspirieren unter kfwde-slash-gründen und kfwdee-slasch-Nachfolge!
00:08:54: Alle wichtigen Infos dazu finden sich auch in den Shownotes dieser Folge.
00:09:01: Werbung Ende.
00:09:03: Und dann kommt die entscheidende Frage – ist dieser Nutzen, den du verspricht?
00:09:06: Groß
00:09:06: genug?!
00:09:07: damit der Kunde seine heutige Lösung aufgibt.
00:09:10: Denn häufig heißt es dann so Marketing, wir sind moderner und innovative aber das ist kein Wechselgrund!
00:09:15: Und einfacher ist auch noch ziemlich abstrakt.
00:09:19: Spannender wird es bei Aussagen wie Du sparst drei Stunden pro Woche, du reduzierst Fehler, du sparst Geld, du senkst ein Risiko, du erreichst ein wichtiges Ziel schneller oder du beseitigst etwas was deinen Kunden heute regelmäßig nervt.
00:09:35: Vergiss dabei nicht, denn Wettbewerber ist nicht immer ein anderes Unternehmen oder ein anderer Marktteilnehmer.
00:09:41: Denn Wett bewerber kann Excel sein oder WhatsApp, Papier und Stift oder der Mitarbeiter bei deinem Kunden, der das Ganze irgendwie manuell macht – oder nichts tun!
00:09:51: Weil auch wenn das Problem da ist, wenn der Kunde momentan einfach nichts tut um das Problem zu lösen, dann ist auch das erstmal dein Wett Bewerber weil er kann ja auch dabei bleiben.
00:10:00: Deshalb musst du dir die Frage stellen, warum sollte mein Kunde seine heutige Lösung wirklich aufgeben oder was motiviert ihn von diesem?
00:10:08: ich kümmere mich gar nicht um das Problem hinzu.
00:10:11: Ich möchte das Problem wirklich lösen.
00:10:12: zu kommen und hier gilt dein erster Test darf klein sein eine kleine Zielgruppe aber der Nutzen für deinen Kunden der darf nicht klein sein weil sonst wird er sich nicht bewegen und seine bisherige Lösung aufgeben.
00:10:26: So, kommen wir zum nächsten Test.
00:10:28: Test Nr.
00:10:28: V ist jemand wirklich bereit dafür zu bezahlen?
00:10:31: Als Gründer und Gründerin sammeln wir gerne Zustimmung – Likes, Komplimente, Newsletteranmeldungen und vielleicht sogar schon Wartelisten!
00:10:40: Das ist alles gut aber es ist nicht dasselbe wie Zahlungsbereitschaft.
00:10:43: Auch hier kannst du dir die Signale wie eine Leiter vorstellen.
00:10:46: ganz unten steht gefällt mir.
00:10:48: dann kommt schick mir Informationen dann ich vereinbare ein Termin dann komme dich teste das Produkt dann ich mache einen Piloten mit dir und irgendwann, ich
00:10:58: kaufe.".
00:10:59: Ein Kompliment kostet nämlich nichts.
00:11:01: Eine Kaufentscheidung schon!
00:11:03: Deshalb ist die Frage – was würdest du dafür bezahlen?
00:11:06: Nur bedingt hilfreich.
00:11:08: Viel spannender ist, bekomme ich einen echten Kunden dazu heute eine kleine Kaufentschaltung zu treffen.
00:11:14: Vielleicht ist das eine Vorbestellung, eine Anzahlung ein kleiner Pilot oder ein erster Auftrag Und dafür muss dein Produkt nicht perfekt sein.
00:11:22: Vielleicht kannst du die Dienstleistung zunächst manueller bringen.
00:11:25: Vielleicht reicht ein Prototyp, vielleicht kannst du den Prozess im Hintergrund noch mit Excel abbilden?
00:11:29: Das ist ja eigentlich völlig egal denn du willst zunächst eine Frage beantworten Ist der Nutzen für den Kunden wichtig genug dass er jetzt dafür Geld ausgibt?
00:11:39: Denn Lob ist auch kein Geschäftsmodell.
00:11:42: Test Nummer sechs Woher kommen die ersten zehn Kunden?
00:11:45: Viele Business Pläne enthalten in Kapitel Marketing Sätze wie Wir setzen auf Social-Media, wir bauen SEO auf.
00:11:51: Wir machen Content.
00:11:53: Später schalten wir Ads – das kann alles funktionieren!
00:11:56: Aber am Anfang würde ich eine einfache Frage stellen.
00:11:59: Woher kommen deine ersten zehn Kunden?
00:12:02: Nicht die ersten zehntausend.
00:12:04: Die ersten zehn.
00:12:05: Schreib sie im Zweifel sogar einzeln auf.
00:12:07: Kunde eins, wo finde ich Ihnen?
00:12:09: Wie spreche ich Ihnen an?
00:12:10: Warum sollte er mit mir sprechen?
00:12:11: und das machst du dann für Kunde zwei, Kunde drei bis Kunde zehn.
00:12:14: Vielleicht kommen Sie aus dem Netzwerk vielleicht über LinkedIn Vielleicht über ein Verband, über einen Kooperationspartner.
00:12:20: Vielleicht gehst du auf eine Messe oder du rufst deine Zielkunden einfach an.
00:12:24: Am Anfang darf der Vertrieb ruhig so manuell sein – also sehr direkt von dir ausgehend.
00:12:30: Das ist sogar hilfreich!
00:12:32: Denn dabei lernst Du enorm viel.
00:12:33: Du hörst Einwände und verstehst die Sprache Deiner Kunden.
00:12:37: Du merkst welche Argumente im Verkauf funktionieren.
00:12:39: Und du bekommst mit warum jemand kauft und warum nicht.
00:12:42: Aber danach kommt ein zweiter Schritt.
00:12:44: Wenn du diese ersten Kunden gewonnen hast, schau dir an – was davon lässt sich wiederholen?
00:12:49: Vielleicht kamen sieben der ersten zehn Kunden über Direktansprache!
00:12:51: Dann hast du eine Hypothese für den ersten Vertriebskanal.
00:12:55: und dann bitte auch nicht sofort gleichzeitig Instagram, LinkedIn, SEO, MetaEats, Google Ads, Newsletter PR und fünf Partnerschaften sondern teste einen Kanal richtig.
00:13:05: bringt er dir wiederholbar passende Kunden?
00:13:08: wenn ja verbessert diesen Kanal.
00:13:10: wenn nein Teste den nächsten Kanal.
00:13:13: Und vergiss nicht, auch Sichtbarkeit allein bringt noch kein Geschäft.
00:13:17: Entscheidend ist kann ich systematisch aus Aufmerksamkeit Gespräche Aus Gesprächen Kunden und aus Kunden Umsatz machen.
00:13:27: Und jetzt Testnummer sieben rechnet sich das Ganze.
00:13:30: Jetzt somit zum Abschluss eine ziemlich unromantische Frage Kann aus Deine Idee überhaupt ein wirtschaftliches Geschäft entstehen?
00:13:38: Dafür brauchst du Keine Angst, am Anfang keine Exel mit siebenundzwanzig Tabellenblättern.
00:13:43: Mach zunächst eine ganz einfache Rechnung.
00:13:45: Nehmen wir an du möchtest sechzigtausend Euro Umsatz im ersten Jahr erzielen.
00:13:50: Ein Kunde bringt dir durchschnittlich dreinhalb Euro Umsatze.
00:13:53: dann brauchst du zweihundert Kunden Punkt!
00:13:57: Jetzt wird die Sache konkret.
00:13:59: Frag dich kann ich wirklich zweihundert passende Kunden pro Jahr gewinnen?
00:14:03: Kann ich Sie bedienen?
00:14:04: was kostet es mich Sie zu Gewinnen?
00:14:06: Was kostet die Leistung?
00:14:07: bleibt danach genug Geld übrig?
00:14:09: Wenn nicht, hast du jetzt verschiedene Hebel.
00:14:11: Du kannst den Preis erhöhen, du kannst mehr Umsatz pro Kunde erzielen, du kannst wiederkehrende Umsätze schaffen, kannst Kosten reduzieren und kannst die Zielgruppen verändern.
00:14:20: oder du brauchst einen anderen Vertriebskanal.
00:14:22: Aber mach diese Rechnung schon jetzt früh auf – nicht erst nach sechs Monaten!
00:14:27: Denn das ist dann eine ziemlich unangenehme Erkenntnis.
00:14:30: Das Produkt funktioniert, die Kunden sind zufrieden aber das Geschäftsmodell funktioniert trotzdem nicht weil es eben nicht wirtschaftlich ist.
00:14:39: Und an dieser Stelle gründer Klartext.
00:14:46: Du musst deine Idee nicht komplett beweisen, bevor du gründest – das geht ja auch gar nicht!
00:14:50: Gründen bedeutet immer Unsicherheit.
00:14:52: Aber trenne zwei Dinge sauber voneinander.
00:14:56: Was weiß ich bereits und was nehme ich bislang nur an?
00:15:01: Denn jede Geschäftsidee besteht am Anfang aus Annahmen.
00:15:05: Meine Kunden haben dieses Problem.
00:15:06: Es ist dringend genug.
00:15:08: Sie zahlen dafür fünfzig Euro sie wechseln von ihrer heutigen Lösung Ich erreiche sie über diesen oder diesem Kanal und ich kann meine Leistung profitabel erbringen.
00:15:17: Schreib diese Annahmen auf!
00:15:18: Und dann fragt dich, welche davon wäre für meine Geschäftsidee besonders kritisch wenn sie falsch wäre?
00:15:25: Und bei welcher dieser Annahme habe ich die wenigsten Belege?
00:15:29: Genau dort liegt eine riskanteste Annahma und genau DIE solltest du als nächstes testen – nicht die bequemste Annahme, nicht die, die am meisten Spaß macht sondern die an der dein Geschäftsmodell wirklich hängt.
00:15:42: Und noch was zum Schluss, weil die Dierung endet nicht mit dem ersten Verkauf.
00:15:46: Bleib auch danach nah an deinen Kunden!
00:15:48: Frag, was nutzt du wirklich?
00:15:49: Was bringt dir am meisten?
00:15:51: Was fehlt dir?
00:15:52: Was würdest Du vermissen wenn ich es morgen wegnehme?
00:15:54: Denn vielleicht zeigt Dir der erste der fünf Kunden welches Element Deiner Lösung wirklich wertvoll ist und genau dort kann dann dein eigentliches Geschäft entstehen.
00:16:05: So, dein Tudu fürs Wochenende.
00:16:10: und schreibt die sieben Punkte untereinander.
00:16:15: Erstens Problem und Dringlichkeit, zweitens echte Belege, drittens erster Zielkunde, viertens Nutzen-und Alternative, fünftens Zahlungsbereitschaft, sechstens der Weg zu den ersten zehn Kunden und siebens Wirtschaftlichkeit.
00:16:31: Und jetzt gibt ihr bei jedem Punkt ganz ehrlich eine Farbe.
00:16:34: Grün für ich habe echte Beläge, gelb es klingt plausibel aber ich weiß es noch nicht sicher.
00:16:39: Und Rot, das ist bisher eigentlich nur eine Annahme.
00:16:43: Jetzt kommt der wichtigste Teil!
00:16:45: Arbeit denn nicht an den grünen Punkten weiter, nimm dir das wichtigste rote Feld und frag dich welchen Test kann ich in den nächsten vierzehn Tagen durchführen um hier ein echtes Kundensignal zu bekommen?
00:16:57: Beispielsweise zehn Gespräche – ein konkretes Angebot, einen Pilot, eine Landingpage, eine Vorbestellung, ein echter Preis im Verkaufsgespräch.
00:17:05: was auch immer zu deiner Idee in deiner Phase jetzt passt aber hol dir den Beleg.
00:17:11: Denn eine Geschäftsidee ist am Ende nicht einfach eine Idee, die gut klingt.
00:17:16: Eine Geschäftsidea ist eine Idee für die du Stück für Stück Belege findest.
00:17:20: Es gibt ein relevantes und dringliches Problem.
00:17:22: es gibt eine konkrete Zielgruppe.
00:17:25: es gibt einen Grund zu wechseln.
00:17:26: Menschen sind bereit zu bezahlen.
00:17:28: Du weißt wie du die ersten Kunden erreichst.
00:17:31: das Ganze kann sich wirtschaftlich tragen.
00:17:34: Du musst vor deiner Gründung nicht alles wissen Aber du solltest wissen, was du bisher nur glaubst und genau dort beginnt dein nächster Test.
00:17:44: So!
00:17:44: Und wenn du Lust hast an deine Idee zu arbeiten und zu gucken, was Du schon weißt über Deine Idee und was Du nicht weißt?
00:17:51: Dann kommt doch am achten Oktober zur Degut in die Arena Berlin Denn dort gebe ich ein Workshop um sechszehn Uhr Mit dem Titel ist mein Idee wirklich eine Geschäftsidee?
00:18:01: Dort werden wir auch einen Tool durchgehen mit dem du dann interaktiv deiner Idee prüfen kannst.
00:18:08: Das war's für heute bei Besser Gründen, mich interessiert jetzt natürlich welcher der sieben Punkte ist bei deiner Geschäfts-CD aktuell noch rot?
00:18:15: Schreibst du mir gerne bei Spotify in die Kommentare oder schick mir eine Nachricht auf LinkedIn und wenn Du jemanden kennst, der gerade begeistert von seiner Geschäfts CD erzählt dann schick ihm diese Folge!
00:18:25: Vielleicht erspart Sie ihm ein paar Monate Arbeit an der falschen Stelle.
00:18:28: vielleicht hilft es ihm dabei schnell herauszufinden was seine Kunden wirklich brauchen.
00:18:33: Fehl Erfolg bis zur nächsten Folge Dein René.
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