Von 100 auf 16 Teammitglieder: Aimie-Sarah Carstensen über den Turnaround von ArtNight
Shownotes
Ein Unternehmen durch eine schwere Krise zu steuern, erfordert mutige und oft schmerzhafte Entscheidungen. In dieser Folge spricht René mit Aimie-Sarah Carstensen, Gründerin und CEO von ArtNight, über den Wandel von einem risiko- und personalintensiven Hyper-Growth-Start-up hin zu einer schlanken, profitablen Plattform. Aimie erklärt, wie sie das Team von über 100 auf 16 Mitarbeitende restrukturierte, warum Komplexität herabgesetzt werden muss und weshalb radikaler Fokus auf das Kerngeschäft das Überleben sichert.
📌 DAS NIMMST DU AUS DIESER FOLGE MIT: • Vom Hyper-Growth zur Profitabilität: Warum schnelles Skalieren mit hohem Geldverbrauch ohne stabiles Fundament gefährlich ist und weshalb echter Ertrag immer vor reinem Umsatzwachstum stehen muss. • Schmerzhafte Entscheidungen als Führungskraft: Wie tiefgreifende Restrukturierungen und Teamentlassungen verantwortungsvoll umgesetzt werden und warum radikale Transparenz Vertrauen im Team aufbaut. • Marketing-Effizienz und der Einsatz von KI: Weshalb ein Blackout-Test bei bezahlten Marketing-Kanälen echte Klarheit bringt und wie ArtNight KI für interne Prozesse nutzt, um mit einem kleinen Team maximale Hebelwirkung zu erzielen.
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00:00:00: diese krassen Schwankungen von Himmel hoch jauchten bis zu Tode betrübt und viel Geld, kein Geld umziehen.
00:00:07: Ein Zimmerwohnunghaus!
00:00:08: Das fand ich einfach so etzend früher.
00:00:11: Und das war ehrlich gesagt mit die härtesten Entscheidungen.
00:00:14: Ich habe zwei Massenentlassungen auch durchgeführt – und es war verdammt hart.
00:00:36: Wir müssen Entscheidung treffen.
00:00:38: Das ist Kern unserer Tätigkeit als Unternehmerin.
00:00:41: Doch Entscheidungen zu treffen ist nicht einfach.
00:00:44: Und noch schwieriger ist es, wenn wir die schmerzhaften Konsequenzen unserer Entscheidung spüren.
00:00:49: Was dann?
00:00:50: Das frage ich in dieser Folge Amy Sarah Carstensen, Gründerin und CEO von ArtNight.
00:00:54: Ihre Entscheidung haben das Unternehmen an den Rand des Abgrunds geführt – und wieder zurück!
00:00:59: Und das finde ich spannend.
00:01:00: Deshalb schauen wir uns diese Reise ganz genau an.
00:01:03: Aus welchen Fehlern der Vergangenheit können wir lernen.
00:01:05: Und was ist das Erfolgsrezept von Amy vor
00:01:07: heute?!
00:01:08: Denn heute macht das Unternehmen mit einem Team Mehr Umsatz als damals mit einem Team von über hundert.
00:01:41: IRL, das nennt man jetzt so in real life.
00:01:44: Und zwar veranstalten wir pro Monat ca.
00:01:46: tausend Events in mehr als sechszig Städte in Deutschland, Österreich und seit letzter Woche auch wieder in der Schweiz und ganz neu in Dänemark.
00:01:53: Wir haben bisher über eins Komma fünf Millionen Teilnehmer gehabt und neben den öffentlichen Events die wir anbieten wo es um zum Beispiel Malkurse geht oder DIY Kurse geht bieten wir eben auch private Gruppen- und Firmen Events an.
00:02:06: Und womit verdient ihr konkret Geld?
00:02:09: Wir verdienen konkret Geld, indem wir wirklich selbst der Veranstalter sind.
00:02:12: Also Art Night ist kein Marketplace sondern tatsächlich eine Plattform.
00:02:15: Wir überlegen uns die Veranstaltungsformate.
00:02:18: wie entwickeln sie?
00:02:18: Wie führen Sie auch durch mit unseren wunderbaren Workshop Hosts?
00:02:22: und wir verdienen konkrete Geld in dem wir schlicht weg Tickets verkaufen für die Erlebnisse, die wir anbieten.
00:02:28: Von wo bis wo reichen die Ticketpreise?
00:02:30: Gibt es uns ein paar Beispiele bitte!
00:02:31: Ja also von neunvierzig Euro das ist so der Standard-Ticketpreis.
00:02:35: Für Kinder ist das Ganze nochmal ein bisschen günstiger hin bis zu neunsechzig Euro zum Beispiel für Wine & Paint.
00:02:40: da ist aber dann auch eine Weinprobe noch inklusive und nicht nur des Malen.
00:02:45: Was ist das Versprechen an eure Kunden
00:02:47: dass sie raus aus dem Alltag kommen und wirklich wieder ihre kreative Seite entdecken können.
00:02:53: Dass die andere Menschen kennenlernen, mit anderen Menschen auch connecten können.
00:02:57: Das muss gar nicht unbedingt so sein, das man jetzt nach einer Art Neut mit fünf neuen Freunden irgendwie nach Hause geht.
00:03:02: aber es geht um das soziale Miteinander, dass man eben gemeinsam was erlebt und was gemeinsam mit den Händen kreiert.
00:03:08: Habt ihr einen idealen Kunden oder eine ideale Kunde?
00:03:11: Also typischerweise zu euren Events kommt?
00:03:15: Ja, es gibt ja einfach so den Dream-Customer.
00:03:17: Also unser ideale Kunde oder Kundin... Gibt's ehrlich gesagt gar nicht!
00:03:21: Denn Artnite ist wirklich für alle da also unabhängig jeden Alters.
00:03:24: wie gesagt wir bieten auch Artnites für Kinder an, für Erwachsene und für ältere Menschen.
00:03:28: Geschlecht ist auch völlig egal.
00:03:30: Diejenigen die sehr häufig zu der Artnite kommen und das ist eine ganz andere Geschichte sind ganz häufig Frauen zwischen Mitte zwanzig und in ihren Mitfünfzigern würde ich mal sagen die einfach Bock haben mal was Neues zu erleben, neues Hobby auszuprobieren und eben auch etwas mit anderen Menschen zu machen.
00:03:47: Und was sind eure wichtigsten Marketingkanäle dafür?
00:03:51: Das hat sich in den letzten Jahren sehr stark verändert und das verändert sich ehrlich gesagt auch viel rasanter heutzutage als noch vor vielen jahren.
00:03:58: heute würde ich sagen die wichtigsten marketing kanäle sind influencer marketing indem wir eben auch content creator influencers zu den events einladen sind aber auch google ads also dass es so mit einer unserer einzigen Paid Marketing Channels und viel PR.
00:04:14: Aber ich habe einen wichtigen vergessen, der allerwichtigste uns heißt das Mond-zu-Mund Propaganda.
00:04:18: Das ist mich bei Erlebnissen ganz besonders wichtig!
00:04:20: Nur Interesse halber?
00:04:22: Warum kommen aus Deiner Sicht Männer weniger häufig zu solchen Art Nights?
00:04:28: Ja, das habe ich mal versucht vor vielen Jahren zu analysieren und hab eben vor anderthalb Jahren noch einmal eine größere umfragende Starte, in dem ich wirklich Männer auch angerufen habe.
00:04:37: Und was ich herausgefunden habe – es ist jetzt aber nicht statistisch belegt – ist dass Männer häufig sich mehr davor scheuen so etwas Neues ausprobieren im Gesellschaft weil sie sich mehr Angst haben, was falsch zu machen oder nicht malen zu können oder das Bild hinterher blöd aussieht oder so.
00:04:53: Und Frauen ist das ein bisschen egaler.
00:04:54: Das heißt, die sind da glaub ich was das angeht irgendwie offener und haben auch nicht so den Performance-Druck sondern probieren einfach mal etwas Neues aus.
00:05:02: Wenn Männer aber mal bei unserer Art Night waren und dann gemerkt haben Mensch das macht ja viel Spaß und ich komme eben dank der Anleitung der Künstlerinnen zu einem wahnsinnig tollen Ergebnis dann kommen sie immer wieder.
00:05:14: also das ist besonders schön.
00:05:15: Okay, spannend!
00:05:17: Amy du bist ja jetzt auch schon eine Dekade unternehmen?
00:05:22: Hätte ich nicht gedacht, damals.
00:05:23: So schnell vergeht die Zeit!
00:05:25: Du bist aus dem Jahr zwei Tausend Sechzehn hast du losgelegt.
00:05:27: Nimm uns nochmal zurück an diesen Startpunkt.
00:05:31: Warum hast du damals gegründet?
00:05:33: War Gründung schon ein Thema von dir?
00:05:35: War das was völlig Neues?
00:05:38: Ja Also, und zwar meine Eltern sind beides Unternehmer.
00:05:42: Aber jetzt nicht so, ich sag mal, nicht so hippe Startup-Unternehmerne wie man sich das heute vorstellt sondern meine Eltern haben beide immer viel ausprobiert unternehmerisch.
00:05:49: die waren auch damals getrennt.
00:05:51: d.h.
00:05:51: ich bin bei meiner Mutter aufgewachsen Und meine Mutter beispielsweise hat eine Kneipe, wir haben es Oli Mühle.
00:05:56: Die hatte ein Kosmetikstudio.
00:05:57: Heute hat sie ein sehr erfolgreiches Reinigungsunternehmen in Süddeutschland und macht da viel Bitubireinigung.
00:06:03: und mein Vater hat auch viel ausrobiert.
00:06:05: zum Beispiel hat er Mengen an Apfelsaft importiert fragt mich nicht, warum.
00:06:10: Aber er hat ganz viel gemacht auch mal gegen die Wand gefahren und heute hat er eben ein unglaublich erfolgreiches Unternehmen in der Baubranche.
00:06:18: Und von denen habe ich natürlich viel Unternehmerisches mitgenommen.
00:06:22: aber vor allem in meiner Jugend und auch als junge Erwachsene war das der Grund dass sich gesagt habe Ich will auf keinen Fall gründen Weil ich hab natürlich die ups-and-downs erlebt.
00:06:31: Ich konnte eben nicht die Mystics, die Hose mit Reizinnen irgendwie einfach haben, weil wir auch Zeiten hatten, wo wir wirklich gar kein Geld hatten und es kaum mehr was zu essen kaufen konnten.
00:06:39: Und diese krassen Schwankungen von Himme hoch jauchten bis zur Tode betrübt!
00:06:45: Und viel Geld, kein Geld umziehen ... Ein Zimmerwohnunghaus.
00:06:48: Das fand ich so ätzend früher.
00:06:51: Da will mir immer nichts sein wie seine Eltern.
00:06:53: also habe ich erst mal gesagt... Ich strebe Konzernkarriere an, weil das ist sicher.
00:06:57: Ich klettere so ganz klassisch die Karriereleiter hoch und habe mich deshalb für ein duales Studium entschieden.
00:07:02: Bin dann bei Axel Springer eingestiegen, war danach bei Bertelsmann und war auch relativ jung.
00:07:08: Da war ich Anfang Mitte zwanzig in der Führungsrolle bei Bertlsmann, weil mein großes Ziel hier war.
00:07:13: Ich wollte immer gedacht, okay, da wäre ich jetzt Vorstand von einem Dachs dreißig unter mir.
00:07:18: Also ambitioniert war ich schon immer!
00:07:20: Und dann hab' ich eben gemerkt als ich mittezwanzig war auf der Karriereleiter befand, dass das Thema Unternehmertum mich ehrlich gesagt nicht loslässt und dass ich immer mehr Bock hatte auch selber was zu treffen.
00:07:32: Und selber die Entscheidung zutreffen und selber auch die Konsequenzen zu tragen.
00:07:36: Und dann dachte ich mir damals so okay wenn dich jetzt wandern.
00:07:39: Was haben deine Eltern angesagt?
00:07:41: Die haben es ehrlich gesagt gefeiert.
00:07:42: also meine Mutter war ein bisschen irritiert darüber, dass ich Artnite gründen wollte weil sie immer gedacht hat Ich bin weniger kreativ Richtung Excel-Tabellen und strukturiert.
00:07:54: Und sie konnte überhaupt erst mal nichts damit anfangen, dass ich jetzt sage, ich mache jetzt Malkurse!
00:07:59: die Malkurse oder die Mal-Events führe ich ja nicht selber durch.
00:08:02: Und dann fand sie es aber großartig, also meine Eltern haben mich eigentlich immer darin unterstützt, Dinge auszuprobieren.
00:08:06: Aber ich wusste halt auch immer ... Die Entscheidung, die ich treffe, muss sich auch selber tragen.
00:08:11: Wenn was wirklich gewaltig schiefgeht, kann ich natürlich bei denen anklopfen und hab wieder ein Dach über den Kopf.
00:08:16: Ich habe mein gesamtes Studium selbst finanziert.
00:08:19: Es war immer klar, den Weg, den ich gehen möchte, muss ich auch z.B.
00:08:23: finanziell selbst
00:08:24: tragen.".
00:08:26: kommen immer wieder auch zum Thema aus dem Intro zur Rückentscheidung treffen und Konsequenzen dafür tragen.
00:08:32: Da deine Mutter ja gesagt hat oder verwundert war, okay warum jetzt Arknight?
00:08:36: Warum war das denn deine Gründung?
00:08:39: also was hast du da gesehen als Vision vielleicht auch gehabt?
00:08:43: um damit loszulegen
00:08:45: Das war gar keine so bewusste Entscheidung, würde ich mal sagen.
00:08:49: Als ich per Battlesmann war, habe ich festgestellt, dass mich als Frau, als junge Führungskraft relativ alleine gefühlt hab.
00:08:56: und dann hab ich damals schon nebenberuflich die erste Plattform gegründet für Frauen ... So viel mehr Empowerment.
00:09:02: Vielfalt ist sie damals mit F!
00:09:04: Und dann hab' ich angefangen Deutschland bald eben Frauen zusammenzubringen, wo es ein Speaker gab, wo man Frauen miteinander vernetzt hat und so hab ich ehrlich gesagt auch mein Netzwerk aufgebaut.
00:09:14: Und das ist was, wenn ich so zurückgucke.
00:09:17: Ich hab immer Menschen miteinander verbunden auf eine gewisse Art und Weise und ihnen Mut gemacht um sie wieder dazu gebracht in ihre Schaffenskraft zu kommen.
00:09:25: Dann habe ich meinen damaligen Mitgründer kennengelernt und der hat dann auch die Idee gehabt ja man könnte das im Erlebnisbereich machen und was mitmalen.
00:09:33: und dann fand ich es einfach so spannend.
00:09:35: und dann haben wir ziemlich ... Ja!
00:09:36: einfach spontan schon fast gesagt, also let's do it.
00:09:40: Und dann haben wir damit angefangen mal Sachen bei Bösner noch gekauft die ersten Künstler bei Iwer Kleinern zeigen gefunden Locations akquiriert und dann haben Marli events in Berlin angefangen zu machen.
00:09:50: und dann habe ich auch ziemlich schnell mein Job gekündigt
00:09:52: Mit dem Gefühl von oh je weil deine eigene Erfahrung Zuhause mit den Eltern oder auch mit Oder mit dem Gefühl okay das wird schon.
00:10:03: Ja, ich hatte schon einen Plan.
00:10:04: Ich hatte damals Zehntausend Euro auf der Seite.
00:10:07: Das hatte ich mir angespart aus den Jobjahren.
00:10:09: Ist jetzt auch nicht besonders viel und ich wusste okay von den Zehnteusend Euro.
00:10:13: wenn ich sehr sparsam kann bin dann kann ich davon wahrscheinlich so ein halbes dreiviertel Jahr leben.
00:10:18: Damals waren die Mieten noch ein bisschen günstiger und ich wüsste eben dass sich ein bisschen was auch in die Firma investieren kann.
00:10:24: und Die Zeit haben wir uns damals gegeben und haben gesagt ok Wir haben jetzt wirklich einen begrenzten zeitrahmen entweder das Ding funktioniert Und wir können uns irgendwann mal Gehalt auszahlen.
00:10:34: Oder es funktioniert halt nicht.
00:10:35: und dann war immer mein Plan B, dass ich wieder einen angestellten Job zurückgehe.
00:10:39: Also deswegen habe ich gar nicht so ein OJ-Gefühl gehabt sondern das war eher eine Phase des Ausprobierens und der worst case, der hätte passieren können, weil man ganz erst spartes weg ist, dann hätte ich mir was ansparen müssen.
00:10:52: Aber ich glaube, spannendes Thema auch für viele die losgehen oder Projekte starten dieses... Ich setze mir halt auch ne Deadline
00:11:01: Also
00:11:02: einen Zeitrahmen, bis dahin möchte ich X erreicht haben und ich überlege mir auch jetzt was ich tue wenn ich X nicht erreicht habe.
00:11:09: Dann entweder die Reißleine ziehen kann auch nochmal analysieren aber wirklich auch zu schauen was möchte ich innerhalb eines bestimmten Zeitraums erreichen?
00:11:15: Ich glaube ehrlich gesagt das ist auch der Grund warum in den USA vielleicht ich würde nicht sagen viele startups erfolgreicher sind Warum es viel häufiger den Menschen dort gelingt, einfach mal was ausprobieren und wenn's fehlt dann wieder neu zu starten.
00:11:31: Weil das so das Mindset ist.
00:11:33: also ich gehe in Risiko ein Ich habe aber auch wenig finanzielle Mittel.
00:11:36: Das heißt ich muss wirklich gut sein.
00:11:38: Ich muss wirklich das Thema vorantreiben Und ja die Gründung vorantreiben und dann muss ich aber auch wieder aufhören Wenn nicht funktioniert.
00:11:46: wenig Geld ist ein Stichwort Wenn du dich jetzt nochmal zurück erinnerst an diese Anfangszeit.
00:11:51: wir haben im Podcast die Robrik Gründungsbeichte.
00:11:55: So, die soll helfen unseren Hörern und Höreren bares Geld zu sparen.
00:11:59: von daher vielleicht für dich jetzt noch mal in deine Anfangsphase wo hast du am dümmsten oder unnötigsten aus heutiger Sicht Geld verbrannt?
00:12:08: Von dem wenigen was du da hattest und was hast du daraus gelernt?
00:12:15: Ja, also wir sind damals geputzt und haben gestartet.
00:12:18: Dann waren wir bei Hölle der Löwen, haben dann eine Angelrunde gemacht und ehrlich gesagt hätte das Kapital Gereichtum des Unternehmens aufzubauen.
00:12:24: Wir waren wirklich sehr erfolgreich extrem schnell gewachsen, haben sehr viele Leute eingestellt mit größten Fehler rückblickend bezeichnen, weil wir so richtig zu einem Hypergrows-Startup geworden sind.
00:12:41: Mit knapp eine halbe Million Burn im Monat über hundert Leuten.
00:12:46: Wir haben tausend Dinge gleichzeitig irgendwie gestartet also fünf Länder gleichzeitig noch mehr drei weitere Brands und das... war nicht so smart, weil es uns einfach sehr viel Geld gekostet hat um schnell zu sein.
00:12:58: Um schnell auch viel Umsatz vermeintlich zu machen.
00:13:01: Es hat uns aber massiv viel Profitabilität gekostelt bzw die Zahlen krass ins Minus gepusht.
00:13:08: und damals war das nicht so ein Problem, weil ehrlich gesagt lag das Geld so ein bisschen auf der Straße.
00:13:13: also mit einer guten Powerpoint konnte man wirklich Millionen raisen Ohne jetzt unsere Leistung.
00:13:18: damit will ich nicht verschlechtern, aber es war deutlich einfacher als heute.
00:13:22: Und das war mit der größten Fehler also einfach viel zu schnell, viel zu viel Geld zu verbrennen und zu raisen.
00:13:28: Ich glaube dieses Personalthema haben ganz viele Unternehmen.
00:13:31: Das heißt wenn Geld da ist sich auch von den Investoren zum Teil pushen zu lassen, schnell zu wachsen, schnell Leute einzustellen und das würde ich rückblickend anders machen.
00:13:40: Und ich hab's immer so bezeichnet wir haben eine Riesenvilla auf, sag ich mal so ... Zahnstochen aufgebaut.
00:13:48: Das heißt die Basis war relativ instabil und das Haus da drüber war aber schon riesig.
00:13:53: Und dieses Haus dann wieder abzubauen um dann ein richtiges Fundament für dieses Haus zu setzen damit man wirklich langfristig profitabel oder erfolgreich wachsen kann.
00:14:02: Das ist A, ein Pain in the Ass.
00:14:04: es kostet nochmal sehr viel Geld und es ist auch menschlich eine Katastrophe weil man sehr viele blöde Entscheidungen treffen muss.
00:14:11: Wie bei dem Thema sind Entscheidungen?
00:14:13: Dann lass uns Jetzt auf diese erste Phase schauen.
00:14:15: Vielleicht so als Frühwarnsystem für andere Unternehmer und Unternehmerinnen, die im Prinzip jetzt vielleicht in einer ähnlichen Situation sind wie ihr damals wart?
00:14:24: Jetzt steht vielleicht eine erste erfolgreiche Finanzierungsrunde da gewesen.
00:14:28: Und jetzt fangen Sie an, auf den Zahnstochern die Villa zu bauen!
00:14:33: Welche Wadensignale würdest du mitgeben um eben solche Fehler, wie Ihr sie erleben musstet nicht zu machen beziehungsweise die Signale relativ schnell zu hören und dagegen zu steuern?
00:14:44: Ja, also erstens ein ganz klarer Plan zu haben was sie Zahlen betrifft.
00:14:48: Also was will ich?
00:14:49: Will ich Umsatzwachstum hauptsächlich?
00:14:52: Wille ich eine EBTA-Wachstum?
00:14:54: Will die Profitabe sein oder nicht?
00:14:56: Es gibt Geschäftsmodelle.
00:14:57: der macht es durchaus Sinn eben erstmal viel Geld zu investieren.
00:15:01: oder ist das sogar notwendig diese Geschäftsmedelle überhaupt zu entwickeln zum Beispiel, wenn es vier Forschungen in Entwicklung gibt.
00:15:07: Es gibt aber auch Geschäftsmodelle und da würde ich jetzt mal Artenheit dazu zählen.
00:15:10: wir verkaufen ja Tickets im Voraus das heißt wir haben eigentlich immer einen ganz guten Cashbestand welchen wir wieder nutzen können um zu wachsen usw.
00:15:18: Und da wirklich zu schauen wie ist mein Geschäfts-Modell?
00:15:22: Wie viel Geld brauche ich tatsächlich und wo gebe ich's aus?
00:15:26: Das ist alles zahlenbasiert Genauso.
00:15:29: Punkt zwei, Marketingkosten.
00:15:30: Wir haben damals unfassbar viel Geld in Google und in Meta investiert Und ab einem gewissen Punkt habe ich dann entschieden dass wir einen Blackout-Test machen.
00:15:38: das bedeutet wir scheinen alle paid Marketingkanäle ab und wenn man über eine halbe Million Euro auch pro Monat in Paid Marketing investiert und diese Kanäle abschält.
00:15:48: Und dann herausfindet, dass die Sales sich nicht verändern?
00:15:51: Dann lief definitiv was schief!
00:15:53: Da sind wir nicht das einzige Beispiel – ich kenne viele andere Unternehmen, die hatten genau den gleichen Case.
00:15:58: Das heißt regelmäßig zu überprüfen.
00:16:01: Sind die Marketingkanäle, die ich aktuell laufen habe, wo ich wirklich Geld und Ressourcen investiere, Menschen daran arbeiten?
00:16:07: Sind dies wirklich
00:16:08: wert?!
00:16:08: Was ist mein Roas?
00:16:11: Welches Ziel verfolge ich damit?
00:16:13: Und das konntinuierlich immer wieder zu challenging.
00:16:16: Ein weiteres Wahnsignal ist, wenn man eben nicht mehr weiß was die Leute im Unternehmen eigentlich machen.
00:16:23: Ja, vielleicht kennt man das.
00:16:25: Ich kannte es früher auch aus größeren Unternehmen.
00:16:28: Wenn man so das Gefühl hat dass Menschen nur noch sich selbst und andere irgendwie verwalten aber selber nicht mehr gestalten und keinen nachweislichen Impact haben im Unternehmen Und wenn man einfach auch als Gründer oder als Führungskraft also kann man auch Geschäftsführere so sein Nicht mehr weiß Welchen Impact leisten eigentlich die Leute und wer macht hier eigentlich was?
00:16:49: Sondern ich habe hundert Leute, aber wenn ich nicht beantworten kann, was sie machen ist auch ein Warnzeichen.
00:16:55: Dann lass uns vielleicht auf die Themen noch kurz ein bisschen nacheinander eingehen.
00:16:59: das Thema gezielt Geld ausgeben.
00:17:01: jetzt ist es ja häufig so zumindest muss man auch so hört nach Finanzierungsrunden dass die Investoren dann auch besonders stark darauf drängen.
00:17:09: So nun aber Ausgeben bringt das Geld zum Arbeiten.
00:17:13: wie Würdest du da sagen, hält man diese Ballons aber dann?
00:17:17: Gibt einen Unterschied zwischen ausgeben und irgendwas damit erreichen oder klare Strategien zu verfolgen.
00:17:23: Und was ich eingangs gesagt habe mit der Gründung, ne ... Ich hab irgendwie Zehntausend Euro auf der Seite.
00:17:28: Ich weiß, ich hab jetzt in dreiviertel Jahr Zeit weil bis dahin reicht das für meine Ausgaben, dann hab' ich kein Geld mehr genau da auch im Plan machen zu sagen welche Projekte wollen wir verfolge.
00:17:38: zum Beispiel nehmen wir jetzt bei Expansion Wir wollen jetzt nach Frankreich expandieren.
00:17:44: Wie viel Budget wollen wir dafür einsetzen?
00:17:47: Und wann?
00:17:47: ist aber auch der Punkt, wo wir sagen ... Jetzt ist genug!
00:17:50: Also wenn wir ein gewisses Ziel bis zu dem Punkt nicht erreicht haben und X-Euro ausgegeben haben dann zu sagen, jetzt stoppen wir das ganze Thema.
00:17:58: Beispiel Nummer Eins.
00:17:59: Da könnte ich etliche weitere Beispiele machen, auch Marketingkanäle.
00:18:03: Wir testen zum Beispiel den Marketingkanal Außenwerbung.
00:18:07: Wie viel Budget wollen wir investieren?
00:18:08: Wie hoch muss der Rohr sein, wann wollen wir im tatsächlichen Sales-Effekt von dieser Werbung sehen?
00:18:14: wie ist das Ganze messbar?
00:18:15: und wenn eben das Ergebnis nicht eintrifft hat dann zu sagen okay stopp und nicht den Hahn einmal auftreten und ihn einfach laufen lassen und bei dem Thema Personal gleiches Thema sich wirklich immer hinterfragen wofür Brauche ich diesen Menschen oder diese Expertise für was?
00:18:34: Und auch ein bisschen mittel bis langfristig denken, wenn zum Beispiel jetzt Marketing der und der kanalich funktioniert kann die Person dann auch andere Aufgaben übernehmen.
00:18:44: Oder hat die Person auch Lust?
00:18:46: manchmal geht es auch darum was die Person ja selber auch möchte Wenn sie jetzt zb CRM gemacht hat und darin Profi ist CRM aber kein Kanal für mich mehr ist in einem dreifel Jahr Was anderes im marketing zu übernehmen.
00:19:00: Es hast du zweimal schon ein Fachbegriff aus dem E-Commerce genannt, ROAS.
00:19:05: Vielleicht von so Hörer und Hörern die noch nicht ganz soweit sind wenn du den ganz kurz erklären würdest und dann aber vielleicht für mich auch nochmal weil ich würde ja kritisch nachfragen warum hat das damals keiner im Blick gehabt von euch?
00:19:16: Ja.
00:19:17: Also ROAS, das steht für Return on Advertising.
00:19:19: Spend bedeutet so viel auf Deutsch wie Rendite auf die Werbeausgaben und das ist eine Kennzahl, die im Online-Marketing insbesondere zeigt, wieviel Umsatz ein Unternehmen für jeden investierten Euro an Werbung zurückerhält.
00:19:31: Und die Formel dahinter ist quasi ROAS.
00:19:33: es gleich umsatz durch Werbung, durch Werbekosten so.
00:19:38: Und jetzt ein einfaches Beispiel wenn ich jetzt hundert Euro ausgebe bei Google Und die Anzeige bringt mir einen Umsatz von fünfhundert Euro.
00:19:45: Dann liegt der Roas bei fünf.
00:19:47: Das bedeutet, jeder eingesetzte Euro bringt fünf Euro quasi zurück und das ist eine wichtige Rechnung.
00:19:53: D.h.,
00:19:53: dass wirklich da aus diesem Werbekanal auch was Positives rauskommt?
00:19:59: Jetzt ist es im e-Commerce heute so und das kenne ich auch von vielen anderen Unternehmen, tausche mich oft mit anderen Unternehmern auch im eCommerce Bereich aus.
00:20:06: Heutzutage ist es echt schon eine Leistung oft im e-Commerce, wenn der Roas bei eins liegt oder manchmal ist er sogar negativ.
00:20:14: Weil manche e-commerce Brands einfach sagen wir also der erste Kunde kostet uns erst mal was?
00:20:19: Oder wenn jetzt René Tune die das erste Artneticket kaufst dann verlieren wir mit dir Geld.
00:20:24: aber wir gehen davon aus dass unser Produkt so gut ist, dass du immer wieder bei uns kaufest und wir verdienen dann eben beim zweiten dritten oder vierten Mal an dir.
00:20:33: Ich selber sehe das kritisch.
00:20:34: Also wir machen es nicht mehr, dass wir eben da mehr Geld ausgeben und haben ja auch schon mal gemacht sondern ich sage immer der erste Order also der erste Kauf muss schon profitabel sein damit das Ganze funktioniert.
00:20:47: Und darauf habt ihr damals nicht geschaut?
00:20:48: Hattet ihr damals noch eine andere Einstellung zu dem Thema?
00:20:51: Nein
00:20:52: Da ging's nur darum wie geht die Sales Kurve jeden Monat hoch?
00:20:56: Für wen habt ihr das gemacht?
00:20:58: Ach, das war also klar auch für die Investoren.
00:21:01: Das war damals auch der Vibe muss man sagen, ne?
00:21:04: Also so im Jahr twohundneinzehn-zwei-tausendzwanzig.
00:21:06: Wenn du es als Unternehmen nicht gemacht hast dann wusstest du eigentlich schon Trigg angeguckt und es war ehrlich gesagt auch ein bisschen Naivität und Unerfahrenheit weil wenn eben alle in diesem Strom schwimmen Geld von Investoren da ist und alle um dich herumsagen ja das ist genau das wie man's macht auch wenn man selber vielleicht ein blödes Gefühl dabei hat Kann ich nur für mich persönlich sprechen?
00:21:29: Habe ich es trotzdem gemacht, weil ich dachte, wer bin ich, das besser zu wissen als alle anderen.
00:21:34: Ich glaube da muss man stark immer bei sich bleiben und nicht aufs Außen gucken.
00:21:39: Das ist schon ein Fehler, den ich damals gemacht habe viel zu sehr mit dem Strom zu schwimmen und darauf zu hören was andere Leute sagen und weniger eigentlich auf meine Zahlen um mein Bauchgefühl und meinen Entscheidungskraft zu vertrauen.
00:21:53: Jetzt kann ich mir auch vorstellen... plötzlich oder auf dem Weg zu Hundert Mitarbeiter, in welcher Zeit habt ihr die hundert Mitarbeiter ungefähr erreicht?
00:22:01: Also waren wir so die innerhalb
00:22:02: von einem Jahr.
00:22:03: Okay plus ganz viele
00:22:04: nach der Finanzierungsrunde.
00:22:06: Nach der Finanzierung Runde Plus ganz viele Produkte das hat es ja auch noch im Vorgespräch gesagt dass ihr ganz ganz viele verschiedene Dinge dann gemacht habt.
00:22:16: Stichwort Komplexität.
00:22:18: Wann hast du da gemerkt Es ist zu komplex Oder wie hast Du's empfunden denn auch im Unternehmen?
00:22:26: Ja, also früher dachte ich erst mal eine gute Unternehmerin oder ein guter Unternehmer erkennt möglichst viele Chancen und setzt diese auch um.
00:22:36: Und heute glaube ich dass eine gute unternehmerinnen, gute Unternehmenden viele Chansen zwar erkennt aber nur sehr wenige davon verfolgt und das ist einen Riesenunterschied und das hat ganz viel mit Fokus zu tun Und mit FOMO und gründer Persönlichkeiten.
00:22:52: Ich wach auf, ich hab jeden Tag zehn Ideen als den Produkte
00:22:55: usw.,
00:22:56: aber die habe ich inzwischen gelernt, muss ich auch mal für mich behalten weil das ist nicht immer gut oder ich brauche jemandem im Unternehmen der mein Sparing Partner ist und mich darin stoppt, nicht alles immer umzusetzen und überhaupt über einen Haufen zu werfen.
00:23:07: Und ich glaube man erkennt wenn alles zu komplex geworden ist, wenn es sich einfach nicht mehr an einem Satz auch erklären lässt Ziele sich auch nicht mehr an Einsatz erklären lassen, sondern man sehr komplexe Strukturen braucht.
00:23:22: Und wir hatten damals als Start-up haben wir dann eine Matrixorganisation gehabt.
00:23:27: also sowas kenne ich aus dem besten Konzern teilweise nicht.
00:23:30: Wir haben uns Monate wochenlang mit dem Thema OKRs beschäftigt und so weiter.
00:23:36: Man hat so viel Verwaltung drum herum gebraucht um diese Komplexität überhaupt zu managen und aufrecht zu erhalten und das ist glaube nicht das Ziel von vielen Start-ups, sondern heute würde ich sagen mache eine Sache und mach die auch richtig scheit.
00:23:51: Sei so der Beste in dieser einen Sache auf dem Markt den oder dies gibt vom Produkt her und fokussiere dich voll und ganz drauf!
00:23:59: Und wenn du dann merkst, dass läuft ja rund wie am Schnürchen, dann kannst du dir mal lange überlegen an andere Märkte, andere Kategorien und Quote investieren.
00:24:07: Okay, da habt ihr damals nicht gemacht?
00:24:10: Ihr wurde dann immer komplexer.
00:24:13: Wir bewegen uns auf den Wendepunkt zu.
00:24:15: Was ist passiert, damit das dann passiert ist?
00:24:18: Dass du gesagt hast jetzt müssen wir es anders machen.
00:24:22: Jetzt müssen wir radikal Entscheidungen treffen Dinge wieder zurücknehmen umbauen.
00:24:28: Wie kam's dazu?
00:24:28: Das war kein Prozess der jetzt oder eine Entscheidung, die jetzt über Nacht kam.
00:24:32: Sondern wie gesagt wir sind schnell gewachsen werden.
00:24:35: Art Night, Shake Night, Bake Night, Plant Night also kochen Backenpflanzen Cocktails haben wir gemacht und malen.
00:24:41: Wir waren in fünf Ländern aktiv.
00:24:43: während Corona haben wird es alles auch noch digitalisiert das heißt alle Produkte waren auch noch als Online Events verfügbar.
00:24:49: Wir haben zusätzlich noch ein e-Commerce Unternehmen aufgebaut Und haben Cocktailboxen, Bug Boxen, Mile Boxen durch die Republik geschickt.
00:24:55: Kann man sich vorstellen wie komplex das war Irgendwann, als auch klar wurde Corona hört nicht von heute auf morgen auf.
00:25:02: So jetzt ... Heute im Jahr zwanzig sechsundzwanzig hab ich zumindest so empfinden ja Corona das ging ja gar nicht so lang aber es ging verdammt lange und man wusste sehr lange nicht genau welche Restriktionen gibt's jetzt wann wieder wie siehts nächsten Winter aus usw.
00:25:16: Und damals hat man schon gemerkt okay so schnell kommt jetzt nicht wieder der ablifft also auch wirtschaftlich nicht und es wurde alles ziemlich unsicher.
00:25:27: Und ich glaube, der Einwendepunkt zusätzlich war dann auch nur der Ukraine-Krieg.
00:25:30: Wo man halt wusste, okay wirtschaftlich ... Auch wenn es Corona mehr oder weniger ist ja nicht vorbei aber so gefühlt vorbei war gab's eben noch weitere multiple Krisen im Außen.
00:25:40: und da hab' ich einfach für mich festgestellt Ich glaube nicht dass wir so weiter überleben Wenn wir jetzt eine Runde nach dem nächsten noch raisen müssen wo Kapital so ein knappes Gut wird und wenn wir jetzt nicht das Ruder rumreißen dann geht uns ziemlich schnell die Kohle aus.
00:25:58: Und man braucht auch wirklich, das wusste ich auch aus meiner Erfahrung im Konzern, wenn ein Unternehmen restrukturieren möchte, dann braucht man dafür viel Zeit und auch viel Geld.
00:26:08: Deswegen habe ich irgendwann mal für mich erkannt jetzt müssen wir da eine andere Entscheidung treffen und das Ruder rumreißen viele Gespräche mit den Investoren geführt, die mich großartig unterstützt haben und mir auch den Mut gegeben haben diesen Schritt gemeinsam mit denen zu gehen.
00:26:24: Und dann haben wir das gemacht und es hat super lange gedauert.
00:26:27: Aber man muss so früh darüber nachdenken, weil allein wird das Thema Mitarbeiter auch wenn das ein sehr blödes Thema ist.
00:26:34: aber wenn ich jetzt heute entscheide jemand aus dem Unternehmen rauszunehmen, dann kostet mich die Person trotzdem noch mal mindestens eigentlich zwei bis drei Monate manchmal sogar sechs Monate noch ohne dass die Person jetzt wirklich im Unternehmen arbeitet.
00:26:47: und das vergessen viele.
00:26:49: Hast du's ja gerade angesprochen Reduktion der Mitarbeiterzahl war?
00:26:53: Eine große Maßnahme und auch eine sehr, sehr einschneidende.
00:26:57: Ihr wart damals über hundert Leute und dann ging es ja massiv runter.
00:27:03: Wie bist du damals vorgegangen?
00:27:07: Und was hast du im Endeffekt auch gefühlt als du das begleiten musstest?
00:27:12: oder nicht nur begleitet sondern auch ausführen?
00:27:15: Ja also vorgegang bin ich extrem rational weil ich glaube irgendwann muss man eben eingestehen dass auch Entscheidungen, die man getroffen hat.
00:27:26: Man sich nicht immer mit seiner eigenen Identität verbindet.
00:27:29: Das heißt so ich habe die Person eingestellt, ich hab' die Strategie entwickelt Ich wollte unbedingt diesen Markt und irgendwann verteidigt man eben nicht die besten Entscheidungen sondern sich selbst und das einfach loszulassen und wirklich in die Rolle der Geschäftshörerin zu gehen.
00:27:45: Das heisst was ist meine Aufgabe?
00:27:46: Meine Aufgabe ist als Geschäftsführerin des Unternehmens dass das Unternehmen weiter besteht und dass auch möglichst viele Mitarbeitende eben auch im Unternehmen bleiben können.
00:27:58: Und wir Arbeitsplätze schaffen.
00:27:59: nicht nur die Menschen bei uns im Team, sondern wir arbeiten ja mit über dreihundert Workshop-Posts zusammen, Künstlern zusammen.
00:28:05: geht ihr auch um deren Einkommen das erst mal für sie selber zu erkennen, dann sehr rationell vorzugehen und sehr analytisch.
00:28:12: Zu sagen, welche Produkte sind wirklich profitabel?
00:28:15: Das hat dazu geführt, dass wir alle Produkte eingestellt haben bis auf ArtNight.
00:28:20: Dann sich anzuschauen, welche Märkte sind eigentlich profitabel und welche können wir eigentlich gerade stemmen?
00:28:25: Hat dazu gefürt, dass we alles eingestelt haben – bis auf Deutschland und Österreich!
00:28:30: Und dann eben auch zu sagen mit welcher Teamgröße schaffen?
00:28:35: wie viel Ehrlich gesagt, mit die härtesten Entscheidungen.
00:28:39: Ich hab zwei Massenentlassungen auch durchgeführt und das war verdammt hart!
00:28:43: Und ich habe jedes einzelne Kündigungsgespräch selbst geführt.
00:28:47: bei den beiden Massenendlassungen beide an einem Tag so im zehn Minuten-Takt.
00:28:51: Kann man jetzt sagen, na das ist menschlich schlimm aber... Strukturell funktioniert ist so ganz gut.
00:28:57: Und das war knüppelhart, ich weiß auch noch ... Ich bin voll in Tränen ausgebrochen und hab geheult und mich bei den Menschen entschuldigt.
00:29:04: Weil de facto habe ich es immer so gesehen und sehe heute, dass wenn im Unternehmen was schiefläuft, dann ist es meine Verantwortung.
00:29:12: Und nicht die Verantwortung des Mitarbeiters.
00:29:15: Auch wenn jemand nicht performt am Ende trage ich die volle Verantwortung, weil ich die finale Entscheidungsmacht habe.
00:29:22: Da fühlt man sich schon manchmal Scheiße kann man gar nicht anders sagen.
00:29:27: Und sehr alleine, weil in so einer Phase und die ging bei uns lange wird man ja nicht gemocht.
00:29:34: also man wird inter nicht gemochts sondern die leute finden einen blöd.
00:29:37: wieso hat die die Entscheidung getroffen?
00:29:39: jetzt schmeißt sie irgendwie wir sind ja auch befreundet oft miteinander.
00:29:42: ne irgendwie meine freunde ein kumpel irgendwie raus viele sind enttäuscht das kann ich total verstehen und dann wird man oft noch im außen.
00:29:51: kriegt man jetzt auch nicht das beste Feedback, wenn die Gründerpresse so titelt.
00:29:55: So Unternehmen kurz vor dem Abgrund Massenentlassung Beherrtenheit und da muss man schon mental stabil sein um das wirklich durchzuhalten.
00:30:06: Ja zwei drei Rückfragen dazu war die Stimmung vorher schon angespannt?
00:30:15: vielleicht auch wussten es schon oder haben einige schon geahnt?
00:30:19: also wie seid ihr?
00:30:20: Wie war die Zeit davor?
00:30:21: Habt ihr da schon offen kommuniziert über, wie ist die Situation?
00:30:25: Oder versucht das wegzuhalten von den Leuten?
00:30:28: und es kam eine große Überraschung.
00:30:30: Was hast du damals so gemerkt?
00:30:33: Damals dachte ich sehr lange ... Und das hat man, ehrlich gesagt damals auch, habe ich das in etlichen Führungsseminaren gelernt.
00:30:39: Dass man quasi immer so gute Miene zum bösen Spiel macht.
00:30:43: Also möglichst den Menschen ein gutes Gefühl geben, dass sie sich sicher fühlen, dass alles in Ordnung ist.
00:30:49: Heute hab' ich dann eine komplett andere Meinung weil wir arbeiten mit Erwachsenenmenschen zusammen und ich bin radikal ehrlich und ich mut ihnen diese Ehrlichkeit zu.
00:31:00: Und ehrlich gesagt was viel besser funktioniert, weil die Menschen sind nicht blöd und viele merken das schon davor.
00:31:08: Und auch in meinem Umfeld, Menschen, die jetzt zum Beispiel an anderen Unternehmen arbeiten, was da zu Hause geredet wird ... Was eigentlich schon immer im Vorfeld Monate oder Jahre bekannt ist, wo es dann oft auch nicht eine große Überraschung ist, wenn z.B.
00:31:23: Personalentscheidungen getroffen werden oder Unternehmen insolvent gehen, das ist meistens die Enttäuschung.
00:31:29: Wenn man den Leuten ehrlich sagt so hey!
00:31:31: So läuft es gerade nicht.
00:31:32: Wir machen grad nicht so viel Umsatz, wie wir eigentlich brauchen oder die Marketingkosten sind zu hoch.
00:31:36: Wenn man ehrlich auch sagt ich weiß grade selber nicht genau, wie viele damit umgehen?
00:31:40: Ich habe eine Idee!
00:31:41: Ich hab Strategien, die würde ich gerne testen.
00:31:44: Ich brauche euch dafür und ich habe aber noch keine Garantie dafür dass das funktioniert.
00:31:47: wenn man so die Menschen abholt ehrlich offen transparent und trotzdem entscheidungsstark dann ist das was besser funktioniert habe ich damals aber nicht gemacht.
00:31:57: Und das hat natürlich auch dazu geführt, dass Leute einfach sauer waren und es kann ich auch absolut
00:32:37: verstehen.".
00:32:39: Du musstest dich ja dann entscheiden, viele Leute zu entlassen und auch auswählen.
00:32:44: Welches sind und auswöhlen?
00:32:46: oder diejenigen auswühlen, die auch da bleiben sollten mit denen du ja in die Zukunft gehen wolltest?
00:32:51: Nämlich genau das Thema Strategien zu testen, die du hast, gucken, ob das zum Erfolg führt.
00:32:54: Gleichzeitig hast du gesagt vorhin ... Die Leute waren ja auch sauer!
00:32:58: Jetzt sind dann teilweise... Wir sehen das an Umfragen, warum arbeiten Menschen bei bestimmten Unternehmen.
00:33:04: Und da wird sehr häufig während die Kollegen genannt, das Miteinander dort.
00:33:11: Vielleicht die Frage wie hast du die ausgewählt?
00:33:12: Die bleiben sollten?
00:33:14: und wie hast Du sichergestellt dass diejenigen sich auch dann wirklich mit an einem Strang ziehen, sich einsetzen eben nicht sauerwütend sondern auch wieder in Produktivität und auch nicht zusätzlich Sorge hatten okay sind wir die nächsten?
00:33:29: weil das ist ja irgendwann sonst der nächste Gedanke Was kannst du damit geben, wie hat das funktioniert?
00:33:35: Da bin ich jetzt auch mal radikal ehrlich.
00:33:38: Auch hier bin ich der Überzeugung, so eine Entscheidung muss top-down gefällt werden.
00:33:42: Es bringt nichts hier irgendwelche Gremien aufzustellen und dann am besten noch ein Manager von denen und dem Personen die Entscheidung aufzuzwingen oder noch besser HR die Entscheidung treffen zu lassen.
00:33:53: Machen einige Unternehmen halt überhaupt nix von, sondern man sollte selber schon die Menschen gut genug kennen um eben zu sagen, welche Mannschaft brauche ich dafür.
00:34:05: Dann auch erstmal sehr rational vorzugehen und zu sagen welche Rolle brauche Ich?
00:34:09: Also es ist nicht an Personen festmachen, sondern zu sagen für den nächsten Schritt im Unternehmen, welche Rolle brauch ich eigentlich im Unternehmen oder welche Aufgaben soll auch diese Rolle übernehmen, welche Ziele verfolgt diese Rolle innerhalb des Unternehmens.
00:34:23: Und dann zu überlegen, welche Person innerhalb des Unternehmems passt bestmöglich auf die Rolle.
00:34:28: Und manchmal hat man auch den Case, dass vielleicht gar keine Person drauf passt oder es nähere sind und dann wirklich eine Auswahl zu treffen.
00:34:35: Das sind mit die schwersten Entscheidungen.
00:34:38: Da spielt meines Erachtens rein natürlich Performance.
00:34:42: Gutes die Person in der Expertise, die ich zukünftig brauche oder hat die Person das ist für mich persönlich noch viel wichtiger eine sehr hohe willingness to learn.
00:34:51: Weil ich der Überzeugung bin dass sich heutzutage auch soviel so schnell verändert und wenn jemand wirklich gewillt ist sehr schnell Dinge zu lernen oder auch andere Aufgaben zu übernehmen dann ist es wahnsinnig wertvoll fürs Unternehmen Auch jetzt zum Beispiel im Zeitalter von KI Und auch zu überlegen welche Personen passt dann kulturell für den nächsten Unternehmenschritt?
00:35:09: geht die personen Auch mit?
00:35:12: ist die Person jemand, der oder die sich den ganzen Tag beschwert.
00:35:15: Weil es jetzt wieder nur Cash-Junisse gibt und keine Wandeln.
00:35:18: Ich hätte mal blöd gesagt!
00:35:20: Oder was ist der Person selber wichtig?
00:35:22: Und wo möchte die Person hin?
00:35:23: Dann muss man früher oder später auch wenn's wahnsinnig hart ist einfach eine Entscheidung treffen.
00:35:28: Wie hast du die begeistert, die dann übrig geblieben sind und dass sie nicht in ein Schockstarre verfallen sind nachdem Sie gesehen haben acht von meinen Kollegen und Kolleginnen rund um mich herum sind plötzlich nicht mehr da.
00:35:43: Wann bin ich
00:35:43: da?
00:35:44: Gar nicht,
00:35:44: gar nicht!
00:35:45: Die Aufgabe ist es nicht in so einer Situation zu begeistern also... Ich kann ja nichts zu dir sagen.
00:35:50: So Renier, ich habe jetzt übrigens fünf Deine Kollegen rausgeschmissen gerade und gekündigt.
00:35:55: Dich würde ich gerne behalten und das ist super geil!
00:35:58: Das ist sowas von unauthentisch sondern ich hab häufig dann einfach gesagt die Situation ist wie sie isst.
00:36:03: Ich würd gern den Weg mit ihr weitergehen.
00:36:06: Das um das Potenzial und die und die Rolle kann ich mir vorstellen.
00:36:10: Ich wünsche mir, dass wir den Weg gemeinsam gehen, habe den Menschen auch Zeit gelassen darüber nachzudenken Und dann ab einem gewissen Punkt auch zu sagen okay jetzt atmen alle mal tief ein und wieder aus müssen Auch jetzt ein Stück weit die Vergangenheit so ein bisschen hinter uns sein lassen und dann ist es meine Aufgabe Wieder Vertrauen aufzubauen also nicht die Aufgabe zu begeistern sondern vertrauenaufzubauen dass die Entscheidungen, die ich getroffen habe, die richtigen sind.
00:36:34: Dass sie wirtschaftlich die richtige sind und auch tragbar waren.
00:36:38: Und das dauert!
00:36:39: Da kann man nicht erwarten, dass die Leute wieder nach einer Woche Hulaar schreien und irgendwie ein Bierchen mit einem zischen auf keinen Fall.
00:36:46: Sondern das braucht Zeit, das braucht Vertrauensaufbau ganz viel Klarheit.
00:36:52: Und kommen wir wieder zum Thema Entscheidungen – sehr klare
00:36:54: Entscheidungen.".
00:36:55: Wie ist dir das in der Folgezeit dann gelungen?
00:36:59: Manchmal sehr gut, manchmal sehr schlecht.
00:37:01: Weil natürlich nicht jede Strategie aufgegangen ist aber ich glaube es hat funktioniert.
00:37:06: warum wahrscheinlich auch einigen Mitarbeitenden die jetzt also das alles miterlebt haben immer noch im Unternehmen sind ist das Thema Transparenz, Authentizität und eben klar zu kommunizieren warum ich gewisse Entscheidungen treffe und dass sie funktionieren können oder auch nicht.
00:37:22: Und dann hat's mir jetzt sehr geholfen dass viele der Entscheidung einfach die richtigen Entscheidungen waren und das Unternehmen existiert heute immer noch, ist profitabel.
00:37:33: Und das hilft dann glaube ich schon sehr.
00:37:36: Und was würdest du denn sagen?
00:37:37: Wir werden jetzt quasi auf das Erfolgsrezept für jetzt schauen.
00:37:42: Was warst du ganz konkret anders als vorher?
00:37:46: Wie ist das Unternehmen auch anders aufgestellt als vorher damit genau solche Themen nicht mehr passieren wie vorher?
00:37:51: Was sind so die wesentlichen Änderungen?
00:37:54: Fokus!
00:37:55: Also immer Fokus aufs Kerngeschäft, das Wesentliche.
00:37:58: Auf die wichtigsten KPIs jeden Tag.
00:38:01: Es gibt ein konkretes Unternehmensziel.
00:38:03: Das ist bei uns jetzt dieses Jahr Net Sales Growth.
00:38:07: Wir wachsen wir in unseren Net-Hoben setzen gleichzeitig aber profitabel und allen ist dieses Ziel klar.
00:38:14: Wir haben einen sehr engen Fokus.
00:38:16: Wir erlauben es uns trotzdem auch Dinge auszuprobieren und dafür einen klaren Rahmen zu setzen was ich vorhin auch schon genannt habe.
00:38:24: Und da hilft es wirklich sehr, dass ich mich nicht so sehr in meine eigenen Ideen und Entscheidungen verliebe.
00:38:29: Das hatte ich auch schon genannt.
00:38:30: Das heißt, ich habe wirklich wahnsinnig tolle Menschen im Unternehmen die mich jeden Tag challenging, die jeden Tag sagen nein Amy das machen wir nicht.
00:38:37: oder das ist eine ganz gute Idee lass sie uns mit testen in einem gewissen Rahmen.
00:38:42: Und das dritte ist...und da muss ich ehrlich gesagt auch sagen, das hilft mir sehr ist die Vergangenheit auch Vergangenkeit sein zu lassen.
00:38:51: also Man muss eben auch lernen, vergangene Entscheidungen irgendwann mal loszulassen.
00:38:56: Ich habe Entscheidungen getroffen, die ich heute anders treffen würde.
00:38:59: Dinge, die wir investiert haben.
00:39:01: Falsch investierte Strategien an die ich geglaubt hab und nicht funktionieren.
00:39:04: Menschen, denen ich vertraut hab, haben mein Vertrauen missbraucht.
00:39:06: Das erlebt man alles in so einer zehnjährigen Startup-Geschichte.
00:39:11: Und ich glaube dann ... kann man das einfach auch ruhen lassen.
00:39:14: Weil es gibt einen Unterschied zwischen Reflexion und Reue, so Reflektion hilft mir zumindest morgen eine bessere Entscheidung zu treffen.
00:39:21: aber Reue beschäftigt ein immer wieder weiter und man denkt immer wieder drüber nach.
00:39:26: und beides hält ich in der Vergangenheit.
00:39:29: und wenn man viel Reue hat dann bezahlt man für eine falsche Entscheidung oft zweimal oder denkt anders über die Dinge nach.
00:39:36: d.h.,
00:39:37: dass hilft uns auch einfach vergangenes, wenn's nicht funktioniert hat Blöde Konsequenzen hatte, das einfach jetzt auch mal ruhen zu lassen und wieder in die Zukunft zu blicken.
00:39:47: Jetzt hast du gesagt ihr habt für dieses Jahr ein spezifisches Ziel?
00:39:51: Das ist eine Kennzahl aus Sicht eines Mitarbeitenden, eines Mitarbeiter.
00:39:55: Es ist eine Zahl!
00:39:57: Wie schaffst du es... dass die Verbindung zu so einer Zahl aufbauen?
00:40:02: also weil was haben sie davon wenn Sie diese Zahl erreichen?
00:40:05: Du hast ja maßgeblich was davon wenn diese Zahl erreicht wird?
00:40:08: Ja, das finde ich auch ganz interessant, dass du es ansprichst.
00:40:10: Weil jeder so Leadership-Coach, also die meisten sagen immer ja, das muss irgendwie greifbar sein.
00:40:15: aber auch hier sage ich wir haben's mit erwachsenen Menschen zu tun.
00:40:17: Wir haben ganz lange gesagt, wir wollen eben x tausende Menschen zusammenbringen bei den Arten als x Tausenden Menschen aus ihrer Routine herausholen in ihre kreative Schaffenskraft zu bringen und da kann ich jetzt was Schönes ausdenken.
00:40:31: und ehrlich gesagt, jeder der bei uns im Unternehmen arbeitet weiß, dass das der Kern ist worum es geht.
00:40:38: Geld ginge, dann hätten wir auch ganz andere Entscheidungen getroffen in der Vergangenheit und da hätte ich auch andere Entscheidung treffen müssen.
00:40:45: Und sag' ich mal nicht die ganze Journey wahrscheinlich mitgemacht finanziell, der da was anderes vielleicht noch lokalter gewesen ist.
00:40:52: Das heißt, der Kern unserer Mission des Unternehmens ist allem bewusst.
00:40:56: aber ich muss auch nicht für erwachsene Menschen jetzt irgendwas an die Wand mahlen und beschönigen wenn jeder am Ende trotzdem weiß hey Es geht eigentlich um die Net Sales.
00:41:06: Wir gucken uns die Net Sails an, dass wir unsere Gehälter alle bezahlen können, das wir Geld haben, um wieder zu reinvestieren und dass wir Projekte finanzieren können – Dinge ausrobieren können, wachsen können auch persönlich wachsen mit neuen Aufgaben.
00:41:18: Und auch da rede ich nicht mehr um den heißen Freiru.
00:41:22: Was passiert wenn ihr dieses Ziel nicht erreicht?
00:41:25: Dann nehmen wir es uns nächstes Jahr aufs Neue vor!
00:41:28: Ihr Moment sieht's aber gut
00:41:29: aus... Ja, weil das ein weiteres Argument, was ja häufig so ein bisschen ins Feld geführt wird gerade wenn es um Vertriebsabteilung geht.
00:41:37: Hier müsst eure Numbers schaffen da.
00:41:42: So dann kann natürlich der Mitarbeiter auch versuchen diese Zahlen irgendwie zu erreichen.
00:41:46: Es gibt vielleicht auch Methoden diese Zahlen zu erreichen die aber wiederum nicht gut sind für das Unternehmen nachhaltig.
00:41:51: Sondern eher darauf zu schauen stimmt die Richtung, stimmt die Tendenz, stimmt der Trend?
00:41:57: Weil ist es so wichtig ob ich zu einem ganz bestimmten Stichtag erreichen oder dass ich auch drei, sechs, zwölf Monate danach noch einen Trend habe der nach oben geht.
00:42:08: Ja und ich glaube die Menschen müssen das Unternehmerische dahinter verstehen.
00:42:12: also wenn wir über net sales grows sprechen dann ist jedem bei uns im Unternehmen eigentlich klar dass das Profitabel passieren muss.
00:42:20: das heißt wir können jetzt trotzdem nicht Geld ausgeben wie wir gerade lustig sind oder dieses Ziel erreichen mit was ist ich, wieviel Millionen Investitionen rausgeschossen?
00:42:29: Sondern die verstehen schon gut die Unit Economics dahinter.
00:42:32: Und das ist glaube ich das Entscheidende also unternehmerisches Wissen auch weiterzugeben sich die Zeit zu nehmen dass es wirklich jeder versteht Jeder versteht was damit tatsächlich gemeint ist und dann lässt sich so ein Ziel gut verfolgen.
00:42:44: und ganz ehrlich wir haben dieses Jahr auch jetzt einige Initiativen schon einfach getestet ausprobiert im Marketing Produktzeitig und vieles davon hat auch nicht funktioniert dann ist es auch okay.
00:42:55: Also wenn man sagt, hey wir haben die Ideen gehabt, wir haben es priorisiert und wir haben's getestet, das hat nicht funktioniert... Gut!
00:43:01: Dann packen wir jetzt die anderen zwanzig Ideen raus und wenn wir es dann eben dieses Jahr nicht erreichen, dann haben wir immer noch nächstes und übernächstes Jahr wo wir sagen ok, dann probieren wir eben eins nach dem andern immer weiter aus und irgendwas wird sicherlich dann irgendwann mal dazu führen und da einfach auch behaulich zu bleiben.
00:43:20: Und die finanziellen Ressourcen zu haben weiter im Spiel sein zu dürfen.
00:43:24: Richtig!
00:43:25: Nur dann kann ich Dinge ausprobieren, da war es nochmal ganz wichtig.
00:43:29: Wobei auch die Erfahrung gemacht habe dass sich viele halt schwer mit diesem Thema zahlen und ich will das vielleicht gar nicht wissen wie's jetzt ganz konkret aussieht weil das sieht man ja oft auch in privaten Bereichen.
00:43:41: Das Thema Altersvorsorge, das Thema Haushaltsfinanzen ist ja schon etwas was viele auch eher so von sich weg haben wollen und ein bisschen da nicht drauf schauen wollen.
00:43:52: Also so zumindest auch meine Erfahrung.
00:43:54: Ja, da sehe ich es aber als meiner Aufgabe die Menschen da so sehr davon zu begeistern dass sie's tatsächlich tun.
00:44:00: und da gibt's ja auch sagen wir auch im privaten dann so viele Initiativen wo man einfach sagt Mensch jetzt nimmt mich das richtig mit ist ja genauso auch wie wurde ich sozialisiert?
00:44:11: Ich selbst habe zum Beispiel super spät erst angefangen zum Beispiel in ETFs oder hier zu investieren weil hatte keine Ahnung von habe ich mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, was überhaupt investieren bedeutet.
00:44:21: Ich dachte lang, wenn man eine Immobilie kauft, dass man das Geld quasi cash on a bank haben muss und dass es nicht über Kredite
00:44:28: läuft.".
00:44:29: Das heißt, ich glaube der soziale Background spielt da eine Riesenrolle eben auch wie wohl man sich mit dem Thema fühlt, wie man das bisher vielleicht beigebracht bekommen hat?
00:44:39: Und ich sehe es als meine Aufgabe dass jeder im Unternehmen auch Bock hat, das zu verstehen.
00:44:44: Und wenn ich es hundertmal auf verschiedene Art und Weise irgendwie erkläre und mir da die Zeit nehme, finde ich das trotzdem unglaublich wichtig, das als Unternehmer zu machen.
00:44:53: Wir hatten's am Anfang schon zehn Jahre bis du jetzt unterwegs bist.
00:44:57: Das ist schon viel länger, als die meisten Gründer und Gründerin häufig in ihren Unternehmen bleiben oder ihr Unternehmen überhaupt haben.
00:45:04: Viele steigen A früher aus oder B geht das Unternehmen halt einfach aufzuexistieren vorher?
00:45:11: Wie hat sich deine Rolle verändert?
00:45:14: Auch im Vergleich damals als Gründerin, man hier begrenzte Mittel.
00:45:18: Zehntausend Euro sechs bis neun Monate so das ist mein Zeithorizont auf den ich schaue.
00:45:23: du hast dazwischen gesagt Ich hätte auch einen anderen Weg einschlagen können gerade als um die schwierigen Entscheidungen ging.
00:45:31: wie hat sich Deine Rolle deiner Einstellung vielleicht dort eine Glaubenssätze?
00:45:36: wir haben sie sich verändert.
00:45:38: Ich glaube, um es kurz auf den Punkt zu bringen.
00:45:40: Ich bin so vom Gründer zum CEO geworden und jetzt wieder mehr zum Gründern einfach nur aufgrund der Unternehmensstage in der wir aktuell sind oder auch Probleme, die es gibt oder Dinge, die ich selber löse und wie ich natürlich auch gebaut habe zusammen mit meinem Team.
00:46:00: Das war schon eine spannende Reise.
00:46:01: Also in dieser Restrukturierungszeit war ich viel mehr Geschäftsführerin als Gründerin, da ging es darum eben klare Strategien zu entwickeln die umzusetzen diese Entscheidung auch zu treffen sehr lange an diesen Entscheidungen aufzuarbeiten und Als gründerin geht's jetzt wieder vielmehr darum Die wachstumsvision nach vorne zu bringen auch mal Probleme selber zu lösen selber mit anzupacken Dinge wieder auszuhobieren.
00:46:25: Und das waren so die unternehmensphasen ganz grob die wir da durchlaufen sind.
00:46:30: Und das ist auch das Feedback, was ich immer wieder bekomme.
00:46:32: Auch von externen.
00:46:33: Dass viele sehr verwundert darüber sind, dass sich diese ganze Restrukturierung als Gründerin in den letzten Jahren selber gemacht habe und quasi in die Rolle geschlüpft bin.
00:46:44: Ich glaube da hat es mir einfach geholfen, dass ich davor länger einen großen Unternehmen gearbeitet hab.
00:46:49: So hat sich jetzt meine Rolle verändert.
00:46:51: Beantwortet's deine Frage?
00:46:53: Ja zum Teil.
00:46:55: Vielleicht trotzdem warum ... Bist du denn nicht ausgestiegen?
00:47:01: Warum wolltest du auf diese schwierigen, schwierige Phase durchmachen.
00:47:05: Was hat dich da motiviert auch dran zu bleiben?
00:47:10: Es ist jetzt nicht so als hätte ich permanent immer komplett daran festgehalten und ich frage auch regelmäßig meine Investoren ob sie dann glauben dass ich noch die beste für den Job bin.
00:47:20: Und das frage ich mich nicht nur einmal im Jahr sondern mehrmals im Jahr Weil das Unternehmen für mich an aller erster Stelle steht und wir sind dann gemeinsam immer wieder zum Schluss gekommen Ja, bin ich wahrscheinlich.
00:47:33: Und das hat dazu geführt, dass ich weitergemacht habe.
00:47:36: Weil für mich einfach unternehmerisch ... Da hab' ich eher so Familienunternehmen als Vorbild also nicht jetzt zu gründen um möglichst nach zwei, drei Jahren zu verkaufen und persönlich da Cash rauszuziehen.
00:47:49: Also es ist auch erstrebenswert und finde ich überhaupt nicht verwerflich wenn man das tut.
00:47:54: Aber ich hab eben damals diese Entscheidung getroffen ein Unternehmen zu gründen, in dem Mitarbeiter angestellt sind.
00:48:01: In dem sehr viele Freelancer auch beschäftigt sind unsere Workshop-House und Künstler.
00:48:06: Und da trage ich auch eine gewisse Verantwortung.
00:48:09: Diese Verantwortung trage so lange ich diejenige bin, die das ganz gut macht und gut machen kann und lasse mich dabei auch immer wieder challenging ob es eben noch der Fall ist also natürlich auch ob Ich persönlich denke ich wachse noch und bisher hatte ich immer das Gefühl ich tu's
00:48:25: Viele bringen ja so ein bisschen dieses, oh wenn es mir ... Ich überspitze mal ein bisschen.
00:48:30: Ich höre auf, wenn es mehr Energie raubt als es mir bringt.
00:48:34: Kannst du damit was anfangen?
00:48:36: Oder ist das einfach ein bisschen Drama in der Formulierung nur?
00:48:41: Hätte ich wahrscheinlich schon vor Jahren aufgehört!
00:48:45: Also für mich spielt das Thema Verantwortung immer eine große Rolle und ich sehe's eben nicht so dass man immer nur Dinge macht wie einem jetzt super viel Freude bereiten da jeden Tag hingeht und sagt hooray, sondern es geht auch manchmal darum die harten Zeiten einfach zu überstehen.
00:49:01: Und darin liegt für mich auch viele unternehmerische Größe.
00:49:04: also wenn man sich jetzt wirklich mal anschaut welche Unternehmen haben denn seit Jahren wirklich Bestand?
00:49:08: Welche Unternehmen verschwinden eben nicht von heute auf morgen wieder von der Bildfläche sind das ganz oft Unternehmen wo eben sehr gute Strukturen aufgebaut wurden aber nicht diejenigen wo man dann einfach mal sag ich mal wie sagt man dazu hin schmeißt, wenn es mal schwierig wird.
00:49:27: Dann lass uns nochmal auf die Gegenwart und die Zukunft auch noch kurz schauen vor dem Abschluss.
00:49:32: Jetzt macht ihr... jetzt schafft euer kleines Team mehr als das was das große Team geschafft hat.
00:49:37: Und jetzt natürlich aber gerade auch mit Einführung oder mit dem Start von KI.
00:49:43: Die Frage setzt ihr KI stark zum Thema Produktivität ein?
00:49:47: Wie geht ihr damit um?
00:49:49: wo hilft euch vielleicht besonders viel?
00:49:51: Ja, tun wir.
00:49:52: Wir nutzen das sehr stark im Bereich Tech, im Bereich Marketing und im Bereich Content Production also insbesondere was so Text angeht.
00:50:01: Bilder und Co machen wir immer auch noch selbst da sich auch noch ein Vorteil darin gewisse Dinge wirklich nicht KI zu generieren sondern mit der menschlichen Kreativität zu machen.
00:50:10: aber was Analysen betrifft und viel so Everyday Work hat es uns wirklich massiv viel erleichtert Und ich sehe eben gleichzeitig aber auch dass wir in der Welt leben die immer digitaler ist und wird, und KI mehr Aufgaben abnimmt.
00:50:26: Gleichzeitig steht eben Art nicht dafür für das Gegenteil von passiven Konsumieren sondern es geht darum was zu kreieren mit den eigenen Händen.
00:50:35: Und deswegen ist es bei uns ein super interessantes Spannungsfeld also intern sich wirklich zu überlegen Was automatisieren wir alles mit KI?
00:50:42: Was bringt das Unternehmen sag ich mal in der Produktivität voran und gleichzeitig ist unser Produkt aber sowas von Anti-KI und sowas von in real life, wo es um die tatsächliche Schaffenskraft der Menschen geht.
00:50:54: Und das ist was, das finde ich unglaublich spannend.
00:50:58: Beides eben auch ja in einer Gleichzeitigkeit zu betrachten, die mir Menschen auch in der aktuellen Diskussion fehlt denn beides kann meines Erachtens coexistieren.
00:51:08: uns eine ist nicht besser als das andere oder schlechter.
00:51:11: Aber ich finde es trotzdem sehr wichtig, dass man eben Menschen weiterhin darin bestärkt ihre eigene Schaffenskraft und Kreativität zu nutzen und das nicht zu
00:51:19: verlieren.".
00:51:20: Wie fossierst du den Einsatz von KI bei euch?
00:51:22: Habt ihr da irgendwie Routinen- oder Vorgaben auch Ziele?
00:51:26: Das nicht, sondern wir versuchen wirklich uns jeden Tag immer wieder anzugucken.
00:51:31: Gibt es Aufgaben die extrem repetitiv sind oder wo man einfach immer wieder den gleichen Knopf drückt?
00:51:36: Immer wieder das gleiche tut was man automatisieren kann und das machen wir nicht nur seit KI sondern das machen schon sehr lange sonst hätten wir das glaube ich nicht geschafft.
00:51:45: eben.
00:51:46: Und tausend Events machen wir jetzt gerade, weil es Marketing mehr challenging ist.
00:51:50: Wir könnten auch zehntausend Events mit den sechzehn Menschen und mit der Plattform die wir da gebaut haben.
00:51:58: Das heißt das ist schon was in der Unternehmens-DNA von Anfang an drin ist sich zu überlegen wie automatisieren wir gewisse Dinge?
00:52:04: Und KI ist meines Erachtens noch so ein Brandbeschleuniger darin.
00:52:09: Marketing ist normal.
00:52:10: ein Stichwort du hast ja auch gesagt ihr habt damals eure Paid Kanäle abgeschaltet mal ganz radikal.
00:52:17: Dann hast du gesagt, es verändert sich aber auch unglaublich viel im Marketing gerade und du möchtest dass jeder Marketing Kanal von Anfang an profitabel ist oder jeder kundet in ihr Gewinn profitabel is und nicht weil ich dann zum zweiten oder dritten mal zu euch komme.
00:52:31: deshalb da nochmal wo steht dir momentan im marketing?
00:52:35: was glaubst du wird so der weg sein im marketing für die nächste zeit?
00:52:40: Und was also?
00:52:42: warum funktionieren denn beispielsweise instagram ads für eure Kurse nicht mehr oder nicht so gut?
00:52:47: Funktioniert ist aber manchmal zu teuer.
00:52:50: Und es einfach auch eine Fokusfrage, das heißt was für uns gut funktioniert, ist Google als Pay Channel und wir haben lange einfach sonst nix gemacht.
00:53:00: Also haben sie einfach liegen lassen, einfach aus Ressourcengründen und aus Fokusgründen.
00:53:04: Wir haben jetzt dieses Jahr wieder ganz langsam angefangen mit ein paar Meter Ads und da sehe ich ja auch ehrlich gesagt viel Potenzial darin.
00:53:11: Funktioniert aber nur wenn man genug Budget zur Verfügung hat.
00:53:15: Für uns sehe ich das auch viel als Branding-Kanal.
00:53:18: Das Allerwichtigste sehe ich nach wie vor, dass wir einfachen ... extrem starkes Produkt haben, was die Leute weiter empfehlen.
00:53:24: Weil sie es wahnsinnig gut fanden.
00:53:25: Das ist immer noch unsere größte Waffe, die wir haben.
00:53:28: Genau und ansonsten gilt's immer wieder neue Marketingchannels zu testen.
00:53:32: also auch größere Marken gehen ja als sehr sehr stark auf das Thema IRL.
00:53:36: Also machen sehr viel mehr Events wieder bringen Menschen zusammen.
00:53:39: Community is in aller Munde Machen wir ja auch seit zehn Jahren.
00:53:44: Und da gilt es immer wieder am Ball zu bleiben Neue Dinge ausprobieren und eben Marketingkanäle wirklich auf täglicher Basis.
00:53:50: eigentlich zu Challenge und ob sie noch funktionieren oder nicht.
00:53:53: Jede Add-to-Challenge funktioniert sie, oder funktioniert sie nicht?
00:53:56: Man stellt ja nicht eine Add an und dann lässt man die mal ein halbes Jahr laufen und guckt was passiert sondern das ist ja wirklich Daily Work das zu optimieren.
00:54:04: Dann lass uns vielleicht auch nochmal auf euer Tool Setup weil viele Gründer starten ja mit der Frage, okay welche Tools setze ich jetzt ein damit dich gut operativ hier arbeiten kann.
00:54:18: Was sind bei euch so die wichtigsten Tools, die im Einsatz sind und auf dir nicht verzichten
00:54:22: könnt?
00:54:22: Unsere selbst gebaute Plattform also die ist das Herzstück von all dem was wir tun und gibt uns eben ganz viele Möglichkeiten auch wie gesagt in andere Länder zu gehen.
00:54:33: Wir können auch morgen wieder backen machen wenn wir wollten mit der Plattform.
00:54:36: Also dies einfach großartig.
00:54:39: Und weitere Tools sind wahrscheinlich viele die andere auch benutzen, Slack, Gmail also alles von Google zu tun hat, Notion nutzen wir immer wieder, Retool auch großartiges Tool um Dinge miteinander zu verbinden und wenn es um KI geht nutzen mir ehrlich gesagt viel Gemini aber auch Chat GDP und Claude weil Meine persönliche Meinung ist, dass immer ein Tool besser funktioniert als das andere und eben auch für gewisse Dinge besser funktioniert.
00:55:05: Und das sind so unsere Everyday-Tools mit denen wir arbeiten.
00:55:08: Wo habt ihr euer Geschäftskonto?
00:55:10: Bei der Commerzbank!
00:55:11: Habt ihr nur einen Geschäftskontor oder habt ihr mehrere?
00:55:14: Mehrere.
00:55:16: Gehört da auch noch ein Fintech dazu?
00:55:17: Nein.
00:55:18: Oh also nur klassische Filialbanken?
00:55:21: Ja ganz klassische filialbacken bestimmt.
00:55:25: Euer Buchhaltungstool
00:55:27: Arbeiten wir mit Dataf und Spendesk.
00:55:29: Ah, okay!
00:55:31: Und CRM?
00:55:32: Nutzen wir Klavio.
00:55:34: So dann habe ich noch zehn Fragen ganz schnelle Ja-Nein
00:55:40: usw.,
00:55:40: die ich dir noch mitgeben möchte.
00:55:43: so zum Abschluss.
00:55:45: quickfirecheck kurze Fragen die schnelle Fragen kurz antworten.
00:55:49: bist du bereit?
00:55:50: Ich bin bereit.
00:55:55: was nervt dich aktuell am meisten?
00:55:58: dass viele Menschen immer schlecht über alles denken.
00:56:01: Und ich wünsche mir einfach mehr Positivität, Optimismus aber auch eben den Billen wirklich anzupacken und was reißend zu wollen.
00:56:10: Der beste Ratschlag, den du bekommen hast?
00:56:13: Sich immer wieder die Frage zu stellen, was ist das Schlimmste, was passieren kann.
00:56:18: Der schlechteste Ratschlag, den ihr bekommen hast
00:56:19: ?
00:56:21: Der schlechtest Ratschlag, das ist eine sehr gute Frage!
00:56:24: Ach ne Rolle zu spielen um erfolgreicher zu sein
00:56:26: !
00:56:27: Gibt es etwas, wie du in den Tag startest?
00:56:30: Das ist eine Morgenroutine beispielsweise.
00:56:32: Hat dich
00:56:33: lange ... Jetzt habe ich einen fünf und ein halben Monat den alten Sohn.
00:56:37: Das ist meine Morgenroutine!
00:56:39: Gibt
00:56:40: das etwas, Wie du den Tag beendest was unbedingt dazu gehört?
00:56:44: Abendessen mit meiner Familie?
00:56:46: dann lese ich meistens noch mal Und dann gehe ich oft sehr früh einfach ins Bett.
00:56:51: Worauf hast Du als Unternehmerin am meisten verzichtet?
00:56:54: Hobbies
00:56:56: To-du-Liste digital oder auf Papier?
00:56:59: Digital.
00:57:00: Das größte Vorurteil, dem du begegnet bist?
00:57:03: Oft dass ich unauthentisch sei weil ich oft sehr positiv und optimistisch bin!
00:57:09: Wenn ich nicht Unternehmerin wäre, wäre ich...
00:57:13: Führungskraft in deinem großen Unternehmen.
00:57:15: Wie hältst Du dich fit?
00:57:16: Oder gibt es etwas womit Du Dich fit tälst?
00:57:18: Krafttraining & Kardiotraining jede Woche
00:57:21: Dein wichtigster Produktivitätstipp?
00:57:24: Eine Sache nach der anderen zu machen
00:57:26: Dein Wichtigster Mindset-Tipp
00:57:28: jeden Morgen aufzustehen und zu denken, es ist die Chance wieder aus dem Tag einen großartigen Tag zu machen.
00:57:35: Wie oder wo kannst du am besten nachdenken?
00:57:37: In den Bergen!
00:57:40: Und jetzt noch dein persönlicher, schaut out wen kannst du empfehlen für Unterstützung?
00:57:44: welche anderen tollen Gründer oder Gründerin sollten wir auf dem Schirm haben?
00:57:47: Wen möchtest du einfach mal erwähnen?
00:57:49: Ach, da gibt's ganz viele.
00:57:51: Wenig grade.
00:57:51: wirklich ganz toll finde ist Stella, die hat auch mehrere Unternehmen schon gegründet.
00:57:57: Die hat jetzt angefangen mit Snacked AI und ich glaub wenn man sich mit dem Thema AI beschäftigen möchte nicht genau weiß wo man anfangen soll dann ist Snaked AI auf jeden Fall was das was ich empfehlen kann super coolen Content machen sie auf Instagram, auf Substack und eben auch im Newsletter.
00:58:12: Dann find' ich gerade wahnsinnig spannend was Laura Ditch halt aufbaut mit Nula also ein Energy Drink für Frauen.
00:58:19: Die macht es im Moment grandios, Bild in Public zu machen und eben auch Menschen auf ihrem Weg da mitzunehmen und zu begleiten.
00:58:29: Was ich außerdem sehr spannend finde sind ganz viele Unternehmen die jetzt gerade gegründet werden und auch viele Mitarbeitende von mir, die jetzt gegrünnet haben.
00:58:40: zum Beispiel auch Leonie hat Trade AI gegrünt.
00:58:42: Da geht's um das ganze Thema Verzollung mit AI zu lösen.
00:58:45: Wahnsinnig spannendes Unternehmen, spannendes Thema.
00:58:48: Ja, gibt es viele auf die man gucken kann.
00:58:50: Wie viel soll ich aufzählen?
00:58:52: Ich glaube alle guten Dinge sind drei.
00:58:54: insofern haben wir sie auf jeden Fall abkackt.
00:58:56: Welche Frage lässt dich gerade nicht los?
00:58:58: Auch eine gute Frage!
00:58:59: Ich frage mich immer wie können wir mit dem was wir tun auch bei Artneid natürlich mehr Menschen erreichen?
00:59:09: Und wie schaffen wir es aber jetzt auch mal gesellschaftlich, Menschen wieder viel stärker in ihre eigene Schaffenskraft und Kreativität zu bringen?
00:59:16: Weil ich glaube das ist unglaublich wichtig in der heutigen Zeit.
00:59:19: Dass die Menschen das nicht verlernen selber Dinge zu kreieren, zu gründen, zu starten, zu entwickeln und mit den Händen zum Teil machen.
00:59:30: Und was möchtest du als nächstes lernen?
00:59:32: Weiter ganz viele.
00:59:33: im Bereich KI Würde ich gerne lernen und Paddelspielen, habe ich gestern zu meinem Mann gesagt.
00:59:38: Würde auch gerne lernen.
00:59:39: Ja das scheint ja aus so einem Indienk zu sein.
00:59:41: Super
00:59:41: Inding!
00:59:42: Und ich hab das Gefühl... Ich hab richtig FOMO, dass ich so ein Gefühl habe, ich verpatze was wenn nicht Paddlespiele.
00:59:47: Das hat mich jetzt auch erwischt.
00:59:49: Kannst du denn paddlespielen?
00:59:50: Nein, aber das wollte ich auch auf LinkedIn gesehen und dachte, oh kann ich mal hingehen.
00:59:57: Gründer Unternehmer-Event.
00:59:58: Es gibt ja so mittlerweile Laufgruppen für Unternehmer und mittlerweile dann eben auch Paddelgruppen, das war aber in NRW.
01:00:03: Das habe ich zu spät gesehen.
01:00:04: Ich dachte, ich gebe den nächsten Mal paddelspielen, aber dann war es in NRWA.
01:00:07: Aber in Berlin gibt's das bestimmt auch.
01:00:09: also insofern...
01:00:10: Wir sagen uns einfach gegenseitig Bescheid nächstes mal!
01:00:13: Dann gehen wir da als blutige Anfänger hin.
01:00:15: Das ist gemacht.
01:00:16: So und jetzt die letzte Frage an dich Amy.
01:00:19: Die kommt aber nicht von mir sondern Gast unserer letzten Folge und zwar Berend Heinz, der im E-Commerce unterwegs ist.
01:00:31: Ich bin Berend, ich bin E-commerce Experte und habe eine Unternehmensberatung.
01:00:34: mit sechs Mitarbeitenden machen das seit über fünf Jahren und ich bin seit zehn Jahren selbstständig.
01:00:38: und meine Frage wäre als Gründer oder Gründerin hab' ich ja schon gesagt in der Folge dass es Aus meiner Sicht wirklich die größte Kunst ist, zu ganz vielen Dingen einzusagen und sich nicht ablenken zu lassen.
01:00:51: Weil halt immer ganz wenige Dinge für den Erfolg eigentlich verantwortlich sind.
01:00:55: Deswegen ist meine Frage an denen oder die Nächste was war die Opportunität?
01:01:02: Die irgendwie am größten war?
01:01:03: in den letzten Jahren?
01:01:05: wo du dich aber dann dazu entschieden hast doch hineinzusagen um den Fokus auf den wesentlichen Dingen zu halten
01:01:13: Habe ich, glaube ich, Angeln schon erwähnt.
01:01:15: Wieder die Erweiterung in anderen Produktkategorien lässt mich nach wie vor nicht los weil ich wüsste dass wir dazu in der Lage sind.
01:01:22: also zu sagen wir machen eben noch weitere Dinge.
01:01:25: neben Malen gibt's ganz viele IRL-Erlebnisse die ich gerne auf den Markt bringen würde und mich da zurückzuhalten und das Team auch zurückzahalten.
01:01:33: Dann bist du jetzt dran!
01:01:35: Deine letzte Frage für den nächsten Gast stelle dich bitte dazu kurz vor und formulier dann deine Frage.
01:01:47: Wir haben heute in der Folge ganz viel über das Thema Entscheidungen gesprochen.
01:01:51: Und meine Frage ist, welche Entscheidung würdest du heute anders treffen?
01:01:54: Obwohl sie sich damals vollkommen richtig angefühlt hat?
01:01:58: und worin hast du erkannt, dass du einfach falsch lagst.
01:02:02: Amy vielen Dank für diese interessante Frage auch zum Thema Entscheidung.
01:02:06: Insofern schließt sich der Bogen zum Anfang unserer Folge.
01:02:10: Vielen Dank!
01:02:11: Und dann dir auch hoffentlich in Zukunft viele gute Entscheidungen Aber auch Entscheidungen zum Testen, weil darum geht es ja auch.
01:02:18: Wir testen als Unternehmer-Unternehmerinnen einfach Dinge, korrigieren unsere Entscheidung und treffen dann die nächste Entscheidung.
01:02:26: Vielen Dank Renéon!
01:02:26: Wenn jemand Fragen hat, Input braucht oder ähnliches, dann scheut euch nicht davor mich zu kontaktieren?
01:02:32: Genau Leute finden dich auf LinkedIn beispielsweise aber auch über deine Website oder schauen mal bei Artnaud vorbei um vielleicht bei einem der nächsten Kurse zu malen.
01:02:40: Und auch für die Männer gilt ausprobieren Danke.
01:02:45: Da fällt mir natürlich ein, wie sieht's mit Date Nights aus?
01:02:48: Aber das ist vielleicht dann ein anderes Thema für die nächste Runde.
01:02:52: Funktioniert großartig!
01:02:54: Man muss sich nicht unterhalten man kann es aber.
01:02:58: Amy ganz herzlichen Dank und viel Erfolg für euch bei Achtneite.
01:03:02: Dankeschön.
01:03:05: Das war´s für heute.
01:03:06: wird besser gründen Wenn du die Erfahrungen von Amy hilfreich findest.
01:03:10: Dann habe ich zwei Wünsche an dich.
01:03:12: Erster Wunsch teile die Folge mit genau einer Person oder in den Social-Media, damit auch andere davon profitieren können.
01:03:19: Wollen schon mal zwei?
01:03:20: Bewertet die Folge mit Sternen auf Spotify oder Apple Podcasts – das hilft, damit noch mehr Menschen dem Podcast hören!
01:03:27: Am Donnerstag erwartet dich die nächste kompakte Solo-Folge von mir.
01:03:31: Das Thema sind Ziele bzw.
01:03:34: warum es nicht Ziele sind, die Dich erfolgreich machen sondern….
01:03:38: na das verrate ich am Donnerstag.
01:03:41: Bis dahin hab eine gute Woche und viel Erfolg deinem
01:04:01: René.
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