Umsatz bricht ein? Der 8-Punkte-Plan für neue Kunden

Shownotes

Bleiben Aufträge aus, der Kalender leer oder die Kassenbestellungen zurück, reagieren viele Selbstständige überstürzt mit Rabatten und Preissenkungen. In dieser Solofolge erklärt René, warum eine Kundenflaute kein persönliches Urteil, sondern ein wichtiges Signal ist, das eine saubere Diagnose erfordert. Anhand von acht konkreten Hebeln für Dienstleister, Handel, Gastronomie und Onlineshops zeigt René, wie man die tatsächliche Ursache für Umsatzrückgänge aufdeckt und was die Play-Doh-Story über passende Angebote lehrt.

📌 DAS NIMMST DU AUS DIESER FOLGE MIT: • Diagnose statt Preissenkung: Warum pauschale Rabatte extrem viel Marge verbrennen und wie die vier Stellschrauben Reichweite, Kaufquote, Bon-Größe und Wiederkehr den wahren Engpass entlarven. • Aktive Nachfrage und Hürdenabbau: Weshalb ambivertiertes Zuhören im Vertrieb gewinnt, wie man Kaufabbrüche an undichten Stellen im Prozess stoppt und wie Erstkunden zu verlässlichen Stammkunden werden. • Dein konkretes To-Do fürs Wochenende: Nimm dir 30 Minuten Zeit, beantworte die acht Prüffragen zu deinem Verkaufsprozess und wähle genau einen Hebel mit einer klaren Kennzahl für die nächsten 30 Tage aus.


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00:00:00: Eine Kundenflaute ist kein Urteil über dich oder dein Unternehmen.

00:00:03: Siehst ein Signal, Preisenkungen sind sehr, sehr teuer für dich!

00:00:08: Deshalb ändere den Preis aufgrund von Daten und einer sauberen Kalkulation nicht aus Nervosität.

00:00:14: Ist wirklich deine Nachfrage eingebrochen?

00:00:17: Oder hast du schlicht zu wenig dafür getan neue Nachfrage zu erzeugen?

00:00:41: Stell dir vor... Du schaust auf die kommenden Wochen und im Kalender fehlen neue Verkaufsgespräche oder Aufträge.

00:00:48: Oder im Restaurant sind wesentlich weniger Tischreservierungen gebucht, oder am Ende der Woche waren viel weniger Kunden im Laden – oder es gab weniger Bestellung im Online-Shop.

00:00:57: Wenn du jetzt denkst, dass das bei mir noch nicht passiert bleibt trotzdem dran!

00:01:01: Denn dann bist du gewappnet, denn Umsatzrückgänge durchleben die meisten Selbstständigen früher oder später.

00:01:07: Und dann solltest du nicht wie folgt reagieren?

00:01:09: Nämlich mit Gedanken wie vielleicht sind wir zu teuer Vielleicht sollten wir die Preise um zehn oder zwanzig Prozent senken.

00:01:16: Vielleicht brauchen wir schnell eine Rabattaktion.

00:01:18: Genau an diesem Punkt tritt ich heute kurz auf die Bremse, denn zu wenig Kunden kann sehr unterschiedliche Ursachen haben.

00:01:26: Vielleicht erreißt du zu wenige potenzielle Kunden?

00:01:29: Vielleicht finden sie dich kaufen aber nicht und vielleicht kaufen Sie weniger als früher oder kommen einmal und danach nie wieder.

00:01:37: Und vielleicht passt ein Angebot nicht mehr zur Zielgruppe.

00:01:41: Und ja, vielleicht stimmt auch dein Preis nicht.

00:01:43: Aber wenn du die falsche Ursache behandelst, stehen die Chancen hoch, dass du das Problem noch verschärfst.

00:01:50: Du senkst den Preis, obwohl zu wenige Menschen von deinem Angebot erfahren.

00:01:53: Du bezahlst mehr für Werbung, obwohl Interessenten beim Kauf abspringen oder du jagst ständig neuen Kunden hinterher, obwohl deine bisherigen Kunden keinen Grund haben zurückzukommen.

00:02:04: und genau darum geht es heute bei besser Gründen!

00:02:06: Danke, dass du reinhörst.

00:02:07: Mein Name ist René und das ist mein Solo mit praktischen Tipps für deinen unternehmerischen Erfolg!

00:02:13: Wir prüfen heute acht Bereiche – Für Dienstleister-, Handel-, Gastronomie- und Online-Shops Und am Ende erkennst Du, mit welchem Hebel du ansetzen kannst um wieder mehr Kunden zu gewinnen.

00:02:25: Und passend zum Thema erfährst du wie aus einem Unternehmen dessen Tapetenreiniger immer weniger Kunden haben wollten ein weltbekantes Spielzeug wurde.

00:02:34: Starten wir aber jetzt mit Punkt eins.

00:02:37: Finde heraus, was wirklich zurückgeht!

00:02:40: Ein Lehrerkalender, freie Tische oder weniger Bestellungen sind zunächst nur Symptome – haben wir noch keine Diagnose?

00:02:47: Im Kern hängt dein Umsatz von vier Größen ab.

00:02:49: Wie viele potenzielle Kunden erreist du?

00:02:52: Wie viele davon kaufen oder buchen?

00:02:56: Wie viel geben sie im Durchschnitt aus und wie viele kommen wieder?

00:03:00: Nehmen wir ein einfaches Beispiel.

00:03:02: Hundert Menschen besuchen deinen Laden oder deine Website Zwanzig davon kaufen.

00:03:07: Der durchschnittliche Einkauf beträgt dreißig Euro, das bringt für dich sechshundert Euro Umsatz.

00:03:12: Singt jetzt die Besucherzahl von hundert auf siebzig?

00:03:15: Dann hast du ein Frequenzproblem.

00:03:17: Kommen weiterhin Hundert aber nur noch zwölf kaufen dann hast du einen Kaufquotenproblem also ein Conversion Problem.

00:03:24: Kaufen vielleicht weiterhin die zwanzig Aber durchschnittlich nur noch für Zweiundzwanzig Euro, dann sinkt der Umsatz pro Kunde und damit auch dein Gesamtumsatz.

00:03:32: Obwohl genauso viele Menschen wie vorher kaufen!

00:03:36: Und wenn fast alle nur einmal kaufen, dann fehlt die Wiederkehr.

00:03:40: Für jede Ursache brauchst du aber eine andere Maßnahme.

00:03:43: Beim Dienstleister lautet die Kette Kontakt, Gespräch, Angebot, Auftrag, Folgeauftrag im Restaurant Sichtbarkeit Besuch Bestellung Die Bonngröße Der nächste Besuch Im Online-Shop Besucher auf der Website, dann auf der Produktseite, Warenkorb, Checkout und hoffentlich Wiederbestellung.

00:04:06: Um das jetzt zu analysieren brauchst du aber auch kein großes CRM Nutzer was vorhanden ist also dein Kalender zum Beispiel deine Rechnungen, dein Kassensystem, dein Reservierungsbuch die Schoppauswertung oder eine einfache Exeliste.

00:04:18: Und vergleiche dabei deine Daten nicht nur von dieser Woche mit der letzten sondern berücksichtige auch Wochentage, Seasonalitäten, Ferien und besondere Aktionen.

00:04:28: Und vergleiche dich zunächst mit einer früheren guten Phase in deinem Business!

00:04:32: Deine erste Aufgabe lautet nämlich nicht einfach mehr Kunden gewinnen sondern herausfinden welche Zahl hat sich wirklich verschlechtert?

00:04:41: So kommen wir zu Punkt zwei Erzeuge aktiv Nachfrage.

00:04:46: Das ist jetzt eine sehr unbequeme Frage.

00:04:48: Ist wirklich deine Nachfrage eingebrochen oder hast du schlichtzu wenig dafür getan neue Nachfrage zu erzeugen.

00:04:56: Julia Dendinger hat es in einer Podcast-Folge hier sinngemäß sehr, sehr direkt formuliert geht raus bewegt euren Arsch und macht Vertrieb so.

00:05:06: manchmal ist das die richtige Diagnose.

00:05:09: keine neue Website keine zwei Wochen Arbeit an der perfekten Social Media Strategie sondern eine Liste mit konkreten Namen und Aktion.

00:05:17: schreibt zwanzig Namen auf oder fünfzehn oder dreißig potenzielle Kunden Empfehlungsgeber Kooperationspartner und hinter jedem Namen kommt genau ein nächster Schritt.

00:05:29: Vertrieb bedeutet nicht automatisch hundert Kaltanrufe, für einen Dienstleister kann es auch ein persönlicher Anruf sein, für ein Restaurant eine Kooperation mit einem Hotel, einem Theater oder im Unternehmen in der Nähe, für den Händler oder ein Onlineshop eine Zusammenarbeit mit einem passenden Partner.

00:05:46: Entscheidend ist wartest du darauf das Kunden zufällig kommen?

00:05:50: Oder schaffst Du aktiv anlässe damit sie auf dich aufmerksam werden.

00:05:54: Viele Selbstständige sagen, ich bin einfach kein Vertriebsmensch und ich habe auch letzte Woche auf der Degut bei einem Vortrag zum Thema Geschäftsidee vor den angehenden Gründern die Frage gestellt wer von euch hat Lust auf Vertrieb?

00:06:09: Und nicht eine Hand ging hoch!

00:06:12: Da gibt es aber auch aus der Forschung einen ganz spannenden Befund, der dir vielleicht hilft.

00:06:17: Der Organisationspsychologe Adam Grant untersuchte nämlich dreihundertvierzig Beschäftigte eines Call Centers über drei Monate und am erfolgreichsten waren nicht die besonders extrovertierten sondern Menschen in der Mitte – die sogenannten ambi-wertierten.

00:06:33: Sie erzielten vierundzwanzig Prozent mehr Umsatz als introvertierte und sogar zweiunddreißig Prozentmehr als die extravertierte Gruppe bei dem man ja unterstellen würde, dass sind besonders gute Verkäufer, weil die gehen raus und sprechen usw.

00:06:47: Die Erklärung von Grant Warme?

00:06:49: Die Ambiwertierten konnten überzeugend auftreten aber auch zuhören und ihr Verhalten an den Kunden anpassen.

00:06:57: also Vertrieb heißt nicht möglichst viel zu reden sondern stellt gute Fragen und hört wirklich zu Und dann fühlt es sich gar nicht mehr wie Vertrieb an.

00:07:08: Sondern ist seit Lösungsorientiert im Gespräch mit euren Kunden.

00:07:12: In einem kleinen Feld-Experiment lasen dann auch Fundraisingmitarbeiter Geschichten darüber, wie ihre Arbeit – also das Einsammeln von Geld – Stipendiaten geholfen hat und ein Monat später hatten sie die Zahl ihrer wöchentlichen Zusagen und die eingeworbenen Beträge mehr als verdoppelt.

00:07:30: Sie hatten keine neue Verkaufstechnik gelernt sondern sie sahen klarer wem ihre Arbeit nützt!

00:07:36: So frag dich deshalb vor deiner nächsten Vertriebsaktion.

00:07:40: Was wird für diesen Kunden konkret besser, wenn er bei mir kauft?

00:07:45: Wenn du darauf eine überzeugende Antwort hast dann ist Vertrieb kein Aufträngen mehr.

00:07:49: Dann prüfst du nämlich ob dein Angebot helfen kann und fragt den Kunden ganz aktiv nach seinem Problem wobei braucht er Unterstützung?

00:07:58: und dann zeigt ihm die Lösung auf.

00:08:00: aber aktiv werden musst du dafür trotzdem.

00:08:04: also mach die Liste und leg los.

00:08:06: Punkt drei macht aus Interesse eine Entscheidung.

00:08:10: Die Unternehmerin Carolin Ackermann hat hier im Podcast auch den Finger in die Vertriebswunde gelegt und daran erinnert, dass eine volle Pipeline noch kein See ist.

00:08:20: Für andere Geschäftsmodelle würde ich das breiter formulieren – Interesse ist noch kein Umsatz also.

00:08:24: Drei sich Kontakte auf einer Liste sind keine Aufträge viele Likes sind keine Restaurantbesuche ein gefüllter Warenkorb ist noch keine Bestellung und eine Reservierung zu der niemand erscheint ist kein belegter Tisch.

00:08:37: Bei Dienstleistung zählt ein Kontakt für mich erst dann als echter Verkaufschance, wenn es einen nächsten Schritt und ein Datum gibt.

00:08:43: Also meldet sich demnächst.

00:08:44: ist kein nächster Schritt oder Angebot vor sechs Wochen verschickt?

00:08:48: Ist auch kein nächsterschritt!

00:08:50: Fast nach fragt nach einer Entscheidung und hol dir notfalls auch ein Nein ab.

00:08:56: Denn ein Nein ist wertvoller als ein vielleicht das seit drei Monaten deine Planungen verfälscht Wirkt.

00:09:04: Und gleichzeitig kannst du bei dem Nein nachfragen, was ist der Grund für das Nein?

00:09:08: Du kriegst Feedback und mit dem Feedback kannst du arbeiten!

00:09:10: Hast ein Online-Shop.

00:09:11: dann lautet die Frage für dich an welcher Stelle brechen die Menschen im Verkaufsprozess eigentlich ab?

00:09:17: auf der Produktseite beim Warenkorb wenn Versandkosten angezeigt werden?

00:09:22: oder es ist bei der Zahlart Im Restaurant.

00:09:25: wie viele Reservierung werden kurzfristig abgesagt oder gar nicht wahrgenommen?

00:09:29: Oder im Laden?

00:09:29: beobachte Wie viele Menschen kommen hinein schauen sich um und gehen wieder.

00:09:33: Mach die Abbruchsstelle in deinem Verkaufsprozess sichtbar.

00:09:38: Mehr Reichweite auf dieses undichte Kaufsystem zu schicken, macht ein Lack nämlich nur noch teurer.

00:09:45: also kümmer dich erst um dein Lack dann um die Reichweiten.

00:09:49: Punkt Nummer vier Prüfe ob Kunden dich finden.

00:09:52: aktive Kundengewindung ist das eine aber viele Menschen suchen bereits nach einer Lösung.

00:09:57: Die Frage ist Aber Finden Sie Dich In Diesem Moment Und erkennen Sie sofort, dass dein Angebot zu Ihrem Bedarf passt.

00:10:05: Ein Restaurant kann hervorragend sein das Essen kann super sein aber stehen vielleicht online falsche Öffnungszeiten oder fehlt die Speisekarte verliert es trotzdem potenzielle Gäste.

00:10:15: ein lokaler Händler kann die besten Produkte führen.

00:10:18: ist das von außen nicht erkennbar dann laufen die Käufer-Käuferinnen einfach vorbei.

00:10:24: und auch einen Dienstleister kann fachlich perfekt passen.

00:10:27: Wenn aber dann auf der Website nur von maßgeschneiderten Lösungen geschrieben wird, dann versteht halt trotzdem der Webseitenbesucher nicht welches konkrete Problem von ihm denn wirklich gelöst werden soll.

00:10:41: Und ein Online-Shop kann gute Produkte unter Begriffen anbieten nach denen Kunden gar nicht suchen.

00:10:47: Deshalb mache einen einfachen Findbarkeits-Test.

00:10:51: Bitte eine Person die dein Unternehmen kaum kennt nach deinem Angebot zu suchen.

00:10:57: sagt ihr nicht, welchen Begriff sie verwenden soll oder wo sie suchen soll.

00:11:01: Sondern beobachte welche Worte nutzt Sie?

00:11:03: Wie findet sie dich?

00:11:04: Sind Öffnungszeiten, Kontaktpreise oder Verfügbarkeiten aktuell und versteht sie innerhalb weniger Sekunden für wen dein Angebot gedacht ist?

00:11:15: Werbung!

00:11:17: Dieser Podcast wird präsentiert von der KfW-Bankengruppe.

00:11:21: ob sie gründen oder in ein bestehendes Unternehmen einsteigen Fördermittel der KfW erleichtern Ihnen die Existenzgründung und Ihre ersten Jahre der Selbstständigkeit.

00:11:30: Finden Sie die passende Förderung, und lassen sie sich von anderen Vollblutunternehmerinnen und Unternehmern inspirieren.

00:11:37: unter kfwde-slash-gründen und kfwdee-slasch-Nachfolge.

00:11:41: Alle wichtigen Infos dazu finden sich auch in den Shownotes dieser Folge.

00:11:48: Werbung Ende.

00:11:50: Der nächste Schritt ist klar!

00:11:51: Besuchen, reservieren, anfragen oder bestellen So, es reicht nicht irgendwo im Internet vorhanden zu sein.

00:11:59: Du musst dort verständlich sichtbar sein wo deine Kunden beim konkreten Bedarf suchen und es ihnen dann auch einfach machen.

00:12:06: Und das ist dann der nächste Punkt beseitige Kaufwürden denn vielleicht finden nicht genügend Menschen aber der Kauf bei dir ist unnötig schwer.

00:12:15: Beim Dienstleister dauert die Antwort vielleicht drei Tage.

00:12:18: Das Angebot ist zwölf Seiten lang und der nächste Schritt bleibt unklar.

00:12:21: Im Laden fehlen sichtbare Preise oder eine einfache Orientierung Und im Restaurant ist die Speisekarte unübersichtlich, die Reservierung umständlich oder die Wartezeit schlichtweg zu lang.

00:12:31: Im Online-Shop erscheinen Versandkosten erst ganz am Ende, wichtige Produktinformationen fehlen oder gewünschte Zahlarten nicht angeboten.

00:12:39: Zusammen können diese zunächst erstmal kleinen Hürden viele Käufe verhindern.

00:12:44: Deshalb geh mal deinen eigenen Kaufprozess vollständig durch vom ersten Kontakt zur Bezahlung und zwar aus Sicht des Kunden – nicht aus deiner!

00:12:53: Für dich ist alles klar.

00:12:55: Für den Kunden eben nicht.

00:12:57: Und deshalb noch besser bitte einfach drei Menschen, so wie vorhin jetzt aber drei die dein Unternehmen kaum kennen genau das zu tun und beobachten.

00:13:05: wo zögern sie?

00:13:06: welche Frage bleibt offen?

00:13:08: was verstehen Sie nicht?

00:13:09: Wo müssen sie suchen?

00:13:10: Wie schnell bekommen sie eine Antwort?

00:13:12: Frag auch Kunden die nicht gekauft haben Was hat ihnen oder dir für die Entscheidung gefehlt?

00:13:19: Häufig brauchst du nicht mehr Nachfrage sondern weniger Reibung auf dem Weg zum Kauf.

00:13:25: Kommen wir zum nächsten Punkt.

00:13:27: Prüfe, Zielgruppe und Angebot.

00:13:29: Jetzt kommen wir den... Und das ist jetzt der Punkt, den du nicht mit noch mehr Werbung lösen kannst.

00:13:35: Vielleicht bist du sichtbar?

00:13:36: Vielleicht ist er kaufbar dir auch einfach und trotzdem wollen zu wenige Menschen dein Angebot!

00:13:41: Dann musst du dich fragen, verkaufe ich das richtige Angebot an die richtigen

00:13:45: Menschen?!

00:13:46: Und dazu jetzt die am Anfang angekündigte Geschichte.

00:13:50: Play Doh war ursprünglich nämlich keine Kinderknete.

00:13:54: Wer aber Kinder hat, der weiß was Play-Doh ist und das sind diese kleinen Knet-Eimerchen die überall in den Kinderzimmern stehen.

00:14:02: Und die Knete die dann überall auf dem Fußboden verteilt ist.

00:14:06: So!

00:14:07: Die weiche Masse wurde nämlich damals als Tapetenreiniger verkauft.

00:14:12: In Kohlebeheizten Haushalten ließ sich damit der Ruhs von Tapeten entfernen.

00:14:16: Super praktisch super Lösung große Nachfrage eng dran an den Kunden.

00:14:22: Dann haben sich aber saubere Heizarten verbreitet also Nicht mehr mit Kohle in den Haushalten.

00:14:27: Und dann verschwand dieses Problem und der Tapetenreiniger wurde immer weniger gebraucht, obwohl alles war wie vorher das Produkt, der Kauf.

00:14:36: aber das Problem war einfach nicht mehr da.

00:14:37: Das Unternehmen hätte nun mehr Werbung machen können weitere Vertreter los schicken oder Rabatte geben können Aber das eigentliche Problem war ja eben nicht der Vertrieb.

00:14:45: Der Markt für die bisherige Anwendung wurde kleiner und kleiner und an Zufall eine Kindergärtnerin testete die Masse mit Kindern.

00:14:55: Sie formten Figuren daraus und mochten das Material.

00:14:58: Und aus Tapetenreiniger wurde dann Play-Doh.

00:15:01: So, im Kern dieselbe Masse aber eine völlig andere Anwendung – ganz andere Zielgruppe, ganz anderer Wert!

00:15:07: Und seit der Einführung des Spielzeuges im Jahr neunzeigundzechstenfünfzig wurden angeblich mehr als drei Milliarden Dosen verkauft.

00:15:13: Was heißt das für dich?

00:15:14: Vielleicht ist dein Produkt nicht schlecht.

00:15:17: Vielleicht löst es aber ein Problem, dass nicht mehr dringend genug ist.

00:15:20: Vielleicht sprichst du Menschen an die Interesse aber gar kein Budget oder keine Entscheidungsbefugnisse haben.

00:15:25: Oder du verkaufst dein Angebot in einer Form, die für den heutigen Bedarf zu groß, kompliziert oder unpassend ist.

00:15:32: Deshalb prüfe vier Fragen – Welches konkrete Problem löse ich?

00:15:36: Für wen ist dieses Problem wirklich relevant?

00:15:39: Warum sollte diese Zielgruppe jetzt handeln und versteht die Zielgruppen sofort welchen Nutzen mein Angebot bietet?

00:15:47: Wenn Du tiefer eintauchen möchtest gibts dazu meine Solo-Folge.

00:15:50: Ist deine Idee wirklich eine Geschäftsidee?

00:15:52: Den Link findest du in den Schoenlitz.

00:15:55: Mehr Vertrieb verstärkt ein gutes Angebot, aber mehr Vertrieb kann ein unpassendes Angebot nicht dauerhaft retten.

00:16:04: Kommen wir zum vorletzten Punkt, Punkt Nummer sieben.

00:16:05: Senke das Kaufrisiko – Nicht sofort den Preis!

00:16:09: Jetzt kommen wir zu dem Preis.

00:16:10: Natürlich kannst Du zu teuer sein.

00:16:12: Aber eine Kundenflaute beweist Das noch nicht.

00:16:15: Wenn jemand sagt «Das ist mir zu teurer» Kann vieles dahinter stecken.

00:16:19: Kein Budget Zu wenig wahrgenommener Nutzen, keine Dringlichkeit zu wenig Vertrauen oder ein zu großer erster Schritt.

00:16:27: Fragt deshalb nach, woran machen sie zu teuer fest?

00:16:30: Ist der Umfang das Problem oder der Preis für diesen Umfang?

00:16:33: Was müsste klarer sein damit Sie sich entscheiden können?

00:16:36: und bevor du jetzt pauschal billiger wirst kannst Du es Kaufrisiko reduzieren mit einem kleinen Einstiegspaket – ein Pilotprojekt eine Probiergröße einem Kennlernenmenü besseren Produktinformationen Referenzen oder in der klaren Rückgabe und Stornregelung.

00:16:51: Du machst nicht dieselbe Leistung billiger, du machst die erste Entscheidung leichter!

00:16:56: Denn ein Rabatt hat Folgen.

00:16:59: Senkst du den Preis von hundert auf achtzig Euro?

00:17:01: Brauchst du twenty-fünf Prozent mehr Verkäufe um denselben Umsatz zu erzielen?

00:17:06: Nehmen wir jetzt zusätzlich vierzig Euro variable Kosten an – vorher bleiben dir sechszig Euro um Fixkosten Variable kosten an, dann bleiben dir vorher sechzig Euro um Fixkosten zu decken und natürlich dann ein Gewinn zu erzielen hoffentlich.

00:17:23: Nach einer Preisenkung von hundert auf achtzig bleiben dir nur noch vierzig Euro sondern brauchst du fünfzig Prozent mehr Verkäufe um den gleichen Betrag zu erreichen.

00:17:32: auch wenn die Kalkulation jetzt ziemlich schnell ging Die Botschaft ist klar.

00:17:36: Preisenkungen sind sehr sehr teuer für dich.

00:17:40: Deshalb Ende dem Preis aufgrund von Daten und eine saubere Kalkulation nicht Außen Nervosität.

00:17:46: Und für Unterstützung bei Preisverhandlungen mein Tipp, hör die Podcastfolge mit Dr.

00:17:50: Martina Pesic und den größten Verhandlungsfehlern.

00:17:53: Den Link auch in den Schauen.

00:17:54: Kommen wir zum Punkt acht.

00:17:56: Mach aus Erstkunden Stammkunden!

00:17:58: Der teuerste Fehler kann darin liegen ausschließlich neue Kunden zu suchen.

00:18:03: Wenn viele Menschen einmal kaufen oder nach verschwinden dann füllst du ein Fass ohne Boden.

00:18:08: Fragt deshalb wie viele Erstkunde kaufen ein zweites Mal?

00:18:11: Was wäre der nächste sinnvolle Kauf?

00:18:13: Und gibt es überhaupt einen Grund, zu dir zurückzukommen?

00:18:17: Ein Dienstleister kann zum Projektabschluss einen festen Auswertungstermin vereinbaren und den nächsten sinnvollen Schritt benennen.

00:18:23: Ein Restaurant kann auf ein saisonales Angebot eine Veranstaltung oder ein News-Data Aufmerksam machen.

00:18:29: Ein Händler kann passend zum Kauf eine Ergänzung anzeigen oder später in einem Verbrauchsprodukt erinnern.

00:18:34: Ein Online-Shop kann Wiederbestellungen, Zubehör oder passende Folgekategorien anbieten.

00:18:39: Es geht nicht um wahlloses Mehrverkaufen sondern darum, den nächsten Bedarf zu verstehen und zur richtigen Zeit relevant zu bleiben.

00:18:48: Und noch was?

00:18:49: Frag deine Kunden die nicht wiederkommen nach dem Grund!

00:18:52: War das Produkt nicht passend, der Service enttäuschend, gibt's kein weiteren Bedarf?

00:18:56: oder hast du schlicht nie wieder von dir hören lassen?

00:18:59: Das kann schmerzhaft sein aber es ist der Weg dein Angebot direkt zu verbessern.

00:19:06: also missnicht nur Neukunden, miss auch Wiederkäufe, Folgeaufträge.

00:19:11: Wenn ständig neue Kunden kommen müssen, nur um die Verlorenen zu ersetzen dann hast du eben nicht ein Akquiseproblem.

00:19:17: Dann hast Du einen Bindungsproblem!

00:19:19: So und zum Schluss eine konkrete Aufgabe für Dich.

00:19:22: Nimm Dir dreißig Minuten am Wochenende für Dein Kundencheck.

00:19:29: Beantworte acht Fragen.

00:19:31: Erstens Welche der vier Größen ist zurückgegangen?

00:19:34: Reichweite, Kaufquote, Umsatz pro Kunde oder Wiederkehr?

00:19:38: Zweitens.

00:19:38: Welche Maßnahmen zur aktiven Kundengewinnung habe ich in den vergangenen vier Wochen tatsächlich umgesetzt?

00:19:45: Drittens, wo bleiben die Interessenten auf dem Weg zur Entscheidung hängen?

00:19:49: Viertens – finden Kunden mich wenn sie konkret nach meinem Angebot suchen!

00:19:54: Fünftens welche Hürde macht den Kauf bei mir unnötig schwer?

00:19:57: und sechstens passt mein Angebot noch zum Problem zu Zielgruppe zum aktuellem Bedarf.

00:20:02: Siebens ist der Preis nachweislich das Problem oder kann ich zuerst das Kaufrisiko für den Kunden senken.

00:20:09: Und achten's, kommen genügend Kunden wieder!

00:20:12: So und dann willst du jetzt ein Hebel – nicht alle acht sondern ein und definiere für die nächsten dreißig Tage eine Maßnahme und eine Kennzahl zum Beispiel mehr relevante Besucher, eine höhere Buchungsquote weniger Kaufabbrüche, mehr Folgekäufe oder mehr klare Entscheidungen aus offenen Anfragen.

00:20:31: Nach dreizig Tagen schaust Du dann auf die Zahl hat sich nichts verändert.

00:20:34: gehst Du zum nächsten Hebel so wird aus Aktionismus Ein Lernprozess.

00:20:39: Deine eine Kunden-Flaute ist kein Urteil über dich oder dein Unternehmen, sie ist ein Signal.

00:20:44: Vielleicht brauchst du mehr Sichtbarkeit, aktive Kundengewinnung, einen leichteren Kaufprozess, ein anderes Angebot, stärke Kundenbindung oder tatsächlich einen anderen Preis?

00:20:55: Aber erst brauchst Du eine Diagnose, dann eine konkrete Maßnahme und Daten – und danach die nächste Veränderung!

00:21:04: So mich interessiert, welcher der acht Punkte ist bei Dir gerade der größte Hebel.

00:21:08: Dazu gibt's eine Umfrage auf Spotify, nimm bitte dran teil.

00:21:11: ich bin gespannt!

00:21:12: So vielen Dank dass du reingehört hast und wenn dir die Folge gefallen hat und du die Tipps hilfreich fandest lasst mir gerne eine Bewertung da das hilft uns zu wachsen und mehr Gründer und Gründeren zu erreichen und wenn du jemanden kennst der gerade einen Kundenprobleme hat schick ihm die Folge oder ihr damit er oder sie auf die Suche nach der richtigen Diagnose gehen kann.

00:21:34: Ich freue mich wenn du demnächst wieder rein hörst.

00:21:37: Nimm aus dieser Folge mit, senk nicht vor schnell deinen Preis.

00:21:40: Finde zuerst heraus warum die Kunden wirklich ausbleiben!

00:21:44: Also bis zur nächsten Folge Dein René – viel Erfolg mit deinem Business.

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