Dein Kontostand lügt: Klare Finanzen mit dem 3-Töpfe-System
Shownotes
Ein hoher Kontostand auf dem Geschäftskonto verleitet schnell zu unüberlegten Ausgaben, spiegelt aber selten das tatsächlich frei verfügbare Geld wider. In dieser Solofolge rechnet René an einem konkreten Praxisbeispiel vor, warum von 11.900 Euro Kundenzahlung oft nur 2.500 Euro für die private Lebenshaltung übrig bleiben. René stellt ein pragmatisches 3-Töpfe-System mit Unterkonten und festen Finanzroutinen vor, mit dem Selbstständige ihre Steuerzahlungen absichern und teure Liquiditätsengpässe vermeiden.
📌 DAS NIMMST DU AUS DIESER FOLGE MIT:
• Realistische Liquiditätsrechnung durch das 3-Töpfe-System: Warum Umsatzsteuer, laufende Betriebskosten und Einkommensteuerrücklagen sofort getrennt werden sollten und wie Unterkonten dafür sorgen, dass jeder Euro genau eine feste Aufgabe behält.
• Geschäftskonto und wöchentliche Finanzroutinen: Weshalb geschäftlich genutzte Privatkonten durch Bank-AGBs gekündigt werden können, wie die Verknüpfung mit einer Buchhaltungssoftware monatlich vier Stunden Arbeitszeit spart und warum feste Privatentnahmen vor Liquiditätslöchern schützen.
• Dein konkretes To-Do fürs Wochenende: Öffne deine Banking-App, ermittle die konkreten Beträge für Steuern, anstehende betriebliche Verbindlichkeiten sowie den Sicherheitspuffer und bestimme so den tatsächlich verfügbaren Betrag für deine private Entnahme.
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00:00:00: Jeder Euro darf in deiner Planung nur einen Job haben.
00:00:03: Und genau dafür ist dieses Töpfe-System da!
00:00:06: Für diese Töpfel gilt eine wichtige Grundregel.
00:00:09: Nutze dein privates Girokonto nicht für deine geschäftlichen Einnahmen und Ausgaben.
00:00:14: Die ganzen Automatisierung nehmen dir zwar Arbeit ab, aber die Verantwortung für deine Zahlen bleibt bei dir – also habt deine Zahlen im Griff!
00:00:45: So viel hat dein Kunde gerade überwiesen.
00:00:47: Du öffnest deine Banking App und denkst, sehr gut!
00:00:50: Der Auftrag hat sich mal richtig gelohnt.
00:00:53: Vielleicht ist jetzt der neue Laptop drin oder du überweißt dir diesen Monat einfach etwas mehr aufs Privatkonto?
00:00:59: Bevor du das machst habe ich eine Frage an dich – wieviel von diesen elftausend neunhundert Euro kannst du dir denn wirklich privat überweisen?
00:01:09: Zehntausend Euro?
00:01:10: Die Hälfte?
00:01:11: Oder deutlich
00:01:12: weniger?!
00:01:13: Das rechnen wir heute einmal ganz konkret durch.
00:01:16: Denn eines ist sicher, dein Kontostand lügt dich an!
00:01:21: Und am Ende der Folge erzähle ich dir noch eine ziemlich verrückte Geschichte – ein Gründer sammelt über dreizehn Millionen Dollar ein.
00:01:26: Ein Riesenerfolg könnte man meinen.
00:01:28: Doch einige Jahre später ist sein Unternehmen am Ende und tausende Menschen warten immer noch auf ihre Produkte.
00:01:34: Was ist da schief gelaufen?
00:01:36: Und was hat das mit deinem Geschäftskonto zu tun?
00:01:39: Mehr als du im ersten Moment denkst….
00:01:42: Willkommen bei besser Gründen.
00:01:44: Danke, dass du reinherst!
00:01:45: Mein Name ist René und das ist mein Solumut praktischen Tipps für deinen unternehmerischen Erfolg.
00:01:50: Heute ist mein Ziel dir zu zeigen wie du mit einfachen Routinen die Kontrolle über deine Finanzen behältest.
00:01:57: Und dabei steht eine Frage im Mittelpunkt – Wie viel von deinem Kontostand ist wirklich frei verfügbar?
00:02:04: Am Ende hast Du ein einfaches System für Deine Rücklagen, Deine laufenden Ausgaben und Dein privates Budget.
00:02:10: Wir bleiben in dieser Folge vor allem bei Freiberuflern und Einzelunternehmen.
00:02:14: Und unser Beispiel-Unternehmer ist Alex, Alex ist freiberuflicher Berater – für ein Projekt hat er Zehntausend Euro netto plus neunzehn Prozent Umsatzsteuer von seinem Kunden erhalten!
00:02:24: Doch bevor wir in Alex Situatione eintauchen interessiert mich wie du deine Finanzen gerade organisierst.
00:02:30: Trennst Du bereits Dein privates Geld?
00:02:32: Deine geschäftlichen Financen und Steuern oder liegt bei Dir noch alles auf einem einzigen
00:02:36: Haufen?!
00:02:37: Stimmt dazu kurz in der Spotify-Umfrage direkt unter dieser Folge ab.
00:02:41: Danke dir, ich bin gespannt!
00:02:43: Nun aber weiter zu Alex.
00:02:44: Rechnen wir zusammen – Alex hat also elftausend neunhundert Euro auf seinem Geschäftskonto.
00:02:49: Davon geht zunächst die Umsatzsteuer ab, die er dem Finanzamt schuldet.
00:02:53: Das sind tausendneunhunderte Euro, denn neunzehn Prozent des Netto-Rechnungsbetrags, in Höhe von zehntausenden Euro nimmt er zwar ein, doch muss er dies anders finanzamt überweisen?
00:03:03: Also, die тысячneunhundert-Euro-Umsatzsteuer legt Alex erst mal vollständig zurück.
00:03:08: Noch ein Hinweis?
00:03:09: Wenn Alex Ausgaben hat, kann er die dort gezahlte Umsatzsteuere als Vorsteuer mit den tausend neunhundhundert Euro verrechnen.
00:03:15: Dennoch eine Zahlung wird auf jeden Fall an das Finanzamt gehen.
00:03:19: So!
00:03:20: Dann stehen dreitausend Euro noch an betrieblichen Zahlungen an – für einen Dienstleister, für Software und weitere laufende Kosten.
00:03:28: Für noch ausstehnende Einkommensteuer hat Alex weitere zweieinhalbtausend euro vorgesehen.
00:03:33: Um zweitausend Euro sollen als Sicherheitsreserve im Unternehmen bleiben, damit nicht jede verspätete Kundenzahlung zum Problem wird.
00:03:40: Was bleibt nun übrig?
00:03:42: Zwei-tausend Fünfhundert Euro!
00:03:44: Diese zwei-tauendfünfundat Euro kann sich Alex auf sein Privatkonto überweisen und davon muss Alex aber noch privat leben – Miete, Lebensmittel, Krankenversicherung und Vorsorge.
00:03:54: Wichtige Hinweise an dieser Stelle.
00:03:55: wir haben hier keine Gewinnermittlung gemacht sondern vorhandenes Geld erstmal verteilt Und viele Gründer und Gründerin fragen häufig danach, wieviel sie für die Steuer zurücklegen sollen.
00:04:05: Das beantworte ich zum Ende der Folge in der Rubrik Community-Fragen.
00:04:10: Fassen wir zusammen!
00:04:11: Auf dem Konto liegen elftausend neunhundert Euro – frei eingeplant von Alex sind gerade einmal zweitausend fünfhundert euro.
00:04:18: Das zeigt das Geld auf deinem Konto kannst du nicht einfach frei ausgeben.
00:04:24: Genau solche Dinge schauen wir uns hier im Podcast an Ganz praktisch mit Beispielen aus dem Unternehmeralltag und Lösung, die du direkt für dein eigenes Business nutzen kannst.
00:04:33: Wenn dir solche ungeschminkten Realitätschecks für deinem Business helfen, nimm dir jetzt zwei Sekunden, drück in deiner Podcast-App auf Abonnieren beziehungsweise das Pluszeichen dann verpasst du keinen meiner Werkzeugkästen hier am Donnerstag!
00:04:46: Danke Dir!
00:04:48: Nun zurück zu Alex.
00:04:49: Jetzt wissen wir wofür Alex sein Geld benötigt aber wie behält er im Alltag den Überblick?
00:04:54: Ich empfehle dir dafür ein einfaches Töpfe System Eintopf für den laufenden Betrieb, eintopf fürs Steuern und ein Topf für den Sicherheitspuffer.
00:05:04: Das Wichtigste ist die klare Zuordnung – denn hier passiert schnellen Denkfehle!
00:05:08: Du hast zweitausend Euro für Steueren reserviert, dann geht der Laptop kaputt und plötzlich denkst du ich habe ja noch zweitausend € auf meinem Konto.
00:05:16: Stimmt!
00:05:17: Nun sind das aber dieselben Zweitausende Euro, die du dem Finanzamt schon gedanklich versprochen hast?
00:05:23: Also jeder Euro darf in deiner Planung nur einen Job haben.
00:05:27: Und genau dafür ist dieses Töpfe-System da!
00:05:30: Für diese Töpfel gilt eine wichtige Grundregel – nutze dein privates Girokonto nicht für deine geschäftlichen Einnahmen und Ausgaben, und ich empfehle wirklich jedem der gründet oder selbstständig ist, richte dir von Anfang an ein separates Geschäftskonto ein.
00:05:45: Denn stell dir vor auf deinem Konto landen Kundenüberweisungen.
00:05:48: gleichzeitig gehen deine private Miete, der Wocheneinkauf unter Telefonrechnung ab.
00:05:53: Wie willst du da vernünftig beurteilen, wie dein Unternehmen finanziell dasteht?
00:05:58: Und auch das Aufteilen zwischen diesen ganzen Ausgaben ist ein Chaos.
00:06:02: Außerdem kündigen Banken häufig das Girokonto wenn sie merken dass dort geschäftliche Transaktionen laufen denn die AGB der Banken schließen bei Giro-Konten die geschäftlichen Nutzung aus und den Stress nach der Kündigung möchtest Du bestimmt nicht erleben.
00:06:17: Also Geschäftskonto eröffnen und die Töpfe organisierst du dann am besten mit Unterkonten.
00:06:22: Schau daher, dass dein Geschäftskonto unter Konten zulässt und richtet dann so viele ein wie du benötigst.
00:06:27: Und gib deinen Unterkonten klare Namen – also Steuern ist eine bessere Erinnerung als Unterkonto.
00:06:32: zwei!
00:06:33: Ein Unterkommensystem ist eine mentale Entlastung.
00:06:36: Du befreist dein Kopf für wichtigere Dinge.
00:06:38: das ist dann wie ein Terminplaner für deine Finanzen.
00:06:42: Und Unterkontin bieten inzwischen einige Geschäftskonten als kostenlose Inklusivleistungen an.
00:06:47: dazu zählen zum Beispiel Vivit Mani, das Lexby Office-Geschäftskonto oder Contest.
00:06:51: Auch Steuerschätzung beziehungsweise die automatische Bildung von Steuerrücklagen bieten einige smarte Online-Konten wie Accountable oder auch das ENG Geschäftskonto an.
00:07:00: So, zur Nutzung von Unterkonten ist ebenfalls noch gut zu wissen du kannst Zahlungen auf Unterkosten auch automatisieren indem du Beispiele Daueraufträge einrichtest.
00:07:09: Und damit du nicht unglaublich lange zwischen all den Geschäftskonten rum suchen musst haben wir für dich einen großen Geschäftskondo Vergleich erstellt wo du ganz nach deinen Bedürfnissen auswählen kannst und dann das passende Konto mit der entsprechenden Testnote bekommt.
00:07:24: Den Link dazu findest du in den Shownotes.
00:07:27: So, jetzt haben wir das Geld aufgeteilt aber damit wissen wir noch nicht automatisch ob alle Rechnungen bezahlt sind und welche Ausgaben bereits erfasst wurden Und dafür kommt die Buchhaltungssoftware ins Spiel.
00:07:37: Nehmen wieder Alex.
00:07:39: Er schreibt eine Rechnung über tausend Euro und verschickt sie an einen Kunden.
00:07:42: Zulange der kunde nicht bezahlt hat bleibt die rechnung offen.
00:07:45: Das Geschäftskonto ist mit der Buchhaltung verbunden Und sobald der Zahlungseingang eingelesen wurde, lässt sich die Zahlung mit der offenen Rechnung abgleichen.
00:07:54: Oder?
00:07:54: Die Rechnungen ist überfällig!
00:07:56: Dann schickt Alex gleich eine Zahlungserinnerung mit ein paar Klicks raus.
00:08:00: und zu diesem Thema schneller und besser bezahlt werden habe ich dir ja bereits auch ne eigene Folge gemacht hier im Podcast.
00:08:06: Hör dort auch gerne rein.
00:08:07: also wenn du häufig das Problem hast dass deine Kunden sich Zeit mit der Zahlungen lassen.
00:08:14: Auf der Ausgabenseite funktioniert es ähnlich.
00:08:16: Alex kauft z.B.
00:08:17: Büro-Material für undeinzehn Euro, dann meldet die Bank, hundeneinzehnt Euro sind abgeflossen – und er belegt erklärt wofür?
00:08:25: So, und die Buchhaltungssoftware hilft Beides richtig zusammenzuführen!
00:08:29: Das Konto zeigt also die Geldbewegung.
00:08:31: Die Buchhaltung erklärt den Geschäftsvorgang Und für Alex heißt das ganz praktisch Er muss nicht jedes Mal zwischen Rechnungen, Kontoauszug und seiner eigenen Liste hin und her wechseln um alles zu dokumentieren.
00:08:42: Das spart Zeit und reduziert Feder.
00:08:46: Solche Funktionen findest du zum Beispiel bei Seth Desk & Lexby Office, aber auch bei anderen Tools die wir für dich getestet haben.
00:08:52: Einen Link zum Test der besten Buchhaltungssoftware-Tools findest Du ebenfalls in den Schoen-Uns!
00:08:58: Aber eines bleibt wichtig – Die ganzen Automatisierung nehmen Dir zwar Arbeit ab, aber die Verantwortung für Deine Zahlen bleibt bei dir.
00:09:06: also habt Deine Zahlen im Griff.
00:09:14: wird präsentiert von der KfW-Bankengruppe.
00:09:17: Ob sie gründen oder in ein bestehendes Unternehmen einsteigen, Fördermittel der KFW erleichtern ihnen die Existenzgründung und ihre ersten Jahre der Selbstständigkeit.
00:09:27: Finden Sie die passende Förderung!
00:09:28: Und lassen Sie sich von anderen Vollblutunternehmerinnen und Unternehmern inspirieren unter kfwde.com.
00:09:38: Alle wichtigen Infos dazu finden sich auch in den Shownotes dieser Folge.
00:09:46: Jetzt noch ein wichtiger Unterschied.
00:09:47: Wenn Alex tausend Euro von seinem Hauptkonto auf ein betriebliches Rücklagenkonto verschiebt, ist das keine Betriebsausgabe – er hat nur Geld umgebucht!
00:09:57: Und wenn er tausende Euro auf sein Privatkonto überweist?
00:10:00: Dann ist es bei unserem Einzelunternehmer und Freibrufler eine Privatename also kein Gehalt und auch keinen Vorschuss der erst mit einem späteren Gewinn gerechnet werden müsste.
00:10:12: Eine solche Geldentnahme reduziert nicht den steuerlichen Gewinn, aber sie reduziert natürlich das Geld, dass seinem Unternehmen auf dem Konto noch zur Verfügung steht.
00:10:23: Und deshalb sollte Alex und eben auch du dann nicht jedes Mal mehr Geld entnehmen – nur weil gerade eine größere Kundenrechnung bezahlt wurde!
00:10:32: Also Das Fazit dazu?
00:10:34: Die regelmäßige Privatentnahme gehört in deiner Liquiditätsplanung nicht in die Gewinn- und Verlustrechnungen.
00:10:40: Was bedeutet das jetzt für die Auswahl deines Geschäftskontos?
00:10:44: Ich würde nicht mit der Frage anfangen, welches Konto kostet am wenigsten.
00:10:47: Sondern was muss bei mir jeden Monat zuverlässig funktionieren?
00:10:52: Für Alex sind Unterkonten für Rücklagen und die Verbindung zur Buchhaltung wichtig.
00:10:57: Für jemand mit einem Marktstand können Bargelt-Einzahlungen entscheidend sein – für einen Händler vielleicht die Anzahl der Zahlungsvorgänge.
00:11:04: Meine Empfehlung schreibt deine wichtigsten Anforderungen auf bevor du dir dein Geschäftskonto aussuchst!
00:11:09: Schau auf das Gesamtpaket.
00:11:11: Kontoführung, Buchung, Karten benötigte Unterkonten und deine Buchhaltungssoftware.
00:11:16: Prüfe auch ob die gewünschte Verbindung zur Buchhaltung Software in deinem Tarif enthalten ist.
00:11:21: So jetzt magst du dir aber denken Das konto kostet extra Die buchhaltung software kostet Extra.
00:11:26: dann sind das wieder irgendwie zwanzig dreißig Euro mehr im Monat.
00:11:30: so Dafür meine kurze Rechnung als Beispiel für dich.
00:11:35: Nehmen wir an die perfekte Kombination aus Konto-Buchhaltungs Software kostet Dich irgendwo zwischen zwanzig und dreißig Euro Monat.
00:11:42: So, dafür brauchst du aber zum Beispiel jede Woche eine halbe Stunde weniger Zeit für Belege- und Zahlungsabgleiche also ne halbe stunde pro woche.
00:11:52: sind dann vier Stunden im monat die du zeit einspaßt und für diese vier stunden gibst Du aber nur zwanzich bis dreißzig euro monat aus.
00:11:59: wenn du die vier stünden jetzt einem Kunden in rechnung stellst sagen wir mit einem stundensatz von fünfzig euro damit sich das jetzt einfacher rechnet Dann hast du zweihundert Euro mehr Umsatz und dem stehen ja nur zwanzig bis dreißig Euro mehr Kosten im Monat gegenüber.
00:12:15: Dann sind das also hundertsiebzig Euro, die du mehr hast als vorher – und weniger Stress im Büro!
00:12:22: Und danach eintipp beim Konto «Schauen nicht auf die niedrigste Grundgebühr», denn was zählt?
00:12:27: Sind die
00:12:27: Gesamtkosten?!
00:12:29: Und umgekehrt brauchst Du auch kein großes Paket voller Funktionen, die Du nie nutzt.
00:12:33: Deshalb nochmal der Hinweis an dieser Stelle.
00:12:35: In den Show-Notes findest du unseren Link zum Geschäftskonto Vergleich, dort kannst Du Kosten und Leistungen ganz einfach gegenüberstellen.
00:12:44: So!
00:12:44: Du hast jetzt das perfekte Setup mit Geschäftskontor und Buchhaltungssoftware.
00:12:48: Zusätzlich zu passender Buchhaltungssoffer und dem passenden Geschäftskonton benötigst Du regelmäßig Buchhaltingsroutinen – wöchentliche und monatliche.
00:12:57: Einmal in einer Woche reservierst Du Dir dafür einen festen Finanztermin.
00:13:00: Starte beispielsweise mit fünfzehn Minuten Am Anfang oder bei vielen Vorgängen brauchst du dann vielleicht länger.
00:13:06: Zuerst aktualisierst du die Kontrobewegung und schaust nach fehlenden Belegen- oder unklaren Zuordnungen, dann prüfst du auf eine Kundenrechnung – ist etwas überfällig?
00:13:14: Musst du nachfragen, erinnern, mahnen?
00:13:17: Und schließlich schauste auf den nächsten Wochen!
00:13:19: Welche Zahlungen gehen raus?
00:13:21: Was kommt voraussichtlich rein?
00:13:23: Reicht der Puffer auch bei einer
00:13:24: Verzögerung?!
00:13:25: Und einmal im Monat prüfste zusätzlich deine Rücklagen und das private Budget.
00:13:30: Bereits bezahlte Steuern und festgesetzte Vorauszahlungen gehören dabei in die Planung, damit du Beträge nicht doppelt reservierst oder eine fällige Zahlung übersiehst.
00:13:39: Mein Vorschlag ist eine regelmäßige geplante Privatentnahme, die dann deine tatsächliche Entwicklung anpasst – nicht jede größere Kundenzahlung wird sofort zum Anlass für eine extra Überweisung an dich!
00:13:50: Und auch das kann dein Finanztermin sichtbar machen.
00:13:54: Kommen wir jetzt zurück zu den elftausend neunhundert Euro vom Anfang.
00:13:59: mit dem richtigen Tool Setup Also Buchhaltungs-Software Konto und den wöchentlichen und monatlichen Finanzroutinen ist Alex in der Lage, seinen Kontostand richtig einzuschätzen.
00:14:09: Er weiß jetzt für welche Zwecke er Gelder reservieren muss und was für ihn privat übrig bleibt – das ist der entscheidende Unterschied!
00:14:16: Denn Konto zeigt dir etwas da ist.
00:14:18: Deine Buchhaltung hilft dir es einzuordnen.
00:14:21: Unterkonten und Planungen zeigen dir, was du ausgeben kannst.
00:14:25: Bevor ich dir jetzt deine To-do fürs Wochenende gebe habe ich noch eine Gründungssprechstunde.
00:14:35: Uns erreichen zum heutigen Thema immer wieder Fragen wie die folgenden drei.
00:14:39: Frage Nummer eins, ich habe gerade erst gegründet und meine Einnahmen schwanken noch ziemlich stark!
00:14:43: Wie kann ich der überhaupt einschätzen, wie viel Geld ich für Steuern zurücklegen sollte?
00:14:47: Wenn ich doch noch gar nicht weiß was ich am Jahresende verdienen werde?
00:14:51: Die wichtigste Antwort bilde auf jeden Fall Rücklagen um der Steuerfalle zu entgehen, die wir hier schon hin und wieder im Podcast hatten.
00:14:59: Zum Start sind dreißig Prozent ein guter Richtwert des Gewinns Also Umsatz minus Kosten.
00:15:05: Hast du in den ersten Monaten keinen Gewinn, brauchst du natürlich auch keine Rücklagen bilden.
00:15:09: So schau aber regelmäßig in deine BWA also die betriebswirtschaftliche Auswertung, die ja auch eine Buchhaltungssoftware für dich erstellt.
00:15:16: Den dort ausgewiesenen Gewinn rechne dann auf das Jahr hoch und berechnet daraus die voraussichtliche Einkommensteuer.
00:15:23: In den Steuerbetrag teilst du dann durch zwölf und legst den entsprechenden Betrag zurück.
00:15:28: Das machst du im nächsten Monat wieder.
00:15:32: Als Rechnungshilfe haben wir auch für Gründer.de ein Einkommenssteuerrechner, den du für deine Berechnungen nutzen kannst.
00:15:37: Auch den verlinke ich dir unten in den Schornungs.
00:15:40: Frage zwei – Ich habe aktuell ausreichend Liquidität auf dem Konto!
00:15:44: Kann es sinnvoll sein, Rechnungen an Kunden erst im nächsten Jahr zu stellen?
00:15:49: Also das ist eine Frage die natürlich jetzt so im Schlussquartal auch sehr relevantes beim Thema Steuern sparen.
00:15:55: Ja, es kann sinnvoll seien, sofern du dir sicher bist dass Für die nächsten Monate ausreichende Liquidität hast.
00:16:02: also überlegt, was brauchst du privat?
00:16:05: Was musst Du schon für Steuern zurücklegen.
00:16:07: Welche Investitionen stehen vielleicht noch an?
00:16:09: Welche Waren musst Du noch einkaufen?
00:16:11: und wenn Du dann die Rechnung erst im nächsten Jahr stellst, senkst Du die Betriebseinahmen in diesem Jahr und damit Dein steuerlichen Gewinn im laufenden Jahr Wenn Du die Gewinnermittlung mit der ÖER machst.
00:16:22: Wenn Du bilanzierst macht das keinen Unterschied.
00:16:26: Das gilt auch für Zahlungen, wenn Du genügend Liquidität Jetzt hast Nimm-Anschaffung im aktuellen Jahr vor, um dein Gewinn zu mindern.
00:16:33: Kommen wir zur dritten Frage?
00:16:34: Ich habe einen Gründerkredit mit vierteljährlicher Tilgung.
00:16:37: Sind einem solchen Fall unter Konten hilfreich?
00:16:40: Ja!
00:16:41: Unter Konten sind auch in diesem Fall absolut sinnvoll.
00:16:44: Da du keine monatlichen Tilgungsausgaben hast, sparst du mit einem Tilgunkonto die Tilgingsraten an und wirst dann nicht überrascht wenn plötzlich einmal pro Quartal eine größere Rate runtergeht.
00:16:57: Und jetzt zu dem Gründer, der mehr als dreizehn Millionen Dollar einsammelte.
00:17:01: Zwei-tausend vierzehn hatte der Amerikaner Ryan Grapper eine Idee – eine Kühlbox!
00:17:06: Sein sogenannte Coolest Cooler hatte einen eingebauten Mixer, ein Bluetooth-Lautsprecher und sogar die Möglichkeit, ein Smartphone aufzuladen.
00:17:14: Er stellte die Idee auf Kickstarter vor und mehr als zweiundsechzig Tausend Unterstützer sagten insgesamt rund dreizehn Komma Drei Millionen US-Dollar zu.
00:17:23: Das klingt nach einem unglaublichen Erfolg Aber jetzt kam die eigentlich Herausforderung, denn für das Geld musste Grapper die Kühlboxen ja erst mal produzieren und an seine Unterstützer ausliefern.
00:17:33: Und das wurde erheblich teurer und schwieriger als geplant.
00:17:36: Es gab Probleme in der Produktion, Verzögerungen und steigende Kosten.
00:17:40: Das Unternehmen brauchte zusätzliches Geld um seine bestehenden Verpflichtung zu erfüllen – und im Jahr zwei Tausend neunzehn war dann Schluss.
00:17:47: Und zwanzigtausend Unterstützer hatten ihre versprochene Kühlbocks nicht erhalten!
00:17:52: Was lernen wir daraus?
00:17:53: Selbst ein Kontostand von dreizehn Millionen ist trügerisch, wenn nicht alle Verpflichtungen bekannt sind.
00:18:01: Das ist jetzt natürlich ein extremes Beispiel – das Grundprinzip gilt aber genauso für Alex wie für dich!
00:18:08: Denn auch auf seinem Konto liegen Beträge die bereits für andere Zwecke vorgesehen sind.
00:18:12: Steuern, laufende Rechnung, Rücklagen und deshalb reicht die Frage, wie viel Geld habe ich auf dem Konto?
00:18:18: schlicht nicht aus?
00:18:20: Die bessere Frage lautet, wieviel davon brauche Und was bleibt danach wirklich für mich übrig?
00:18:28: Genau diesen Unterschied solltest du in deinem Unternehmen kennen.
00:18:31: Dafür brauchst aber keine komplizierte Finanzabteilung!
00:18:34: Du hast ein Geschäftskonto, eine vernünftige Buchhaltung und einen regelmäßigen Blick auf deine Zahlen.
00:18:39: Jetzt kommt deiner Aufgabe fürs Wochenende.
00:18:44: Dein To-Do fürs Wochenend.
00:18:46: Öffne deine Banking App, schaue auf dein gesamtes geschäftliches Guthaben und beantworte drei Fragen.
00:18:52: Erstens – wie viel Geld ist für Steuern
00:18:54: reserviert?!
00:18:55: Zweitens, welche betrieblichen Zahlungen stehen in den nächsten Wochen oder Monaten an?
00:19:01: Drittens – welchen Sicherheitspuffer möchtest du im Unternehmen behalten.
00:19:06: Was danach übrig bleibt ist dein erster Anhaltspunkt dafür was du dir privat entnehmen kannst.
00:19:12: Vorausgesetzt, du hast alle relevanten Verpflichtung berücksichtigt!
00:19:16: Und wenn dir diese Folge geholfen hat freue ich mich über eine Bewertung bei Spotify und Apple Podcasts.
00:19:22: Das hilft uns zu wachsen, damit immer mehr Gründer und Gründerin den Podcast hören können.
00:19:27: Ganz herzlichen Dank fürs Reinhören!
00:19:29: Dir viel Erfolg mit deinen Finanzen – bis bald!
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